Inhalt anspringen

Engels2020

Aktuelles

Die Stadt Wuppertal feiert den 200. Geburtstag des gebürtigen Barmers Friedrich Engels mit einem großen Veranstaltungsmarathon. Das Programm ist so vielseitig wie Engels selbst: Ausstellungen, Lesungen, Stadtführungen, Theateraufführungen – und dies sind nur ein paar Beispiele.

Damit die Zeit zwar kontaktfrei, aber nicht Engels-frei bleibt, haben zahlreiche Engels2020-Akteure ihre Formate in die digitale Welt verlegt. Hier werden alle virtuellen Formate gebündelt und ständig erweitert: 

Engels2020 digital

Digitale Inhalte in Corona-Zeiten

Skulptur „Die starke Linke“ im Engelsgarten: Aktionstag am 3. Juli zum 40-jährigen Jubiläum

40 Jahre nachdem die Skulptur „Die starke Linke“ des Bildhauers Alfred Hrdlicka im Engelsgarten enthüllt worden ist, plant das Museum Industriekultur Wuppertal am Samstag, 3. Juli 2021, einen Aktionstag anlässlich dieses Jubiläums. Von 13.00 bis 15.30 Uhr werden im Halbstundentakt kostenlose Führungen durch den Engelsgarten angeboten. Hierbei erläutert das Team der Engels-Stadtführer die Geschichte der drei Denkmäler im Engelsgarten, die jeweilige Rezeption von Friedrich Engels und die künstlerischen Intentionen und Interpretationen. An einer Hörstation ist Alfred Hrdlicka mit seiner Rede zur Enthüllung der Skulptur zu hören. Am 3. Juli ist auch das Engels-Haus, in dem anlässlich des Aktionstages einige Skizzen von Bildhauer Alfred Hrdlicka ausgestellt sind, von 10.00 bis 18.00 Uhr für Besucherinnen und Besucher geöffnet.

Die Teilnahme an den Führungen im Engelsgarten sind kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen sich allerdings vor Ort im Engelspavillon in eine Anwesenheitsliste eintragen. Ein zertifizierter negativer Schnelltest oder eine Impfbescheinigung sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Die Führungen in kleinen Gruppen mit maximal 12 Teilnehmern dauern etwa 60 Minuten. Die Abstandsregeln sind während der Führung einzuhalten, die Gesichtsmaske kann während der Führung abgenommen werden (Bedingung:  Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Teilnehmern wahren!). 

Wer sich vor oder nach der Führung noch das frisch sanierte Engels-Haus mit der neuen Dauerausstellung sowie die Skizzen von Bildhauer Alfred Hrdlicka anschauen möchte, muss sich vorab Tickets über das Ticketsystem Wuppertal Live (Öffnet in einem neuen Tab) buchen.

YouTube-Video

Anlässlich des Jubiläums startet auf dem YouTube-Kanal des Museums Industriekultur Wuppertal eine neue Videoreihe. Warum das Aufstellen des Denkmals vor 40 Jahren nicht ganz unumstritten war, wird in diesem Film ausführlich geschildert:

Friedrich Engels in Wuppertal - Die Hrdlicka-Skulptur

Ab sofort buchbar: Urban Game "Klassenkampf – wem gehört die Stadt?!"

Erfreuliche Nachrichten aus der Stadtbibliothek: Das Urban Game „Klassenkampf – wem gehört die Stadt?!“ ist ab sofort wieder spiel- und ausleihbereit - unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Coronaschutzauflagen.

Beim Urban Game „Klassenkampf – wem gehört die Stadt?!“ handelt es sich um eine interaktive Straßenrallye unter freiem Himmel quer durch Wuppertal, bei der verschiedene Missionen und Aufgaben entlang einer Straßenkarte erfüllt und somit Punkte fürs Team gesammelt werden. Das Urban Game ist für Spieler ab 12 Jahren geeignet und kann ab 17. Juli 2020 kostenlos für individuelle Gruppengrößen gebucht werden. Das Angebot wurde im Rahmen des Engelsjahres 2020 gemeinsam von der Stadtbibliothek Wuppertal und „Die Urbanisten e. V.“ entwickelt.

Zum Mitspielen wird lediglich ein Smartphone benötigt, die Straßenkarte von Wuppertal mit dem Spielfeld und die Spielmaterialien gibt es von der Stadtbibliothek. Dann muss vor dem Start nur noch die Frage geklärt werden: Wer aus der Gruppe gehört zum Team Revolutionär*innen der Arbeiterklasse und wer ist (Team-)Mitglied der herrschenden Klasse, der sogenannten Bourgeoisie? Beide gegnerischen Teams kämpfen in einer etwa anderthalb bis dreistündigen Rallye spielerisch und fair um die Vorherrschaft in der Stadt.

Termine laufen nach Vereinbarung, sobald eine verbindliche Anmeldung für mindestens 8 Personen eingegangen ist. Anmeldungen sind möglich über die Homepage der Stadtbibliothek (Öffnet in einem neuen Tab).


Ab sofort jeden Sonntag: Exklusive Preview-Termine im Engels-Haus

Das lange Warten hat endlich ein Ende: Das Engels-Haus öffnet nach umfangreichen Sanierungsarbeiten ab sofort jeden Sonntag von 10.00 bis 18.00 Uhr für Besucher*innen. Bei den exklusiven Preview-Terminen können Interessierte jeweils eine Stunde lang das frisch renovierte Engels-Haus besichtigen und sich die neue Dauerausstellung zu Leben und Werk Friedrich Engels‘ ansehen. Vor dem Besuch müssen Eintrittskarten über das Ticketsystem Wuppertal Live (Öffnet in einem neuen Tab) gebucht werden.

