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Geboren in Wuppertal

Weihnachten in Russland

Weihnachten so wie wir es kennen gibt es in Russland nicht.

Im Zuge der antireligiösen Haltung der sowjetischen Regierung wurde Weihnachten 1925 wie viele andere religiöse Feste verboten. 1935 wurde das Silvesterfest zu einem besonderen Familienfest, das bis heute in allen Familien mit vielen Traditionen gefeiert wird. Das religiöse Fest zu Weihnachten blieb weiterhin verboten. Erst seit 1991 wurde der 7. Januar für das Weihnachtsfest ein offizieller Feiertag in Russland und wird entsprechend gefeiert. Der „ Heilig Abend“ ist dann der Abend des 6.Januar. Er trägt den Namen “Solchelnik“. Schlägt es Mitternacht die Glocken, endet die vierzig tägige Fastenzeit für die strenggläubigen russisch orthodoxen Christen. Am 7. Januar feiern sie dann den „Tag der Erscheinung des Herrn“. Sie feiern nicht die Geburt Jesu, sondern die theologische Bedeutung des christlichen Glaubens, dass Gott Mensch geworden ist. Das Wichtigste ist an diesem Tag der festliche Gottesdienst, der sich über mehrere Stunden hinziehen kann.

Das gegenseitige Beschenken findet nicht am 7. Januar statt sondern bereits eine Woche vorher zu Silvester. Weihnachtsbäume werden dazu am 30. oder 31.Dezember aufgestellt und festlich geschmückt. Silvester ist ein Festtag der Familien, zu dem alle Familienmitglieder zu einem Festessen zusammen kommen und sich zusammen spät abends das Feuerwerk ansehen. Silvester verkleiden sich die Kinder als Kaninchen, Schneemädchen oder Schneeflocke. Sie warten mit großer Erwartung und Freude auf Väterchen Frost. In Russland ist der Gabenbringer Väterchen Frost mit seiner Enkelin „Snegurotschka“(d.h. Schneeflöckchen bzw. Schneemädchen)

Väterchen Frost sieht unserem Weihnachtsmann mit seinem langen weißen Bart und seinem roten Mantel, silbrigen Stickereien und weißen Pelzkragen sehr ähnlich. In seiner Hand hält er ein Zepter, einen Eiszapfen, an dessen Spitze er alles zu Eis gefrieren lassen kann.(eine Märchenfigur). Begleitet wird Väterchen Frost, wie zuvor erwähnt, von seiner Enkelin „Snegurotschka“. Sie hilft Väterchen Frost, die Geschenke zu verteilen. Beide kommen aus dem Wald, der russischen Taiga, wo sie mit den Tieren zusammenleben. Snegurotschka ist auch eine Märchengestalt. Sie trägt meistens einen blauen Mantel und hat eine Krone oder verzierte Mütze auf.

Wenn Väterchen Frost mit seiner Enkelin „Snegurotschka“ vom eisigen Nordpol auf einem vollbeladenen Weihnachtsschlitten angereist kommen, gezogen von einem Pferdegespann, dann sind alle begeistert und jubeln ihnen zu. Sobald der Schlitten zum Stehen kommt, rufen alle dreimal hintereinander Väterchen Frost und als Antwort stampft Väterchen Frost dreimal mit seinem riesigen Eiszapfen auf den Boden auf. So ist das Ritual und dann wird ausgiebig in den Familien mit einem großen Festessen gefeiert. Die Geschenke gibt es erst am nächsten Morgen, die Väterchen Frost und seine Enkelin nachts in die Häuser unter die Weihnachtsbäume gelegt haben. Bevor die Kinder die Geschenke auspacken, verkleiden sie sich als Schneehase, Schneeflocke, tragen ihre Gedichte vor und tanzen um den Weihnachtsbaum herum.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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