Der städtische Betriebshof für die Grünflächenunterhaltung wurde 1981 in einem ehemaligen Gebäude einer Brotfabrik errichtet, das 1973 errichtet wurde. Bereits zur Einrichtung des Betriebshofes mussten Kompromisse bei der Nutzung der bestehenden Räumlichkeiten gemacht werden. Zudem ist eine Sanierung des Bestands wirtschaftlich nicht vertretbar. Deshalb wird nun mit einem Neubau ein moderner, nachhaltiger Betriebshof geschaffen, der den steigenden Anforderungen an Personal und Ausstattung gewachsen ist.
Im ersten Bauabschnitt entsteht im Süden des Geländes ein dreigeschossiges Verwaltungs- und Sozialgebäude, das so ausgelegt ist, dass es bei Bedarf um ein weiteres Geschoss aufgestockt werden kann. Über ein eingeschossiges Zwischengebäude mit großem Multifunktionsraum ist es mit dem zweigeschossigen Werkstattgebäude im Norden verbunden. Dieses beherbergt Schreinerei, Schlosserei, Malerwerkstatt und Arbeitsstände zur Reparatur von Fahrzeugen und Maschinen. Im Westen entsteht eine neue Heizzentrale.
Das Verwaltungsgebäude erhält eine Holzleistenfassade. Die Dächer, die Fassade des Zwischengebäudes und die Wände im Hauptflur des Erdgeschosses werden begrünt. Zusätzlich werden die Dächer zum Großteil mit Photovoltaikanlagen bestückt. Der jährliche Heizwärmebedarf wird sich durch die passivhausähnliche Bauweise und den Einsatz von Holzhackschnitzeln auf ein Sechstel des ursprünglichen Wertes reduzieren.
Weil der Betrieb auf dem insgesamt rund 22.000 Quadratmeter großen Gelände mit all seinen Lagern, dem Fahrzeug- und Maschinenpark und der Baumschule die gesamte Bauzeit über reibungslos weiterlaufen muss, wird neben der Zufahrt vom Deutschen Ring über den Giebel eine zweite Zufahrt über die zum benachbarten Umspannwerk führende Stichstraße hergestellt.
Der Rat der Stadt hat im Dezember 2022 die Durchführung des ersten Bauabschnitts und eine Teilplanung des zweiten Bauabschnitts mit Gesamtkosten in Höhe von rund 24,8 Millionen Euro beschlossen. Im Laufe der Konkretisierung des Projekts werden die Kosten fortgeschrieben. Im Januar 2026 wurde von Kosten in Höhe von 27,3 Millionen Euro ausgegangen.
Ende 2028 soll der erste Bauabschnitt beendet sein. Um im zweiten Bauabschnitt die bisherigen Gebäude abreißen sowie die neuen Fahrzeug- und Lagerhallen einschließlich der restlichen Außenflächen errichten zu können, ist ein weiterer Durchführungsbeschluss erforderlich.

