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Europa

Die Stadt Wuppertal geht neue Wege: Pioniere in Dongguang/ China

"Wuppertal hat ein großes Interesse daran, den Austausch zwischen Wuppertal und China zu intensivieren", erklärt Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig. Deshalb werden fünf Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung in Kürze für sechs Wochen nach China, in die Stadt Dongguan (10,6 Mio. Einwohner) fahren.

Sie sollen dort Kontakte knüpfen, die Ausstellung "Ein Tag in Deutschland" vorbereiten und nach ihrer Rückkehr für hiesige Firmen, die in China Fuß fassen möchten, als Ansprechpartner fungieren. Geplant sind ein chinesischer Gegenbesuch und eine offizielle Delegationsreise von Wuppertal nach China.

Das sind die Pioniere: Ute Bücker (106), Ingrid Thöle (105), Oliver Reckien (004), Maximilian Rahr (Jobcenter) und Norbert Knutzen (GB 2.2, fehlt auf dem Foto)

Und bei allen steigt das Reisefieber. Schon vor eineinhalb Jahren hatten sie sich für den Austausch beworben und waren in der Zeit, auch Freizeit, nicht untätig: "Wir haben einen Sprachkurs absolviert und auch in einem Seminar die chinesischen Umgangsformen gelernt", berichtet Maximilian Rahr. Das ist wichtig, denn die fünf Kolleginnen und Kollegen repräsentieren schließlich die Stadt Wuppertal. Die Unterschiede zu den deutschen Knigge-Regeln sind groß, wie Ute Bücker nach der Vorbereitung weiß: "Ein fester Händedruck etwa ist unüblich, langer Blickkontakt, der bei uns Aufmerksamkeit signalisiert, sollte bei den Chinesen vermieden werden."

Auch bei den Reisevorbereitungen zeigt sich die chinesische Mentalität, denn eine Unterkunft ist noch nicht gebucht. Für die fünf Reisenden sind es "nur" zwei Wochen bis zum Abflug. Für die Chinesen sind es "noch" zwei Wochen. Norbert Knutzen, Oliver Reckien und Ute Bücker machen am 21. September den Anfang, bleiben bis zum 7. November. Am 2. November reisen Maximilian Rahr und Ingrid Thöle nach, haben ein paar gemeinsame Tage für eine Übergabe und bleiben bis zum 13. Dezember.

"Wir werden in den entsprechenden Fachämtern in der Stadtverwaltung in Dongguan hospitieren", erklärt Ingrid Thöle, die sich das chinesische Bauordnungsrecht genauer anschauen wird. "Dann verstehe ich auch, warum manches in China schneller oder langsamer geht, Baugenehmigungsverfahren besser oder schlechter sind als bei uns und kann deutsche Bauherren beraten."

"Wir wollen ein Strukturverständnis bekommen, uns aus erster Hand informieren und mit vielen Menschen sprechen", erklärt Oliver Reckien das vorrangige Ziel der Wuppertal -Botschafter. Die Visitenkarten sind gedruckt - zweisprachig natürlich.

Die Vorbereitungen sind getroffen. Doch der internationale Austausch verlangt nicht nur den Reisenden einiges ab. Denn die hiesigen Kolleginnen und Kollegen müssen sie während ihrer Abwesenheit am Arbeitsplatz vertreten. Johr Zhou vom China Competence Center bei der Wirtschaftsförderung, betont die Wichtigkeit des Projektes: "Das ist ein bundesweit einmaliger Austausch zwischen Verwaltungen und ich erhoffe mir sehr viel davon!"

In einem eigenen Blog werden die fünf ihre Erfahrungen veröffentlichen. Wir werden dies natürlich im Intranet auch verfolgen und die Internetadresse rechtzeitig bekanntgeben!

Wir wünschen allen eine gute Reise mit vielen, vielen Eindrücken und Erkenntnissen!

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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