In der neu konzipierten Dauerausstellung wird Leben und Werk des berühmtesten Sohns Wuppertals gezeigt und ein faszinierender Einblick in die bürgerliche Alltagskultur der pietistischen Unternehmerfamilie Engels gegeben. Das Engels-Haus bietet einerseits Informationen über seine Lebensgeschichte als Unternehmer, Mitbegründer des wissenschaftlichen Sozialismus und Zeitzeuge des 19. Jahrhunderts. Andererseits wird das 1775 erbaute Gebäude selbst als Exponat präsentiert. Sowohl die Baugeschichte des Hauses als auch die bürgerliche Wohnkultur um 1800 werden dargestellt. Gefördert wurde die neukonzipierte Dauerausstellung im Engels-Haus vom LVR Landschaftsverband Rheinland.

Besucherinformationen kompakt

Im Engels-Haus gilt die strikte Einhaltung der geltenden Hygieneschutzregelungen. Das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken ist verpflichtend. Gruppenbesuche und Führungen sind vorerst leider nicht möglich. Der Besuchszeitraum ist jeweils auf eine Stunde begrenzt. Ein zertifizierter negativer Schnelltest oder eine Impfbescheinigung ist für den Besuch des Engels-Hauses nicht erforderlich!

Der Eintrittspreis für das Engels-Haus beträgt 4,00 Euro, ermäßigt 2,00 Euro.

Öffnungszeiten Engels-Haus ab 03.06.2021:
Sonn- und Feiertage: 10.00 bis 18.00 Uhr

Die offizielle Eröffnung des Engels-Hauses mit der Enthüllung des internationalen Kunstprojektes INSIDE OUT ENGELS folgt noch: Dafür wird die Frontfassade des historischen Gebäudes mit einem imposanten, 10 mal 16 Meter großen Banner mit 200 Schwarz-Weiß-Porträtfotos von Wuppertalerinnen und Wuppertalern verhüllt. Ein Termin wird aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen nach der Sommerpause rechtzeitig bekannt gegeben.


Oper "Intolleranza 2021": Alle Onlinestream-Termine im Überblick

Auch wenn die Feierlichkeiten zu Engels‘ 200. Geburtstag pandemiebedingt beeinträchtigt sind und die Aufführung von ›Intolleranza 2021‹ aus gleichem Grund verspätet und für das Publikum nur als Onlinestream an festen Terminen zu erleben sein wird – die Dringlichkeit der Thesen dieses hochpolitischen Werks scheint heute nicht weniger gegeben als zur Zeit seiner Entstehung 1960.

Mit der Aufführung des epochemachenden Opernerstlings "Intolleranza 2021" von Luigi Nono blickt die Oper Wuppertal auf das Zusammenspiel von Arbeit, Migration und Unterdrückung im Kapitalismus und damit auch auf das Werk des berühmten Wuppertalers Friedrich Engels.

Alle Onlinestreaming-Termine im Überblick:

  • Onlinepremiere: Fr. 18. Juni 2021, 19:30 Uhr im Stream
  • Sa. 26. Juni 2021, 19:30 Uhr im Stream
  • Fr. 02. Juli 2021, 19:30 Uhr im Stream
  • Fr. 13. August 2021, 19:30 Uhr im Stream
  • Fr. 27. August 2021, 19:30 Uhr im Stream
    Weitere Informationen und Tickets unter oper-wuppertal.de/intolleranza (Öffnet in einem neuen Tab)

Der Vorverkauf zum jeweiligen Termin endet eine Stunde vor Beginn. Das Video ist für 46 Stunden ab der gebuchten Uhrzeit verfügbar. Kunden erwerben einen personalisierten Zugang, der auf einem Endgerät eingesetzt werden kann.

Handlung wird ins 21. Jahrhundert geholt

Regie-Altmeister Dietrich W. Hilsdorf, Bühnenbildner Dieter Richter und Kostümbildnerin Nicola Reichert verorten die Handlung konkret in unserer Realität und fragen nach der Aktualität dieses politisch aufgeladenen Stoffes in der von Krisen zutiefst verunsicherten Welt des 21. Jahrhunderts. Die Verkörperung der Figuren durch Markus Sung-Keun Park, Solen Mainguené, Simon Stricker und Sebastian Campione ist von hoher stimmlicher und emotionaler Dichte. Daneben konnte die Oper Wuppertal mit der Mezzosopranistin Annette Schönmüller eine ausgewiesene Expertin für Neue Musik und mit dem Musikalischen Leiter Johannes Harneit einen der erfahrensten Nono-Kenner unserer Zeit gewinnen. Die Teilnahme des Spezialistenensembles Chorwerk Ruhr steht für höchste Qualität in der musikalischen Realisation.

›Intolleranza 2021‹
Handlung in zwei Teilen von Luigi Nono nach einer Idee von Angelo Maria Ripellino.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.


"Vom billigen Stoff. Engels vs. Primark": Theateraufführung vor Live-Publikum am 18. Juni 2021

Das junge börsenensemble nimmt den Faden auf und sucht nach Spuren von Engels und der Textilindustrie: gestern, heute, morgen! Es entsteht ein neues Stück, das unter die Haut geht.

Engels vs. Primark! Bäm!
Erste Runde! Stimmt Dein Outfit? Blick in den Schrank: Nichts anzuziehen!
Zweite Runde! Neues Che Guevara T-Shirt gekauft. Schnäppchen. Nur 2 Euro. Mehr ist auch nicht drin! 
Dritte Runde! Auf die Barrikaden! Kampf für eine bessere Welt! Foto hochladen!
Vierte Runde! 1,5 Millionen Likes für das perfekte Outfit und den Klassenkampf. Wuppertal, Manchester, Vietnam, Bangladesch und Myanmar! Alle schicken Herzen…

Regie: Ute Kranz

  • Termin: Freitag, 18. Juni 2021, 19.30 Uhr
  • Veranstaltungsort: die börse, Wolkenburg 100, 42119 Wuppertal
  • Barrierefreiheit: Die börse ist barrierefrei erreichbar.
  • Kosten:
    • Vorverkauf: 12,00 Euro (ermäßigt: 6,50 Euro)
    • Abendkasse: 10,00 Euro (ermäßigt: 8,00 Euro)
  • Tickets: https://www.wuppertal-live.de/?363056 (Öffnet in einem neuen Tab)

25. Juni 2021: Buchvorstellung "Der Tag, an dem ich Engels begegnete..."

Studierende des Faches Geschichte der Bergischen Universität, Studierende des Bergischen Kollegs Wuppertal, die das Abitur auf dem Zweiten Bildungsweg absolvieren, Schüler*innen der Oberstufe des Ganztagsgymnasiums Johannes Rau sowie Schüler*innen aus der Stadt Engels in Russland haben an einem Projekt „Kreatives Schreiben an und über Friedrich Engels“ teilgenommen. Entstanden ist anlässlich des Engelsjahres das Buchprojekt "Der Tag, an dem ich Friedrich Engels begegnete..." (Öffnet in einem neuen Tab).

