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Geboren in Wuppertal

Wer ist eigentlich der Nikolaus?

Jahr für Jahr stellen Kinder und Erwachsene am Vorabend des 6. Dezember ihre Stiefel vor die Haustüre und freuen sich am Morgen des Nikolaus-Tages über die Geschenke, die der Heilige Nikolaus dem Brauch nach gebracht haben soll. Aber wer ist eigentlich dieser Heilige Nikolaus?

Heute wissen wir, dass die Figur des Heiligen Nikolaus eine Art Mischung aus zwei historischen Personen gewesen sein muss. Dem Bischof von Myra, der Hauptstadt der Provinz Lykien in der heutigen Türkei, der im 4. Jahrhundert gelebt hat und der Legende nach am 6. Dezember 352 in Myra starb und dem gleichnamigen Abt von Sion. Der Abt war Bischof von Pinora (Provinz Lykien) und starb am 10. Dezember 564 in Lykien.

Die Legenden über den Hl. Nikolaus sind zahlreich und heute ist der Heilige Bischof Nikolaus nicht nur eine Symbolfigur von christlichen Werten, sondern auch Patron und Beschützer der Kinder, Jugendlichen, Seefahrer und Kaufleute.

Der Nikolaus ist an seinem Bischofsstab, der Mitra (Kopfbedeckung), dem Bischofsring und dem Brustkreuz zu erkennen. Er unterscheidet sich hierdurch vom rotgekleideten, übergewichtigen, älteren Mann mit Bart, der als Leitfigur der Coca-Cola-Werbung die Welt eroberte, den aber keine Legenden umgeben. Die zahlreichen Legenden um den Hl. Nikolaus ermöglichen auf vielen Ebenen die Weitergabe des Brauchtums am Nikolaustag. Eine Geschichte über den Hl. Nikolaus möchte ich Ihnen hier erzählen:

Eine Geschichte über den Heiligen Nikolaus

Nach dem frühen Tod seiner Eltern erbte der junge Nikolaus großen Reichtum. Gold, Silber, Edelsteine, Schlösser, Paläste und Ländereien mit Tieren und auch viele Untertanen, die sich um ihn kümmerten. Nikolaus konnte sich über seinen Reichtum jedoch nicht freuen, er wollte von all dem nichts wissen. Er fühlte sich alleine und wusste nicht was er mit dem Reichtum anfangen sollte. Er war sehr traurig. Bis er sich in seiner Traurigkeit eines Tages zu den Tieren in den Stall legte und einen Tonkrug zerbrach in dem viele Schriftrollen lagen.

Nikolaus nahm eine Schriftrolle und begann zu lesen:

Jesus sprach zu einem reichen Jüngling: "Willst du mir angehören, so verschenke alles was dir gehört an die Armen". Über diese Worte hatte Nikolaus oft nachgedacht. Nun ließen sie ihn nicht mehr los. Gleiche ich nicht dem reichen Mann in der Geschichte, dachte sich Nikolaus. Schön bin ich gekleidet und habe immer ausreichend zu Essen. Das Leid der Bettler draußen beim Stadttor nehme ich mit meinen Augen nicht wahr. Morgen werde ich mein Leben ändern. Am Stadttor fand er die Ärmsten der Stadt, zerlumpt, krank und elend. Er löste seine schwere Goldkette vom Hals, zog sich den Ring vom Finger und gab ihnen den wertvollen Schmuck. Nikolaus wurde warm ums Herz und war fröhlich. Glücklich ging er nach Hause. Er war nun wieder fröhlich.

Am nächsten Tag rief Nikolaus einen seiner Diener und befahl ihm das Geld und das Gut an die Armen zu verteilen. Seinem Hofschneider gab er die Aufgabe, auf seine Kleider große Taschen aufzunähen. Diese füllte er am Abend mit Essbarem wie z.B. mit Nüssen und Äpfeln (was damals sehr wertvolle Lebensmittel waren) ging durch die Straßen der Stadt und verteilte es an die Armen. So beschenkte Nikolaus regelmäßig die Armen der Stadt und vorbei war seine lang andauernde Traurigkeit. Wo er Not und Elend sah, gab er mit vollen Händen und dies machte er stets heimlich am Abend oder in der Nacht. Auch als er später zum Bischof von Myra ernannt wurde, blieb sein Blick für die Armen, die Kinder, die Seefahrer und die Kaufleute offen…

und hierzu gibt es andere Geschichten und Legenden zum Heiligen Nikolaus.

Bischof Nikolaus starb am 6. Dezember 352.

Der Nikolaustag wird noch heute zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert und kündigt als Vorbote das Weihnachtsfest an.

 

Dieser Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Katholischen Familienbildungsstätte Wuppertal geschrieben.

Katholische Familienbildungsstätte Wuppertal

Bernhard-Letterhaus-Straße 8

42275 Wuppertal

 

 

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