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Energetische Sanierung Sporthalle Heckinghauser Straße

Die Sporthalle wurde 1972 errichtet. Die Gebäudehülle befand sich noch im Originalzustand und wurde in der Zwischenzeit energetisch nicht ertüchtigt.

Die Durchführung der Sanierung mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II erfolgte von Mai 2009 bis Ende 2010.

Übersichtsplan der Sporthalle an Heckinghauser Straße 24, Wuppertal Barmen, betroffene Bereiche sind gekennzeichnet

Ausgangssituation

Planungsansatz für die geplanten Dämm-Maßnahmen war eine vollständige Dämmung der Fassade mit 16 cm Dämmung in der Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035. Die Fenster wiesen in großen Teilen einen U-Wert von 5,2 W/m²K auf, so dass mit dem Austausch auf einen aktuellen Stand von kleiner 1,3 W/m²K deutliche Einspareffekte bewirken werden konnten.

Südfassade der Turnhalle Heckinghauser Straße 24 – Tribünenbereich vor der Sanierung
Frontfassade der Sporthalle kurz vor Fertigstellung November 2010
Dämmarbeiten der Südfassade November 2010

Energetisch wirksame Maßnahmen

Die Dämmung der Außenwände führt dazu, dass sich der U-Wert von 1,7 beziehungsweise 2,0 auf 0,20 W/m²K verbessert. Dies verringert den Transmissionswärmeverlust über die Außenwandflächen, je nach betrachtetem Wandabschnitt, um circa 88-90 %. Ausgenommen hiervon sind lediglich die Bereiche der Außenwände, die sich im Erdreich befinden. Dies betrifft Teile der Gymnastik- und Vereinsräume. Eine Dämmung dieser Bereiche wäre jedoch sehr aufwendig gewesen und hätte zum Beispiel im Bereich der Tartanbahn vor der Südfassade erhebliche Kosten verursacht. Das Flachdach der Halle wurde mit 20 cm Wärmedämmung versehen, so dass auch in diesem Bereich ein sehr guter Dämmstandard erreicht wird.

Die wärmeübertragende Hülle des Gebäudes weist bei den geplanten Dämm-Maßnahmen die in Tabelle 1 aufgelisteten energetischen Kennwerte auf.

Ausschnitt aus der Westfassade während der Dämmarbeiten
Detail der neu aufgebrachten Dämmung

Neben den baulichen Maßnahmen zur Optimierung des energetischen Standards wurden zusätzliche technische Sanierungsarbeiten vorgenommen. Die bestehende Umluftheizung wurde rückgebaut. Da es sich um eine Versammlungsstätte handelt, ist allerdings weiterhin eine Lüftungsanlage erforderlich. Diese verfügt nun über eine Wärmerückgewinnung, die aber nicht mehr originär für die Beheizung der Halle benötigt wird. Hierfür wurde eine Deckenstrahlheizung installiert. Dies sorgt insgesamt für eine deutliche Verringerung des Heizwärmebedarfs. Die vorhandene Warmwasserbereitung als 2.500 Liter Speicher (die Warmwasserbereitstellung erfolgt über einen separaten Dampfwärmetauscher) wurde gegen zwei neue Speicher mit je 500 Litern Inhalt im Speicherladesystem getauscht. Hierdurch ergibt sich ein wesentlich geringerer Energiebedarf durch eine kleinere Bevorratung. Die Hallenbeleuchtung wurde mit Präsenzmeldern ausgestattet, um die Nutzungszeiten der Leuchtmittel zu reduzieren. Dies wirkt sich positiv auf den Stromverbrauch der Beleuchtung aus.

Als energetischer Standard wurde bei der Planung eine deutliche Unterschreitung der Anforderungen in Form der EnEV 2007 angestrebt. Als Grundlage für die energetische Ertüchtigung des Gebäudes dient die hausinterne Energieeffizienzrichtlinie des GMW, Stand 2009.

Mit der energetischen Sanierung wurde eine Reduzierung auf wenigstens die Hälfte des ursprünglichen Heizenergiebedarfes angestrebt. Die bisherige Verbrauchsüberwachung zeigt, dass die realen Einsparergebnisse noch höher liegen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

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