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Gebäudemanagement Bauprojekte (Sport- und Freizeitstätten)

Mählersbeck – Freibad

Seit dem 4. Mai 2026 präsentiert sich der Öffentlichkeit an der Mählersbeck das einzige städtische Freibad komplett neu gebaut auf einem völlig neu gestalteten, barrierefreien Gelände. Die vor mehr als 100 Jahren erstmals eröffnete und von den Wuppertaler*innen liebevoll „Mäh“ genannte Sport- und Freizeitstätte bietet nun modernste Technik und vielfältige Sportmöglichkeiten für bis zu 3000 Besucher*innen täglich.

Das rund 800 Quadratmeter große Kombibecken verfügt über sechs 50-Meter-Bahnen, Startblöcke und einen sanften Einstieg mit 1,35 Meter Tiefe im Nichtschwimmerbereich. Außerdem wurde das Bad mit einem Erlebnisbecken und einem großflächig mit Sonnenschirmen geschützten Wasserspielplatz ausgestattet. Zur Saison 2027 wird auch noch eine Felsenrutsche errichtet. Eine von der Bezirksvertretung Oberbarmen und der Firma Coroplast gesponserte Wellenrutsche steht bereits im Erlebnisbecken zur Verfügung.

Neben den insgesamt 1300 Quadratmeter Wasserflächen ist eine Außenanlage mit hochwertigen Holzspielgeräten, Teqball-Platte, Calisthenics-Turm, Kletterfelsen und Ballspielflächen entstanden. In diesem „Bürgerpark“ wurde auch die zweiteilige Skulptur „SUN LIGHT SCREENS“ des Wuppertaler Künstlers Jonas Hohnke aufgestellt. Ein mobiler Zaun ermöglicht es, den „Bürgerpark“ außerhalb der Freibadsaison offen zu halten. Dadurch wird das neue Bad die Wohn- und Lebensqualität im Wuppertaler Osten zusätzlich deutlich steigern.

Künstler Jonas Hohnke vor der Skulptur SUN LIGHT SCREENS

Bei der Planung wurde Wert darauf gelegt, das Freibad so nachhaltig wie möglich zu errichten und zu betreiben. Das Wasser in den Becken wird mit Holzpellets erwärmt. Das Kombibecken besitzt eine Lamellenabdeckung, die tagsüber im Boden versenkt ist und abends rollladenähnlich elektrisch über das Becken gefahren wird. Sie sorgt dafür, dass die Wassertemperatur über Nacht nicht allzu sehr fällt, und senkt so den Energiebedarf.

Die Betriebsgebäude bestehen aus Holzrahmenbauteilen mit aufgeschraubter Holzfassade. Türen und Fenster sind aus stabilem Aluminium. Sanitär-, Personal- und Gastronomiebereich im Hauptgebäude tragen Gründächer. Auf dem Dach des Technikgebäudes wurde eine 400 Quadratmeter große Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 48 Kilowatt unter Standard-Testbedingungen errichtet. Es wird damit gerechnet, dass der Eigenbedarf an Strom mit ihr zu etwa zehn Prozent gedeckt werden kann. Der jährliche Energiebetrag liegt bei rund 40.000 Kilowattstunden. In zehn Jahren können damit circa 160 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

Für die Außenanlagen wurden etwa 600 Kubikmeter Mutterboden wiederverwendet, die bei der Rasenerneuerung im Stadion am Zoo angefallen sind. Mit dem Einsatz von Grauwacke – einer Gesteinsart, die im Bergischen Land abgebaut wird und dort viele Bauten prägt – wird der Bezug zur Region deutlich gemacht.

Zu den insgesamt 22,4 Millionen Euro Gesamtkosten für den Freibadneubau steuert das Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundes etwa 4,5 Millionen Euro bei.

Herr Michael Thiede
Teamleiter*in

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal | GMW, Frank Buetz
  • Stadt Wuppertal | GMW, Frank Buetz
  • Logo des Förderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundes

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