Am Freitag, 25. Juni 2021, wird das Buch um 16.00 Uhr in der Bergischen Universität Wuppertal (Eingang Gebäude K, Hörsaal 32, Gaußstraße 20) präsentiert. 59 Autor*innen haben 92 Beiträge verfasst - darunter befinden sich Gedichte, Prosa, Briefe, Interviews und Fachtexte. Bei der Buchpräsentation erfolgt die Vorstellung einzelner Texte des Bandes durch die jungen Autorinnen und Autoren. In der Präsenzveranstaltung ist für alle Teilnehmer*innen ein aktuelles negatives Testergebnis zwingend erforderlich. Das Tragen einer FFP2-Maske ist obligatorisch. Die Veranstaltung wird aus dem Hörsaal zusätzlich per Zoom übertragen (vorab ist eine Registrierung notwendig: https://uni-wuppertal.zoom.us/meeting/register/tJcudOChqDIsHdd9tr3viqDdL1RjcfhB0f2B (Öffnet in einem neuen Tab)).

Die Autor*innen wurden historisch und schriftstellerisch angeleitet von Professor*innen, Lehrer*innen, Schriftsteller*innen und Mitarbeiter*innen des „Zentrums für Stadtgeschichte und Industriekultur“ sowie des Wuppertaler Stadtarchivs.


Ab 27. Juni 2021: Engels-Stadtführung starten wieder

Das lange Warten hat endlich ein Ende: Ab Sonntag, 27. Juni 2021, bietet das Museum Industriekultur Wuppertal wieder seine beliebten Engels-Stadtführungen an. Den Anfang macht um 11.00 Uhr "Herkunft und Familie von Friedrich Engels - Erkundung rund um den Engelsgarten" – das Besondere: Die Führung ist kombiniert mit einem anschließenden Besuch im Engels-Haus. Da in dem historischen Gebäude coronabedingt aktuell keine Führungen angeboten werden können, dient die vorherige Führung im Engelsgarten als Einführung. Am selben Tag folgt um 14.00 Uhr die Stadtführung „Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof“. Für die Teilnahme an Stadtführungen müssen vorab Tickets über das Ticketsystem Wuppertal Live gebucht werden: https://www.wuppertal-live.de/User/888 (Öffnet in einem neuen Tab)

Die einstündige Führung "Herkunft und Familie von Friedrich Engels – Erkundung rund um den Engelsgarten" mit maximal 12 Teilnehmerinnen/Teilnehmern beginnt sonntags am 27. Juni, 4. Juli und 11. Juli jeweils um 11.00 Uhr (die Termine am 18.07. und 25.07. müssen aufgrund des Hochwassers leider ausfallen), Treffpunkt ist im Engelsgarten die Plastik von Alfred Hrdlicka (1928-2009) „Die starke Linke“. Anschließend können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 12.00 bis 13.00 Uhr das Engels-Haus (ohne Führung) besuchen. Die Teilnahme kostet 10,00 Euro pro Person. 
Am Sonntag, 11. Juli, wird das Angebot um die anderthalbstündige Stadtführung „Der revolutionäre Friedrich Engels in Elberfeld“ erweitert. Treffpunkt um 14.00 Uhr ist der Laurentiusplatz, die Teilnahme kostet 8,00 Euro pro Person.
Am Sonntag, 27. Juni und 25. Juli, wird die Stadtführung „Mit Friedrich Engels über den Unterbarmer Friedhof“ angeboten. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr Am Unterbarmer Friedhof 16 (Eingang). Die Führung dauert 90 Minuten und kostet 8,00 Euro pro Person.

Das Tragen von medizinischen Gesichtsmasken während der Stadtführungen ist verpflichtend. Die Abstandsregeln müssen während der Führung eingehalten werden. Ein zertifizierter negativer Schnelltest oder eine Impfbescheinigung sind für die Teilnahme nicht erforderlich! 


„Engels Weltbild“-Tour: Drei Wandbilder per Fahrrad entdecken

Mit dem Fahrrad Engels‘ Spuren folgen: Das Engels-Projektbüro hat eine Routenempfehlung zu den drei großformatigen Wandbildern im Wuppertaler Stadtgebiet entwickelt, die im vergangenen Jahr von den beiden Künstlern Martin Heuwold und Kolja Kunstreich verwirklicht worden sind. Beim Corona-konformen Radeln können auf der knapp acht Kilometer langen Route abwechslungsreiche urbane Räume in Engels‘ Geburtsstadt entdeckt werden.

Eine Karte mit den Standorten aller drei Wandbilder sowie eine ausführliche Routenbeschreibung gibt es hier (Öffnet in einem neuen Tab).

Die Radtour im Zeitraffer-Video:

Radtour im Zeitraffer-Video

Schülerwettbewerb „Wer war Friedrich Engels?“: Abschlussveranstaltung mit Christina Rau

Zum Engelsjahr 2020 wurde vom Förderverein Historisches Zentrum e.V. ein Schülerwettbewerb zu „Wer war Friedrich Engels?“ (Öffnet in einem neuen Tab) ausgelobt. Da der Gewinn für die Schüler*innen der Klassen 11 und 13 des Berufskollegs am Haspel mit Schwerpunkt Grafik und Design – eine mehrtägige Reise für beide Klassen nach Berlin inklusive Besuch des Reichstags und Gespräch mit Christina Rau – coronabedingt nicht stattfinden konnte, wurde am 14. Juni 2021 eine Abschlussveranstaltung in Wuppertal ausgerichtet. Neben Christina Rau, Vorsitzende der Johannes-Rau-Stiftung, waren auch Bundestagsabgeordneter Helge Lindh und Landtagsabgeordneter Andreas Bialas vertreten. Beide Abgeordnete sind auch Mitglied im Vorstand des Fördervereins Historisches Zentrum. 

