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Integrations­portal

Teilhabemanagement

Sprache, (Aus-)Bildung und Arbeit sind der Schlüssel für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und damit fundamental für eine gelingende Integration. Das Teilhabemanagement bietet aus diesem Grund für junge, volljährige Geflüchtete mit Duldung und Aufenthaltsgestattung ein rechtsübergreifendes Beratungsangebot an.

Fördergrund & Förderrahmen:

Alleine in Wuppertal leben über 500 junge Geflüchtete, die geduldet oder gestattet sind und keinen oder nur eingeschränkt Zugang zu den Unterstützungsangeboten der Arbeitsförderung haben. Aufgrund dieses prekären rechtlichen Status profitieren sie kaum von den „Regelangeboten“ der Sprachförderung, Berufsorientierung und Ausbildungsbegleitung. Über das Teilhabemanagement sollen – unabhängig von ihrer Herkunft und Bleibeperspektive – (neue) Perspektiven für Chancen auf Teilhabe für diese Zielgruppe eröffnet werden. Neben der Teilhabe am Arbeitsmarkt wird auch ein besonderer Fokus auf die Ermöglichung sozialer und kultureller Teilhabe gelegt.


Das Teilhabemanagement wird gefördert im Rahmen der Landesinitiative „Gemeinsam klappt’s“ des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) und des Bausteins 6 im Rahmen der Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ der Ministerien für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sowie für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI). Es wird voraussichtlich bis Ende 2022 umgesetzt.


Durchführungsrahmen in Wuppertal:

Das Kommunale Integrationszentrum Wuppertal ist die geschäftsführende Stelle und koordiniert die Arbeit der vier Teilhabemanager*innen. Die Teilhabemanager*innen sind angesiedelt bei dem Kommunalen Integrationszentrum Wuppertal sowie den Trägern Internationaler Bund (IB) und GESA gGmbH. Eine Kooperation erfolgt zudem mit den Akteuren der Bündniskerngruppe im Rahmen von „Gemeinsam klappt’s“.


Zielgruppe:

Junge Geflüchtete im Alter von 18 bis 27 Jahren
- vorrangig mit Duldung (Aussetzung der Abschiebung)
- nachrangig mit Aufenthaltsgestattung (in laufendem Asylverfahren)
- die somit keinen bzw. nur sehr eingeschränkt Zugang zu Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch haben
- die nicht mehr schulpflichtig sind
- die Hilfe in den Bereichen Ausbildung und Beruf benötigen

Projektziele, Inhalte und Herangehensweise:

Die Teilhabemanager*innen beraten volljährige Geflüchtete in ihren individuellen Zielen. Sie erarbeiten gemeinsam mit ihnen neue Wege in Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung und begleiten sie bei der Umsetzung. Die Stabilisierung der persönlichen Situation als Grundlage für Integration und Teilhabe steht zudem im Mittelpunkt der Beratung. Die Teilhabemanager*innen arbeiten in Einklang und Absprache mit den anderen beteiligten Akteuren.


Dazu wird das Handlungskonzept Case-Management (Fallmanagement) genutzt. Das Case-Management ist ein kooperativer Prozess, der auf die Bedarfs- und Lebenslagen der Menschen eingeht. Persönliche Kompetenzen und Potenziale sollen erkannt und weiterentwickelt werden. Die Selbstsicherheit und Motivation der Projektteilnehmer*innen wird somit gesteigert. Die Projektteilnehmer*innen erhalten eine bedarfsgerecht auf den einzelnen Fall zugeschnittene Beratung und Hilfeleistung. In regelmäßigen Gesprächen wird die Erreichung der Zielvereinbarungen überprüft und ggf. angepasst. Auf der institutionellen Ebene wird eine weitreichende Angebots- und Bedarfsanalyse durchgeführt. Mit Hilfe dieser Daten sollen die Angebotsstrukturen für die Zielgruppe in Wuppertal transparenter gemacht, bei Bedarf ergänzt und die Teilhabechancen der jungen Geflüchteten verbessert werden.


Teilnahme und Projektzugang:

- Die Projektteilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis.
- Anmeldung über die Teilhabemanager*innen
- Eine Übernahme der Betreuung im Projekt entscheidet sich nach dem Erstgespräch.


Die Aufgaben des Teilhabemanagements:
 auf Teilnehmendenebene:


- individuelle, rechtskreisübergreifende Beratung und Begleitung mit dem Ziel der beruflichen Orientierung
- Erkennen von Potentialen
- Vermittlung an zuständige Stellen
- Vermittlung in die weiteren Projekte der Initiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“
- Entwicklung von Perspektiven zur beruflichen und gesellschaftlichen Teilhabe


auf Projektebene:

- aufsuchende Sozialarbeit
- qualitative, quantitative Erfassung der Zielgruppe
- Erfassung und Dokumentation aller Maßnahmen und Angebote vor Ort
- Bedarfs- und Angebotsanalyse
- Netzwerk- und Sozialraumarbeit


weitere Teilhabemanager*innen in Wuppertal:

GESA gGmbH
Bundesallee 243
42103 Wuppertal
Falko Klunowski
Tel. 0202 4794 – 8016
Falko.Klunowskigesaonlinede


Internationaler Bund (IB)
Friedrich-Ebert-Str. 109-111
42117 Wuppertal
Nicolas Renault
Tel. 0202 3097 – 8860
Nicolas.Renaultibde

Weitere Informationen:

Kooperationspartner des Kommunalen Teilhabemanagements in Wuppertal:

Internationaler Bund

GESA

Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“:

Durchstarten

Förderprogramm

 

Projektkoordination und Teamleitung

Frau Dagmar Beck
Teamleiterin

Teilhabemanagement

Frau Melisa Lehmann
Herr Jan Hamann

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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