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Berufskolleg Barmen, Zweigstelle Diesterwegstraße 3 – Schulhofumgestaltung im Rahmen der Förderprogramm „Soziale Stadt“ und "EFRE"

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Anlass

Seit dem Jahr 1980 hat das heutige Berufskolleg Barmen seinen Sitz u. a. am Standort Diesterwegstraße. Das denkmalgeschützte Schulgebäude geht zurück auf Anfang des 20. Jahrhunderts, repräsentierte somit die Blütezeit der damaligen Wirtschaftsmetropole Wuppertal und ist Bestandteil eines Gründerzeitlichen Gebäudebestandes im Umfeld der Immanuelskirche als Gotteshaus und Veranstaltungsort für kulturelle Anlässe.

Die Kommunen werden mit dem Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ von Bund und Ländern dabei unterstützt, durch städtebauliche Investitionen in das Wohnumfeld, die Infrastruktur und die Qualität des Wohnens für mehr Generationengerechtigkeit und Familienfreundlichkeit zu sorgen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration aller Bevölkerungsgruppen zu verbessern. Ziel soll es sein, das Leben in städtebaulich und sozial gefährdeten Gebieten, den sozialen Verbund und die Motivation der Bewohner wieder zu stärken.

Die ansässige Schülerschaft setzt sich zunehmend aus unterschiedlichen Kulturkreisen und sozialer Provenienz zusammen. In der Kombination aus Schulgebäude und Schülerschaft ist das Berufskolleg Barmen somit in soziologischer wie auch in kulturhistorischer Sicht ein deckungsgleiches Abbild des Stadtteils (insbesondere des Quartiers) und eignet sich schon aus diesem Grund als Projektstandort für das Programm „Soziale Stadt“.

Die ca. 2.000 m² umfassenden Außenanlagen der „Europaschule“ werden bald grundlegend im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ umgestaltet.

Kurzbeschreibung

Der Schulhof hat dank dem Einfluss der typischen Wuppertaler Topographie drei unterschiedliche Höhenplateaus, wobei eine Fläche mit einem starken Gefälle von bis zu 10 % zurzeit gar nicht genutzt wird. Der Neuentwurf sieht vor, die Plateaus auch beizubehalten. Die Höhenlage der beiden seitlichen Plateaus soll nivelliert und auf diesem Wege eine Nutzung als Platzfläche erst ermöglicht werden. In Abhängigkeit von der Nähe zum öffentlichen Raum sollen die Schwerpunkte der öffentlichen Zugänglichkeit und Nutzungspriorität von uneingeschränkt öffentlich nutzbar bis zeitlich begrenzt öffentlich nutzbar gewichtet werden. Folgende Maßnahmen zur Neuordnung der Freiflächen sind im Einzelnen vorgesehen:

Der Schulhof (Höhenplateau 0), welcher auch zeitlich eingeschränkt öffentlich nutzbar sein wird, erfährt eine Umgestaltung. Der Gehölzbestand wird ausgelichtet. Die Parkflächen werden neu organisiert und es erfolgt eine weitgehende Sperrung der westlichen Schulhoffläche für den PKW-Verkehr. Es entsteht eine Multifunktionsfläche als Schulhofmitte (Europa-Platz). Das Aufenthaltsangebot für Schüler, und zeitlich begrenzt auch für das Quartier, wird ausgeweitet. Es erfolgt eine Neuanlage von Holzdecks und Stützmauern mit Sitzauflagen. Die Fläche wird zudem mit Sportangeboten (Basketball, Streetball) angereichert.

Die zeitlich eingeschränkt auch öffentlich nutzbare Mischfläche (Höhenplateau 1) erfährt eine Verminderung der Gefällesituation. Hier werden Spiel- und Sportnutzungen eingerichtet (Tischtennis).

Der uneingeschränkt öffentlich nutzbare Bürgertreff (Höhenplateau 2) erfährt eine Öffnung der Fläche zum Gehweg, und erhält direkt vom Gehweg erreichbare Sitzplätze. Es wird eine Spiel- und Kleinkinderspielfläche eingerichtet, die Gefällesituation vermindert, Rampen für eine schwellenlose Verbindung eingesetzt und Hangterrassen neu gebaut.

Die so entstandenen, neu organisierten Aufenthaltsbereiche wurden hinsichtlich der Materialwahl und der vorgesehene Rahmenbepflanzung auf die europäische Ausrichtung der Schulprogramme und Unterrichtsinhalte abgestimmt. In Anspielung auf den Austauschgedanken der Schule wurden einzelne Partnerschulen durch das Planerteam ausgewählt und die zugehörigen Nationalitäten/Logos der Schulen als Inspiration für landestypische Beläge und Assoziationen herangezogen. So lässt sich z.B. die Platzgestaltung für die Partnerschule in Apeldoorn/Niederlande leicht mit einem Belag aus holländischem Klinker in Verbindung bringen. Ebenso ermöglicht das Pflastermuster auf dem „Tweed-Platz“ der Partnerschule in Birmingham/England eine gedankliche Verbindung zu dem typischen Stoffmaterial. Mit der Umsetzung dieser Gestaltungsidee ist die Europäische Leitlinie der Schule zur Verfestigung sprichwörtlich in Stein gemeißelt und kann dabei nicht nur als Dokumentation der eigenen Schulprinzipien, sondern gleichzeitig auch als Einladung an die Partnerschulen interpretiert werden.

Das Ziel der uneingeschränkten Nutzbarkeit des Bürgertreffs beinhaltet die Änderung des Zaunverlaufs für das Grundstück und die Entwicklung eines neuen Schließkonzeptes. Auch hier wurde auf die Leitlinien der Schule Bezug genommen und die Einfriedung als Zaun der Kulturen konzipiert, der aus stilisierten Ornamenten (Culture-Patterns) stellvertretend für die Weltreligionen und die damit assoziierten Kulturen gestaltet ist. Wiedererkennungseffekte und Gestaltungsvorschläge der Quartiersbewohner sind erwartet und tragen zur Identifikation mit dem geplanten Bürgertreff bei.

Kosten/Fördermittel

Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf ca. 1,14 Millionen €, davon werden ca. 1,025 Millionen € über die Förderprogramme Soziale Stadt und EFRE (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung 2014 – 2020) gefördert.

Zeitraum der Maßnahme

Vorbereitende Arbeiten haben im Sommer 2017 begonnen. Nachdem es notwendig geworden war, die Ausschreibung zu wiederholen und ein neues Planungsbüro zu finden, können die weiteren auszuführenden Arbeiten erst im September 2018 beginnen. Die Arbeiten werden vom Frühjahr 2019 bis Sommer 2020 dauern.

Gefördert durch

Frau Stefanie Christenat
Sekretärin / Sachbearbeiterin

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal
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