Bei der Abschlussveranstaltung des Schülerwettbewerbs war Friedrich Engels ein Anlass für die Schüler*innen des Berufskollegs mit den Gästen über aktuelle soziale und politische Themen zu diskutieren. Der lebhafte Austausch reichte von der Corona-Pandemie und deren Folgen für junge Menschen bis hin zu schulpolitischen Themen.

Die Gewinner*innen des Schülerwettbewerbs zum Engelsjahr wurden bereits im August 2020 gekürt. Die Schüler*innen der Klassen 11 und 13 des Berufskollegs am Haspel mit Schwerpunkt Grafik und Design belegten mit ihrer künstlerisch-historischen Projektarbeit den ersten Platz: Die Mädchen und Jungen haben unter anderem Plakate und Engels-Taschen entworfen. Bei dem Schülerwettbewerb sind ganz unterschiedliche Werke entstanden, die sich mit der Person Friedrich Engels, seinem Werk und seinem Leben auseinandersetzen. Einzeln oder gemeinsam in der Klasse, in einem Kurs oder in einer AG – alle Schüler*innen der Jahrgangsstufen 4 bis 13 aller Schulen aus Wuppertal und Umgebung konnten an dem Wettbewerb teilnehmen. Die Präsentationsform war frei wählbar: Aufsatz, Bilder- oder Fotogeschichte, Film, Heft, Kunstobjekt, Theaterstück, Wandzeitung, Video oder Zeichnung, analog oder digital – alles war möglich. 

Am Ende der Abschlussveranstaltung des Schülerwettbewerbs „Wer war Friedrich Engels?“ wurde vereinbart, den Dialog zwischen Politik und Kollegschüler*innen in Zukunft zu intensivieren – was sicherlich ganz im Sinne von Johannes Rau wäre.

Der Schülerwettbewerb „Wer war Friedrich Engels?“ war eine gemeinsame Aktion des Fördervereins Historisches Zentrum e.V., des Bergischen Journalistenvereins e.V. im Deutschen Journalistenverband NRW und des Historischen Zentrums Wuppertal. Gefördert wurde der Schülerwettbewerb durch die Johannes-Rau-Stiftung. 


Begleitband zum Kongress "Von Engels gelernt?" - Online-Buchvorstellung am 1. Juli

Für den 1. Juli 2021 ist um 19.00 Uhr - in Kooperation mit No10 Kultursalon Wichlinghausen - eine Online-Vorstellung des Begleitbandes zum Kongress "Von Engels gelernt?" (Öffnet in einem neuen Tab) mit Gespräch geplant. Klaus Heß führt ein in das Buch und stellt ausgewählte Beiträge im Originalvideoformat vor. Im Anschluss wird mit den Teilnehmer*innen über die wichtigsten Erkenntnisse diskutiert.

Das Buch "Nahua Script 19: Von Engels gelernt? Linke Utopien und emanzipatorische Praxis in Lateinamerika" (Öffnet in einem neuen Tab) enthält Beiträge der internationalen Konferenz, die am 10. und 11. September 2020 als Hybrid-Veranstaltung stattfand. Die Autor*innen fragen nach den Spuren von Engels in Lateinamerika, fragen nach der Theorie und Praxis des Sozialismus in unterschiedlichen Ländern, nach der Bedeutung für Partizipations- und Emanzipationsprozesse, nach möglichen Gründen für das wiederholte Scheitern sozialistischer Regierungen auf einem konfliktreichen Kontinent und nach den Perspektiven, die linke Utopien in Zeiten der COVID 19-Pandemie bieten.

Die Online-Buchvorstellung findet am 1. Juli 2021 um 19.00 Uhr via Zoom (Öffnet in einem neuen Tab) (Meeting-ID: 978 3839 0378; Passwort: 555733) statt, die Teilnahme ist kostenfrei.


Ausstellung „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und künstlerischer Aufbruch“: Ausstellung kann ab sofort wieder besucht werden - Termine für Online-Führungen im Juni

Update: Die Ausstellung „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und künstlerischer Aufbruch“ im Von der Heydt-Museum wurde bis zum 25. Juli 2021 verlängert.

Die Ausstellung „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und künstlerischer Aufbruch“ (Öffnet in einem neuen Tab), die aus Anlass des Engelsjahres in Wuppertal zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels entstanden ist, geht der Frage nach, wie sich die kulturellen und sozialen Aspekte der Industrialisierung in der Kunst vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart niedergeschlagen haben.

Besondere Aktionen am 22. Juli

Zum Ende der Ausstellung "Vision und Schrecken der Moderne - Industrie und künstlerischer Aufbruch" gibt es am Donnerstag, 22. Juli, noch zwei besondere Aktionen für die Besucher:

  • Die Klangarbeit, die der Wuppertaler Sounddesigner Charles Peterson für die Ausstellung konzipiert hat, erklingt von 18 bis 20 Uhr in den Räumen.
  • Außerdem führt Kuratorin Beate Eickhoff um 16.30 Uhr durch die Schau und erläutert das Konzept der Ausstellung, die aus Anlass des Engelsjahres in Wuppertal zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels entstanden ist und thematisiert, wie Künstler ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Auswirkungen von industrieller Revolution und Kapitalismus auf die Gesellschaft verarbeitet haben. 
    Kosten: 14 Euro (inkl. Eintritt)
    Anmeldung: im Online-Shop (Öffnet in einem neuen Tab) oder per Telefon 0202/563-6630

