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Kindertageseinrichtung Rudolfstraße 100

Das hatte bei der Planung der neuen Kindertageseinrichtung neben dem Sportplatz an der Rudolfstraße niemand auf der Rechnung: Bei den Erdbauarbeiten wurde direkt auf der Grenze der beiden Grundstücke das Fundament für eine Stehtribüne über die gesamte Breite des Platzes gefunden. Um die Stützwände und einen Ballfangzaun errichten zu können, musste zunächst das Fundament entfernt und anschließend der Baugrund sehr aufwendig mit über 200 Rüttelstopfsäulen nachverdichtet werden, weil er bis zu einer Tiefe von acht Metern aus aufgeschüttetem Material bestand.

Gruppenraum

Das Grundstück für die neue Kita, das früher zum Grundstück des Sportplatzes gehörte, ist abschüssig. Das Gebäude wurde vorsichtig in das Gelände eingefügt; das Außengelände windet sich im leichten Gefälle von zwei Seiten um das Haus herum. Trotz der schwierigen Geländetopografie ist das zweistöckige Gebäude komplett barrierefrei: Selbst aus dem Obergeschoss kommen dank einer Brücke im Süden zum Beispiel Personen im Rollstuhl auf die Außenspielfläche, ohne den Aufzug benutzen zu müssen.

Die rund 1.485 qm Bruttogeschossfläche bieten Platz für sechs Gruppen mit insgesamt bis zu 90 Kindern im Alter von null bis drei Jahren. Eine sehr offene Raumstruktur der Gruppen- und Gruppennebenräume über zusätzliche Türen ermöglicht den ungezwungenen Kontakt der Kinder untereinander. Die Spielflure haben natürliche Belichtung. Die großzügige Verglasung in Richtung Spielwiese bringt nicht nur Helligkeit und Transparenz in die Gruppenräume, sie schafft auch für alle Gruppen direkte Zugänge zum etwa 3.700 qm großen Außenbereich. Zusätzlich wurde noch je ein Seiteneingang pro Etage geschaffen, damit die Kinder bei schlechtem Wetter nicht mit dreckigen Schuhen durch die Gruppen laufen müssen.

Die Fassade des Gebäudes besteht aus nachhaltigen, langlebigen Materialien: Da sich die Kita in ihre Umgebung integrieren sollte, wurde der größte Teil der Klinkerriemchen in der Farbe des ehemaligen Konsumhauses hergestellt, das der Kindertageseinrichtung als Pendant gegenüber liegt. Im Eingangsbereich und an der Fassade der Loggia wurden Akzente mit Thermoholz hergestellt, das nicht gepflegt werden muss und daher kaum Instandhaltungskosten verursacht.

Das Gebäude ist radondicht gebaut und energetisch optimiert: Mit passivhausähnlichem Bauen wurden die Anforderungen der Energieeinsparverordnung deutlich übertroffen. Das Haus verfügt über eine Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung auf dem Dach und eine Luftwärmepumpe zum Heizen. Die gesamte Beleuchtung ist mit LED-Leuchten ausgestattet. Es gibt eine Kiss-and-Ride-Zone und zusätzliche Parkbuchten für Besucher*innen und Personal, einschließlich eines Parkplatzes für Menschen mit Behinderungen.

Geplant wurde von November 2015 bis Mai 2016, gebaut von Juli 2016 bis August 2018. Die Gesamtkosten für Planung und Bau betrugen rund 4,454 Millionen Euro. Der Bau wurde mit Mitteln des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes gefördert. Die offizielle Eröffnung fand am 17. Mai 2019 statt.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal

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