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Gebäudemanagement Bauprojekte (Brunnen und Denkmäler)

Weyerbuschweg 1a – Weyerbuschturm

Sanierung

Der 1898 auf der höchsten Stelle des Nützenberges in der dortigen Parkanlage errichtete Weyerbuschturm wird komplett und denkmalgerecht saniert – von der Sandstein-Außentreppe bis hoch zur Turmspitze. Ziel ist es, das Wahrzeichen aus Grauwacke und Basaltlavastein für kommende Generationen zu erhalten und der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

Im Oktober 2024 wurde zunächst die Wetterfahne mit dem Stadtwappen, die dem markanten Bauwerk zu seiner Höhe von 35 Metern verhilft, mit einem Kram vom Turmhelm geholt, um sie zu begutachten und auf ihre Restaurierung vorzubereiten. Anschließend machte der Dachdecker, der den Turmhelm provisorisch abdichtete, nach Absprache mit einem Artenschutzgutachter und der Unteren Naturschutzbehörde vorsichtig Löcher in die Dächer der Balkoneinhausungen. So sollten die dort beobachteten Fledermäuse, die empfindlich auf Veränderungen in ihrem Quartier reagieren, dazu gebracht werden, sich einen neuen Unterschlupf zu suchen.

Die Gerüstplanung für die Turmsanierung verzögerte sich, weil die Maßnahmen zur statischen Ertüchtigung des Bauwerks aufwendiger und umfangreicher wurden als angenommen. Denn das obere Drittel des Turmes ruht auf einem korrodierten Stahlträger, der entfernt werden muss. Für die Berechnung, wie die Lasten aus diesem Turmteil sicher über ein Gerüst abgefangen werden können, benötigte das beauftragte Fachbüro wesentlich mehr Zeit als zugesagt. Zudem lag der letztendlich vorgelegte Vorschlag eines Schwerlastgerüstes so beträchtlich über den vorgesehenen Kosten, dass – in Abstimmung mit dem Denkmalschutz – noch einmal komplett umgeplant werden musste. Um die Stabilität des Turms während der Bauarbeiten zu gewährleisten, werden dessen Lasten nun über einen großen Stahlrahmen abgefangen. Um diesen zu verankern, waren Kernbohrungen im historischen Mauerwerk erforderlich.

Erst nachdem das Gerüst schließlich im August 2025 errichtet wurde, konnten weitere Bauteilöffnungen und -untersuchungen durchgeführt werden. So wurden die 1945 nachträglich erstellten Einhausungen der ursprünglich offenen Balkone abgebrochen, wodurch die historischen Natursteinbrüstungen des Freigeschosses wieder freigelegt wurden.

Es zeigte sich, dass der Sanierungsaufwand an mehreren Stellen deutlich größer ist als vermutet. Insbesondere im oberen Turmbereich wurden Schäden am Naturstein sowie an tragenden Bauteilen festgestellt. Die historischen Geländer und Stahlteile weisen ebenfalls starke Korrosionsschäden auf. Außerdem wurden bei früheren Reparaturen des Mauerwerks teilweise ungeeignete Materialien wie Silikon und Glaswolle in den Fugen verwendet. Diese mussten aufwendig entfernt werden, um das historische Mauerwerk dauerhaft zu schützen. Auch die Stahlträger im Bereich des Freigeschosses sind stärker beschädigt als zunächst erkennbar. Da die Decke nicht mehr ausreichend tragfähig ist, wird die Deckenkonstruktion dort vollständig erneuert. Wenn die Naturstein-, Dachdeckungs-, Dachabdichtungs- und Klempnerarbeiten abgeschlossen sind, wird das Gerüst zurückgebaut und das Gelände wiederhergestellt. Mit dem Abschluss der Gesamtmaßnahme wird für Juli 2027 gerechnet.

Durch die zusätzlichen Restaurierungs- und Sicherungsarbeiten erhöhen sich die Gesamtkosten der komplexen Baumaßnahme voraussichtlich auf rund 1,9 Millionen Euro. Damit liegen sie deutlich über den Fördermitteln, die aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie aus dem Denkmalförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen bewilligt wurden. Die Differenz zwischen Fördermitteln und Gesamtkosten bestreitet das Gebäudemanagement der Stadt Wuppertal (GMW) aus Bauunterhaltungsmitteln. GMW-Betriebsleiterin Mirja Montag: „Wir haben uns trotz der angespannten Haushaltslage dazu entschieden, weil wir jetzt handeln müssen, wenn wir den weiteren Verfall dieses markanten Wuppertaler Bauwerks verhindern wollen.“ Bemühungen um weitere Fördermittel laufen.

Herr Michael Thiede
Portfoliomanager*in

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