„Engels 2.0“-Film des TiC-Theaters kostenfrei ansehen

Zum Engelsjahr in Wuppertal präsentiert das TiC-Theater sein eigentlich als Revue geplantes Stück „Engels 2.0“ nun als Film – kostenfrei zu sehen auf der TiC-Homepage (Öffnet in einem neuen Tab). Die coronabedingte Umstellung wurde in Zusammenarbeit mit „Siegersbusch Film“ realisiert und mit teils prominenter Besetzung auf den Bildschirm gebracht: So gibt es in „Engels 2.0“ ein Wiedersehen mit den bekannten Wuppertaler Schauspielern Ingeborg Wolff und Thomas Gimbel. In Spielfilmlänge und in unterhaltsamer Weise werden hier die Person und die Ideen von Friedrich Engels im Hinblick auf seine Zeit und ihrer Bedeutung für Gegenwart und Zukunft von Ingeborg Wolff, Thomas Gimbel, Julia Meier, Jana Konietzki und Silvia Droste beleuchtet. Auch Willy Brandt mit der Stimme des Kabarettisten Thomas Freitag mischt sich ein. Was hat sich seither getan, wie haben sich die Zustände, die Engels in Wuppertal und Manchester anprangerte, in der heutigen Zeit verändert – oder eben auch nicht? „Engels 2.0“ überrascht mit ungewöhnlichem Format, mit Witz, Erkenntnissen und viel Musik in einer durchaus ungewöhnlichen Mischung aus Musikrevue, Sitcom und Bildungsfernsehen.

Siegersbusch Film erstellte die Aufnahmen mithilfe der Greenscreen-Technik, um einerseits möglichst großen Spielraum bei der Bildmontage zu haben, zum anderen konnten auf diese Weise alle Schauspieler*innen coronakonform einzeln aufgenommen werden. Die Ton- und Bildaufnahmen entstanden in Wuppertal, Leipzig und Hamburg.


Theaterstück "Ich kann des Nachts nicht schlafen vor lauter Ideen des Jahrhunderts" als Video

Das Theaterstück "Ich kann des Nachts nicht schlafen vor lauter Ideen des Jahrhunderts - Eine Engelsmaschine" von Torsten Krug ist ab sofort auf der Onlineplattform dringeblieben.de (Öffnet in einem neuen Tab) als Video on Demand zu sehen. Der Stream kostet fünf Euro.

Fast zwei Jahrzehnte, von 1850 bis 1869, lebt Friedrich Engels in Manchester ein Leben voller Widersprüche. Tagsüber »Baumwoll-Lord«, des Nachts revolutionärer Sozialist, wird er zum Mitbegründer einer Lehre, die seinen eigenen Klasseninteressen widerspricht. Um die kommunistische Sache voranzutreiben, unterstützt er Marx mit regelmäßigen Unterhaltszahlungen und steht ihm als Briefpartner mit Recherchen und Expertisen aus der kapitalistischen Praxis beim Schreiben zur Seite. Für Familie und Geschäftspartner muss er die Fassade des Besitzbürgers aufrecht erhalten. Als Bourgeois und Kapitalist mit repräsentativer Wohnung beteiligt er sich an der Fuchsjagd, privat unterhält er als Liebhaber der irischen Arbeiterinnen Mary und Lizzie Burns eine geheime Zweitwohnung.

"Die Engelsmaschine" macht die Parallelwelten und seine Verwandlungen zum Thema – wie auch den "ersten Klassengegensatz, der in der Geschichte auftritt": "den Antagonismus von Mann und Weib". Eine Frau von heute taucht ein in die Gedankenwelt von Friedrich Engels, die viel über unsere moderne Welt zu erzählen hat. Umgeben von Technik und Kameras, geht Engels auf Sendung, mit allen Widersprüchen.

Eine Produktion der börse zum Engelsjahr 2020/21. Mit freundlicher Unterstützung der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, des Kulturbüros der Stadt Wuppertal, von Christian Baierl. In Kooperation mit der GEDOK Wuppertal und INSEL e.V.

Mit: Julia Wolff
Buch und Regie: Torsten Krug
Bühne und Kostüme: Manfred Marczewski
Live-Kamera: Laura-Alina Blüming


Filmvorführungen "Oh Karl" am 4. Juni 2021

Am Freitag, 4. Juni 2021, folgt um 19.30 Uhr in Insel - ADA oben (Wiesenstraße 6, 42105 Wuppertal) eine weitere Filmvorführung von "Oh Karl". Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zum Austausch mit den Filmemachern, Gesprächsgast für die Podiums- und Publikumsdiskussion ist Yazgülü Zeybek (Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen in Wuppertal). Der Eintritt ist kostenfrei, jedoch ist eine Onlineanmeldung über Wuppertal Live (Öffnet in einem neuen Tab) notwendig.

Der Klimawandel und die Zerstörung der Umwelt, als Folge des Massenkonsums, ist in aller Munde und nicht mehr zu verleugnen. "Oh Karl" (Buch und Regie: Frank N) setzt sich künstlerisch mit diesem Thema auseinander. Zu hören ist ein in einem fiktiven Selbstgespräch mit seinem Weggefährten Karl Marx versunkener Friedrich Engels, der sowohl über die Vergangenheit, als auch über die Zukunft sinniert und philosophiert. Währenddessen wird der Zuschauer dazu angehalten, in einem meditativen Bilderfluss – unterstrichen von der Musik von Charles Petersohn – abzutauchen, um sich eigenen Gedanken zum Thema hingeben zu können.


Engels2020 auf YouTube

Erst Facebook und Instagram, nun auch auf der bekanntesten Videoplattform: Engels2020 ist ab sofort auf YouTube (Öffnet in einem neuen Tab) vertreten.

