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Energetische Sanierung Gymnasium Am Kothen

Die Gebäudehülle des Gymnasiums "Am Kothen" in Wuppertal Barmen, Schluchtstraße 34 wird im Rahmen des Konjunkturpaketes II der Bundesregierung in den Jahren 2010 - 2011 vollständig energetisch saniert. Die Arbeiten umfassen den Hauptkomplex, sowie die Turnhalle und Aula der Schule aus dem Jahr 1961 und dem Erweiterungsbau aus dem Jahre 1967.


Im weiteren Verlauf war eine Innensanierung des Gebäudes vorgesehen.

Übersichtsplan des Gymnasiums „Am Kothen“, Wuppertal-Barmen

Ausgangssituation

Die Fassade setzt sich aus zwei wesentlichen Fassadentypen zusammen. Dies sind zum einen Sichtbetonflächen auf der Nordseite und vorgehängte Waschbetonplatten auf den restlichen Fassadenteilen. Die Sichtbetonflächen weisen keine Dämmung auf, während in den Bereichen der Waschbetonplatten eine minimale Dämmung von circa 20 mm vorhanden ist. Der Anschluss der Fassade an die in der Vergangenheit erneuerten Fenster weist zahlreiche Luftundichtigkeiten auf. Als Folge hiervon treten unkontrollierte Lüftungsverluste auf die den Heizwärmebedarf deutlich erhöhen und den Nutzerkomfort deutlich einschränken. In Teilbereichen sind noch alte Fenster mit Einfachverglasung in Holzrahmen vorhanden.

Fassadenansicht des Gymnasiums „Am Kothen" - Nordseite
Fassadenansicht des Gymnasiums „Am Kothen" - Südseite
Fassadenansicht des Gymnasiums „Am Kothen" nach der Sanierung

Energetisch wirksame Maßnahmen

Bisher noch nicht ausgetauschte Fenster wurden im Zuge der Maßnahme durch eine Zwei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung in thermisch getrennten Rahmen mit einem UW-Wert von ≤ 1,30 W/m²K ersetzt. Dies garantiert bereits die Einhaltung der Kriterien der EnEV 2009 für Verglasungen. Bereits sanierte Fenster in den Klassenräumen und dem Verwaltungsbereich wurden erhalten.

Das Energiekonzept sah weiterhin die Dämmung der Fassaden vor. Die Dämmstoffstärken mussten hierbei den z.T. komplizierten Anschlusssituationen der versetzten Fassadenteile angepasst werden und konnten daher nicht durchweg in den grundsätzlich erwünschten Mindeststärken von > 160 mm aufgebracht werden. Im Gegenzug sind die erheblichen solaren Wärmegewinne während der Heizperiode aufgrund der Südorientierung großer Fensterflächen zu berücksichtigen. Um in der Sommerperiode eine sommerliche Überhitzung zu vermeiden, wurde der bestehende außen liegende Sonnenschutz optimiert. Eine aktive Kühlung kann so in den Sommermonaten vermieden werden. Der Dachbereich des Komplexes wurde vollständig überarbeitet und erhielt eine Dämmung nach den Vorgaben der Energieeffizienzrichtlinie des GMW mit 240 mm Dämmung in der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035.

Im Zuge der Dämmung der Gebäude reduziert sich die erforderliche Heizwärmemenge um ca. 40 %. Um eine angemessene Innenraumluftqualität sicherzustellen und Wärmeverluste über eine ungeregelte Fensterlüftung zu minimieren, werden die Klassenräume in einem zweiten Sanierungsschritt mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Auch bei engagiertem Lüftungsverhalten gehen 100 % der zuvor eingesetzten Heizenergie mit der Abluft verloren, während eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung die Chance bietet, einen Großteil der Heizenergie zurück zu gewinnen und zur Erwärmung der Frischluft einzusetzen. Das Lüftungskonzept sieht eine Ausstattung der Klassenräume mit Einzelgeräten vor. Der Aufbau einer Zentralanlage ist aus technischen und statischen Gründen nicht mit vertretbarem Aufwand möglich. Die Installation der Lüftungsgeräte ist im Zuge einer nachfolgenden Innensanierung vorgesehen.

Die Lüftungsanlage der Aula entspricht nicht dem aktuellen Stand der Technik und konnte aufgrund ihres Alters auch nicht mehr ertüchtigt werden. Es wurde ein kompletter Austausch der Anlage durchgeführt. Die Neuanlage verfügt über eine Wärmerückgewinnung, um den Heizwärmebedarf der Aula zusätzlich zu reduzieren. Der verstärkte Einsatz der Lüftungstechnik wird den Strombedarf allerdings etwas erhöhen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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