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Energetische Sanierung: Pina-Bausch-Gesamtschule Florian-Geyer-Straße (Hauptgebäude und Verwaltungstrakt)

In dem sanierten Gebäude ist die Gesamtschule Vohwinkel untergebracht. Im Zuge der Sanierung wurden das Hauptgebäude der Schule und der Verwaltungstrakt in den Jahren 2009 und 2010 energetisch optimiert. Beide Gebäude wurden im Jahr 1957 errichtet und waren seitdem energetisch nur unzureichend überarbeitet worden.

Übersichtsplan der Gesamtschule Wuppertal-Vohwinkel, betroffene Bereiche sind gekennzeichnet

Ausgangssituation

Die bestehende Wandkonstruktion wies einen U-Wert von 1,40 W/m²K auf und lag damit deutlich über dem aktuell geforderten gesetzlichen Mindeststandard von 0,35 W/m²K. Die bestehende monolithische Wand war insgesamt in einem guten baulichen Zustand, so dass die Montage eines Wärmedämmverbundsystems ohne technische Schwierigkeiten durchgeführt werden konnte. Die Klassenräume auf den Südfassaden wurden mit einem außen liegenden Sonnenschutz versehen. Dies verringert die Gefahr einer sommerlichen Überhitzung der Räume. Die Fenster stellten mit U-Werten zwischen 2,80 und 5,00 W/m²K ebenfalls einen inakzeptabel schlechten Wärmschutz dar. Auch der Dachbereich war durch unzureichende Dämmstoffstärken gekennzeichnet und wurde im Rahmen der geplanten Sanierungsarbeiten auf einen aktuellen Stand gebracht.

Sanierter Schultrakt kurz vor Fertigstellung November 2010
Blick auf den sanierten Eingangsbereich

Energetisch wirksame Maßnahmen

Als zu erreichender energetischer Standard war bei den Sanierungsarbeiten eine Unterschreitung der Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 für den Neubau um rund 30% zugrunde gelegt. Basis für die energetische Ertüchtigung des Gebäudes war die hausinterne Energieeffizienzrichtlinie des GMW zum damaligen Stand.

Die Gebäudehülle wurde vollständig Wärme gedämmt und die Fenster wurden erneuert und auf der Südseite zur Vermeidung sommerlicher Überhitzung der Räume mit außen liegendem Sonnenschutz versehen. Der im Zuge der Dämmung der Gebäude verminderte Wärmebedarf führte zu der Erfordernis, die bestehende, signifikant überdimensionierte Heizungsanlage zu erneuern. Vor diesem Hintergrund und wegen des Alters des Heizwasserverteilnetzes wurde auch der Austausch des gesamten Rohrnetzes vorgenommen und die Kesselleistung entsprechend reduziert. Diese Neuinstallation bot zudem die Chance zu einer Einzelraumregelung der Klassenräume, die den Energiebedarf weiter reduziert. Ergänzend hierzu erhielten die Fenster Öffnungskontakte, die die Heizung in den Räumen mit geöffneten Fenstern abstellen.

Im Rahmen der Sanierung der Fassadenbereiche und der damit einhergehenden Verbesserung der Luftdichtigkeit der Gebäudehülle wurden die Klassenräume mit einer Lüftungsanlage ausgestattet. Auch bei engagiertem Lüftungsverhalten gehen 100 % der zuvor eingesetzten Heizenergie mit der Abluft verloren, während eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung die Chance bietet, einen Großteil der Heizenergie (>70 %) zurück zu gewinnen und zur Erwärmung der kalten angesaugten Frischluft einzusetzen.

Die Beleuchtung wurde mit Tageslichtsteuerung und Präsenzmeldern versehen, so dass die elektrische Beleuchtung nur bei Anwesenheit von Personen und unzureichendem Tageslicht betrieben wird.

Im Ergebnis wurde eine Einsparung von ca. 2/3 der Heizenergie für den sanierten Gebäudetrakt erwartet, der sich auch nach den ersten Betriebserfahrungen einzustellen scheint. Der Stromverbrauch wird hingegen etwas ansteigen, da der Strombedarf für die Lüftungstechnik die Einsparungen bei der Beleuchtung überkompensieren wird.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal | Gebäudemanagement, Frank Buetz
  • Stadt Wuppertal | Gebäudemanagement, Frank Buetz

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