Auf dem frisch erstellten YouTube-Kanal befinden sich aktuell vier Videos: Der Engels2020-Trailer mit ersten Einblicken ins das facettenreiche Veranstaltungsjahr, die eindrucksvolle Lesung des Wuppertaler Schauspielers Olaf Reitz aus dem „Manifest der kommunistischen Partei“ auf der Bühne des Opernhauses sowie die Video-Botschaft von Oberbürgermeister Uwe Schneidewind zu Friedrich Engels‘ 200. Geburtstag am 28. November 2020. Das digitale Angebot wird durch einen virtuellen Spaziergang durch das frisch sanierte Engels-Haus ergänzt. In den kommenden Wochen folgen weitere Videos auf dem YouTube-Kanal. 


Lkw-Modellauto mit Motiven aus dem Engelsjahr

Ein Lkw-Modellauto mit Motiven aus dem Engelsjahr: Diese Sonderedition der Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal/Solingen/Remscheid wurde kurz vor Weihnachten fertiggestellt. Nun übergab Uwe Kleist, Serviceleiter der Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal, eines der Sondermodelle an Engels2020-Projektgeschäftsführer Christoph Grothe.

Historische Portraits sind ebenso auf dem Modell zu finden wie die spektakuläre Lichtshow zur Auftaktveranstaltung des Engelsjahres und viele weitere Motive. Die Mercedes-Benz Niederlassung Wuppertal/Solingen/Remscheid gibt seit rund 20 Jahren wechselnde Sondermodelle heraus, deren Verkaufserlös zur Unterstützung lokaler Projekte gespendet wird. Das aktuelle Sondermodell kostet 64,95 Euro und ist zurzeit nur im Online-Shop von Mercedes-Benz (Öffnet in einem neuen Tab) erhältlich, da die Verkaufsstellen in Wuppertal (Varresbecker Straße 123), Remscheid (Ueberfelder Straße 23-25) und Solingen (Schlagbaumer Straße 109) aufgrund der aktuellen Corona-Situation geschlossen sind.  


"Engels Weltbild": Dokumentarfilm über die drei Engels-Wandbilder im Wuppertaler Stadtgebiet

Eine Reihe von drei großen Häuserfassaden wurden von den beiden Künstler Martin Heuwold und Kolja Kunstreich gestaltet, um öffentliches Interesse bei Jung und Alt zu wecken. Dadurch soll sich der Betrachter erstmals oder erneut mit Engels beschäftigen.

In der Doku "Engels Weltbild" erläutern Heuwold und Kunstreich die Idee hinter ihrem Projekt, auch andere Beteiligte kommen zu Wort. 


Neue neolith-Ausgabe mit Engels-Schwerpunkt

Die neue Ausgabe des neolith-Magazins - eine Zeitschrift für neue Literatur an der Bergischen Universität - zum Thema „Fortschritt“ ist ab jetzt erhältlich. Diese Ausgabe ist Friedrich Engels gewidmet und enthält Dramen, Kurzgeschichten, Lyrik sowie Essays von 24 Autor*innen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Das Magazin kostet drei Euro und ist im lokalen Buchhandel in Wuppertal oder online unter www.neolith-magazin.de (Öffnet in einem neuen Tab) erhältlich. 

Um den 200. Geburtstag von Friedrich Engels literarisch zu begehen, entschied sich die Redaktion des Magazins für das Thema „Fortschritt“. „Einerseits als Anerkennung des Strebens nach einer besseren Welt, wie es nicht zuletzt Friedrich Engels auszeichnete, andererseits aber auch als Einladung zur kritischen Befragung eines allzu voranstürmenden und selbstgewissen Fortschrittglaubens“, so Dr. Matthias Rürup, Wissenschaftler am Institut für Bildungsforschung und einer der Herausgeber. 

Die Literaturzeitschrift neolith wird durch eine vorwiegend studentische Redaktion in Eigenarbeit gestaltet. Zur Veröffentlichung ihres Heftes plant die Redaktion eine Online-Release-Lesung mit zwölf Autorinnen und Autoren aus ganz Deutschland: Am Samstag, 9. Januar 2021, um 17 Uhr feiert das einstündige Video auf dem YouTube-Kanal des Magazins (Öffnet in einem neuen Tab) Premiere. Einen ersten Einblick gibt es hier:

Release-Lesung neolith #5 "Fortschritt"

Dokumentarfilm "Arbeitswelten" in voller Länge

28 junge Menschen erarbeiteten im Engelsjahr 2020 mit professioneller filmischer Unterstützung in einem Dokumentarfilm das Thema Arbeit. Für den Film wurden Menschen aus Wuppertal mit verschiedenen Berufen und in unterschiedlichen Lebensphasen porträtiert. Junge Menschen wurden bei ihrem Einstieg in den Beruf begleitet, ältere Menschen bei ihrem Ausstieg vor der Rente. Nun ist der Film in voller Länge auf der Video-Plattform YouTube zu sehen.

Die Berufsporträts gehen quer durch den Arbeitsmarkt: Von Arbeiter* innen über Angestellte bis hin zu Selbstständigen, mit verschiedensten Einkommensverhältnissen. Sie zeigen die Diversität des Arbeitsmarkts auch anhand von Menschen mit Behinderung und Arbeitslosen.

Dokumentarfilm "Arbeitswelten"

Internationale Auseinandersetzung mit Friedrich Engels

Auch in Mexiko setzt man sich aktuell mit Friedrich Engels auseinander: Bei dem von Peter Krieger koordinierten Engels-Projekt an der mexikanischen Nationaluniversität wird die von Engels veröffentlichte epochale Schrift "Zur Lage der arbeitenden Klasse in England" behandelt und mit einem wissenschaftlichen Kolloquium zum Thema "Engels200: Bilder des urbanen Elends. Zur Politischen Ikonografie der Lage der arbeitenden Klasse in England" zelebriert. Das auf Spanisch abgehaltene Kolloquium wurde aufgezeichnet und ist auf dem YouTube-Kanal des Instituto de Investigaciones Estéticas der UNAM (Öffnet in einem neuen Tab) abrufbar.

