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Digitalisierung

Breitbandausbau: Schnelles Internet für Wuppertal

Gute Nachrichten für Wuppertal: Land und Bund haben den finalen Förderbescheid über 29,8 Millionen Euro für den Breitbandausbau bewilligt. Damit konnte Mitte September der Startschuss für die Bauarbeiten, die der gesamten Stadt in den nächsten Jahren zu schnellem Internet verhelfen sollen, fallen.

"Ohne einen umfassenden Breitband-Ausbau keine "Smart Cities"! Neben dem für die Telekommunikationsunternehmen lohnenswerten Eigenausbau in den dicht bebauten Stadtgebieten bedarf es dafür der gezielten Förderung „weißer“ und „grauer“ Flecken. Gut, dass wir dank hoher Förderung durch den Bund und Land jetzt starten können! Eine schnelle und verlässliche Internetversorgung ist in Zeiten zunehmender Digitalisierung eine Grundvoraussetzung für einen modernen und wettbewerbsfähigen Standort", sagt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind.

27 Kilometer Tiefbautrasse für Uellendahl-Katernberg

Als erster Stadtteil wurde Uellendahl-Katernberg gewählt, da es aus bauplanerischer Sicht günstig ist, an die vorhandene Infrastruktur, das sogenannte Backbone-Netz, anzuknüpfen. Von der Pahlkestraße auf Höhe des Sendemasts baut das Telekommunikationsunternehmen Greenfiber Netz & Management GmbH eine 27 Kilometer lange Tiefbautrasse. Die Kabel werden meist entlang der Gehwege einige Zentimeter in der Erde vergraben. Oberirdisch zeugen einige Verteilerkästen von der neuen Internetroute.

189 Haushalte bekommen die Möglichkeit, bald auf eine deutlich schnellere Internetversorgung umzusteigen. Die Anschlüsse werden auf Wunsch kostenlos bis ins Gebäude verlegt.

Hier geht es zur Pressemitteilung vom 15. September mit weiteren Infos zum ersten Bauabschnitt:


Acht Ausbau-Abschnitte

Insgesamt erfolgt der Ausbau in Wuppertal in acht Abschnitten. Die weiteren Bauabschnitte folgen im Uhrzeigersinn. Die geplante Reihenfolge lautet wie folgt:

  • Barmen/ Oberbarmen
  • Langerfeld-Beyenburg
  • Ronsdorf
  • Cronenberg
  • Vohwinkel
  • Elberfeld/Elberfeld-West
  • Heckinghausen

„Die Ausbau-Cluster werden sukzessive vermarktet, die Tiefbau-Genehmigungen beantragt und das Glasfasernetz gebaut. Auf diese Weise lassen sich die fertiggestellten Teilbereiche der Reihe nach aktivieren. Ein zügiger und effizienter Projektfortschritt lässt sich somit abbilden, zudem wird der Straßenverkehr kaum beeinträchtigt“, erläutert Merlin Krabbe von LAN Consult Hamburg das Vorgehen. Er ist als Projektleiter für den technischen Part des Glasfaserausbaus zuständig.

Insgesamt werden im Stadtgebiet rund 260 Kilometer Leerrohre in den nächsten zweieinhalb Jahren verlegt. Das entspricht etwa einer Strecke von Elberfeld über die A1 bis Bremen. Über 2.800 private Haushalte, Unternehmen und institutionelle Einrichtungen werden bis Ende 2023 an das Glasfasernetz angeschlossen. Es geht den „weißen Flecken“ an den Kragen. Als solche werden unterversorgte Gebiete definiert, in denen die Datenübertragung geringer als 30 Mbit/s ist. Mit dem Anschluss ans Glasfasernetz sollen bei Down- und Uploads zukünftig Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s erreicht werden.

Bund und Land tragen Kosten für den Ausbau

Die weißen Flecken sind speziell in den Randlagen Wuppertals ein Problem. Hier müssen mit Kabeln teils weite Strecken in weniger dicht besiedelte Gebiete verlegt werden. Das rechne sich für die großen Telekommunikationsunternehmen einfach nicht, so Claas Claaßen, Gigabitkoordinator der Stadt Wuppertal. Deshalb gibt es ein speziell vom Bund und Land aufgelegtes Förderprogramm, um auch solche wenig lukrativen Gegenden besser zu erschließen.

Der Ausbau des Glasfasernetzes erfolgt im Rahmen einer sogenannten Wirtschaftlichkeitslückenförderung. Das bedeutet, dass Greenfiber den Ausbau auf eigene Kosten betreibt. Die dabei entstehenden Verluste werden durch Land und Bund refinanziert. Die Stadt Wuppertal trägt dabei keine Kosten.


Ansprechpartner für Bürger

Bei weiteren Fragen zum Projekt können interessierte Bürger gern an den Gigabitkoordinator der Stadt Wuppertal wenden:


Die Fördergeber im Überblick

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Bildnachweise

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