Bei der Auseinandersetzung mit Engels Schrift besteht das Forschungsinteresse darin, die Bilder des Wohnungselends zu untersuchen. Engels schrieb einen stadtsoziologischen Klassiker, der allerdings nur spärlich bebildert war. Welche Bildmuster sind auf den zahlreichen Slum-Fotos in Geschichte und Gegenwart zu erkennen? Das Projekt behandelt auch die Aktualität von Engels Studie: Etwa 1/3 der Weltbevölkerung lebt gegenwärtig in Slums, unter katastrophalen hygienischen und urbanen Bedingungen. 

Hier setzt das Kolloquium an: "Engels200: Bilder des urbanen Elends. Zur Politischen Ikonografie der Lage der arbeitenden Klasse in England" analysiert und reanimiert die konzeptuelle Erbschaft von Friedrich Engels an seinem 200. Geburtstag mit einem innovativen wissenschaftlichen Fokus. Von den analytischen Kategorien des Buches angeregt, erkunden die Referenten des Kolloquiums verschiedene Arten von Bildern als Quelle der Stadt- und Sozialkritik, in Geschichte und Gegenwart.

Hier ist das auf Spanisch abgehaltene Kolloquium - aufgeteilt in drei Teile - abrufbar:

Engels200: Bilder des urbanen Elends. Zur Politischen Ikonografie der Lage der arbeitenden Klasse in England - Teil 1
Engels200: Bilder des urbanen Elends. Zur Politischen Ikonografie der Lage der arbeitenden Klasse in England - Teil 2
Engels200: Bilder des urbanen Elends. Zur Politischen Ikonografie der Lage der arbeitenden Klasse in England - Teil 3

Veranstaltung "Engels neu denken" verpasst? Podcast zum Nachhören

Für alle, die die "Engels neu denken"-Veranstaltung "Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften" am 7. Oktober 2020 im Knipex-Forum verpasst oder keine Karten mehr bekommen haben: Der Vortrags- und Diskussionsabend steht nun als Podcast zum DownloadMPEG-Datei126,48 MB zur Verfügung. 

Bei der Veranstaltung "Unternehmertum und gemeinschaftsorientiertes Wirtschaften" wurde über die zunehmenden soziale Verwerfungen, ökologischen Zerstörungen und der daraus resultierenden gesellschaftlichen Verantwortung diskutiert. Dr. Burghard Flieger (Freiburg), Prof. Dr. Reinhard Pfriem (Essen-Kettwig) und Ralf Putsch (Geschäftsführer der Firma Knipex, Wuppertal) fragten sich: Wie sieht die Zukunft des Unternehmertums aus? Moderator war Prof. Dr. Lutz Becker, anschließend gab es eine Diskussion mit dem Publikum.


Umfangreiche Restaurierungsarbeiten im Engels-Haus sind abgeschlossen

Es ist eines der wichtigsten Gebäude der Stadt Wuppertal: Nach über 2,5 Jahren sind die umfangreichen Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten im und am denkmalgeschützten Engels-Haus abgeschlossen. In den kommenden Wochen wird die neu konzipierte Dauerausstellung installiert. Pünktlich zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels am 28. November 2020 wird das Gebäude wiedereröffnet. Der Termin gehört zu den großen Highlights des Engelsjahres. 

Im Jahr 2017 wurde eine umfangreiche Bauforschung durchgeführt – die erste in Wuppertal überhaupt. Dabei begutachteten Restauratoren Stein und Raumfassung (Putz und Stuck), Holz (Fachwerk, Fenster, Treppen), Tapeten sowie Metall (Geländer und Gitter). In Zusammenarbeit mit den Restauratoren, der Unteren Denkmalbehörde und dem Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) erstellte das auf Denkmalschutz spezialisierte Architekturbüro Hebgen ein ausführliches Gutachten über das in Fachwerkbauweise mit Lehmausfachungen und Lehmputz errichtete und mit Schiefer verkleidete Haus.

Wertvolle Tapete im Musikzimmer freigelegt 

Seit 2018 liefen umfangreiche Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im und am Gebäude – durchgeführt von Betrieben, die noch die entsprechenden traditionellen Handwerkstechniken beherrschen: Dach und Fassaden wurden neu verschiefert; Fenster und Fensterläden wurden restauriert; historische Holzbauteile wie Türblätter und -zargen, Fußleisten und Treppe wurden neu aufgearbeitet; Natursteinsockel und Gewölbe des Gebäudes wurden gereinigt und mit einer Schutzschicht versehen. Das Parkett wurde Stück für Stück nummeriert, aufgenommen, aufbereitet und wieder eingesetzt. Selbst als die Arbeiten schon in vollem Gange waren, hielt das Engels-Haus noch positive Überraschungen parat: So wurde zum Beispiel während der großflächigen Abtragung von Schichten im Musikzimmer im Erdgeschoss eine dort nicht vermutete wertvolle Tapete freigelegt, die nun mit einer Schutzschicht versehen und zu einem kleinen Teil zu sehen ist. 

Am 28. November 2020 wird das Engels-Haus als Museumsstandort wiedereröffnet und dann als ein Standort des Museum Industriekultur Wuppertal weiterhin den Namen Engels-Haus tragen. „In der neu konzipierten Dauerausstellung wird Leben und Werk des berühmtesten Sohns Wuppertals gezeigt und ein faszinierender Einblick in die bürgerliche Alltagskultur der pietistischen Unternehmerfamilie Engels gegeben. Besonders bemerkenswert sind hier das Musikzimmer der Familie Engels mit aufwendigen Stuckarbeiten sowie das repräsentative Tapetenzimmer. Neben der (Bau-)Geschichte des Gebäudes werden in Zukunft im Engels-Haus auch authentische Möbel wie zu Lebzeiten Engels‘ zu sehen sein. 


Engels2020-Kuratoren verabschieden sich nach zweieinhalb Jahren Planungsarbeit

Zweieinhalb Jahre lang haben Rainer Lucas (vorher Projektmanager im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) und Marketing-Mann Hans-Dieter Westhoff die Planungen des Engelsjahres begleitet. Am 31. März 2020 endete für die beiden Experten ihre Aufgabe als Kuratoren. Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie musste ihre offizielle Verabschiedung auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

„Ich bedanke mich bei Herrn Lucas und bei Herrn Westhoff ganz herzlich für ihr großartiges Engagement: Ohne sie wäre solch ein abwechslungsreiches Programm nicht möglich gewesen. Als Kuratoren haben sie es geschafft, für das Engelsjahr neben den Wuppertaler Bühnen, der Bergischen Universität Wuppertal und dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie ebenso Wuppertals lebendige freie Kulturszene sowie viele andere Akteure zusammenzubringen“, lobt Oberbürgermeister Andreas Mucke die Arbeit der beiden Engels2020-Kuratoren.

„Bei der Zusammenstellung des Engels2020-Programmes stand im Fokus, möglichst viele Ansatzpunkte für eine Auseinandersetzung mit Engels zu finden und dabei Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Dadurch können Wuppertalerinnen und Wuppertaler eine eigene Sicht auf Engels entwickeln. Ich denke, das ist Herrn Lucas und Herrn Westhoff mit den zahlreichen Veranstaltungsformaten gelungen“, ergänzt Kulturdezernent Matthias Nocke.

In ihrer Funktion als Kuratoren waren Lucas und Westhoff seit Ende 2017 Impulsgeber, Koordinatoren und Ansprechpartner für Engels2020-Akteure. Die Beiden kennen sich aus jahrelanger Zusammenarbeit bei verschiedenen Projekten. 


Street Bingo: Interaktive Straßenrallye durch Friedrich Engels´ Elberfeld

Wer war Friedrich Engels? Welche Spuren haben seine Ideen hinterlassen und spielen diese noch eine Rolle für den Alltag und unser Zusammenleben in Wuppertal? Was ist heute noch in unserer Stadt zu finden von Engels und den bewegten Zeiten, die ihn geprägt haben? All diese und viele weitere Fragen werden beim Street Bingo „Klassenkampf – wem gehört die Stadt?!“ beantwortet. Hierbei handelt es sich um eine interaktive Straßenrallye unter freiem Himmel quer durch Wuppertal, bei der verschiedene Missionen und Aufgaben entlang einer Straßenkarte erfüllt und somit Punkte fürs Team gesammelt werden. Das Street Bingo ist für Spieler ab 12 Jahren geeignet und kann ab 17. Juli 2020 kostenlos für individuelle Gruppengrößen gebucht werden. 


Olaf Reitz liest aus dem „Manifest der kommunistischen Partei“

Auch Olaf Reitz - Schauspieler, Sprecher und Theatermacher aus Wuppertal - beteiligt sich mit einer Aktion am Engelsjahr 2020: Er liest aus dem "Manifest der kommunistischen Partei". Die Lesung auf der Bühne des Opernhauses wurde aufgezeichnet, das Video feierte am 15. Juli 2020 um 20.15 Uhr auf der Plattform Stew.one (Öffnet in einem neuen Tab) seine Premiere. Die Lesung in voller Länge gibt es ausschließlich auf der Engels2020-Homepage:

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Lesung bietet dieser Teaser:


Ab sofort im Handel: Historien-Comic über Friedrich Engels

Friedrich Engels als Comic-Figur: Die Graphic Novel „Engels – Unternehmer und Revolutionär“ schildert das Leben des Sozialisten und Unternehmers. Engels wird in dem biografischen Historien-Comic mit all seinen Widersprüchen als Persönlichkeit, Vordenker und Kind seiner Zeit gezeigt. 

In dem im Wuppertaler Verlag Edition 52 erschienenen Buch werden die Folgen Engels‘ Philosophie und seine heute noch aktuellen Prinzipien von Ausbeutung und Klassenkampf thematisiert. Die Leser der Graphic Novel „Engels – Unternehmer und Revolutionär“ begleiten Engels durch die sozialen und politischen Brennpunkte seiner Zeit und durch sein Leben.


Engels2020: Friedrich Engels ist Tag und Nacht bei seiner Revolutionsseelsorge telefonisch erreichbar

Bei Anruf Engels: Ein Telefongespräch mit Friedrich Engels, ganz egal zu welcher Uhrzeit und von welchem Ort aus – möglich wird dies dank des Kunstprojektes „Engels-Hotline“ von Maik Ollhoff und Rasmus Zschoch. Trotz Kontaktverbot in Corona-Zeiten: Die Telefonnummer ist auch jetzt voll funktionsfähig. Die Hotline ist während des gesamten Engelsjahres unter der Nummer 0202 / 25 18 58 18 erreichbar, ab 1. Mai ist auch die telefonische Revolutionsseelsorge freigeschaltet.


Wuppertaler Stadtwerke lassen Friedrich Engels leuchten und schweben

Von den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) wird der berühmteste Sohn der Stadt bei der Auftaktveranstaltung am 15. Februar spektakulär in Szene gesetzt – mit einer Lichtkunstschau am Engelsgarten. Zudem zieren Engels-Portraits die Schwebebahn, den Wasserturm Lichtscheid und Fahrzeuge der AWG-Müllabfuhr.

Dank der WSW und der städtischen Entsorgungsunternehmen Abfallwirtschaftsgesellschaft mbH Wuppertal (AWG) ist Friedrich Engels im Jubiläums-Jahr somit im ganzen Stadtgebiet präsent.

AnsprechpartnerInnen

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Siegersbusch
  • © Stadt Wuppertal | Medienzentrum
  • Stadt Wuppertal
  • Stefanie vom Stein, Medienzentrum Stadt Wuppertal
  • Gregor Eisenmann
  • Anna Schwartz
  • Christoph Grothe
  • Christoph Grothe
  • Christoph Grothe
  • Thomas Seibel
  • Von der Heydt-Museum
  • TiC-Theater
  • Laura-Alina Blüming
  • Frank N
  • Christoph Grothe
  • Mercedes-Benz
  • Mercedes-Benz
  • Matthias Rürup
  • Christoph Grothe
  • Christoph Grothe
  • Christoph Grothe
  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal
  • Edition 52
  • Rebecca Hötten-Löns
  • Wuppertaler Stadtwerke
Seite teilen