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Integrationsportal

Beschäftigungsaufenthalte

Aufenthalt zur Beschäftigung (z.B. blaue Karte EU)

Sollten Sie die Intention haben, in Deutschland einer Beschäftigung in einem Unternehmen nachzugehen, sollten Sie sich über die Möglichkeiten einer Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung erkundigen.

Möchten Sie nach Deutschland für eine Beschäftigung einreisen, so benötigen Sie in der Regel ein Visum. Dieses können Sie bei der deutschen Auslandsvertretung (Botschaft und Konsulat) beantragen.

Sind/ waren Sie Student und haben Ihr Studium erfolgreich in Deutschland abgeschlossen, so ist es Ihnen möglich, eine Aufenthaltserlaubnis zur Beschäftigung in der Ausländerbehörde zu beantragen.

Hinweis: Sollten Sie andere Aufenthaltserlaubnisse oder Dokumente, wie zum Beispiel eine Aufenthaltsgestattung oder Duldung, besitzen, informieren Sie sich bitte unter:

Es gibt verschiedene Aufenthaltserlaubnisse zur Beschäftigung. Diese unterscheiden sich unter anderem nach Ihrer Qualifikation und den angestrebten Tätigkeiten.

Arbeitserlaubnis für Personen mit Aufenthaltstitel

In jedem Visum, jeder Aufenthalts- und Niederlassungserlaubnis steht, ob und welche Erwerbstätigkeit erlaubt ist. Außerdem enthält Ihr Aufenthaltstitel Informationen über den Umfang und die Art der möglichen Erwerbstätigkeit.

Bei einigen Aufenthaltstiteln ist die Erwerbstätigkeit grundsätzlich erlaubt. Dies ist z.B. der Fall bei Inhaberinnen und Inhabern von Niederlassungserlaubnissen und Aufenthaltserlaubnissen zum Familiennachzug. Dann steht bei Ihnen im Aufenthaltstitel "Erwerbstätigkeit gestattet". Damit ist Ihnen sowohl die Beschäftigung als auch die selbstständige Erwerbstätigkeit erlaubt.

Sollte bei Ihnen "Beschäftigung uneingeschränkt erlaubt" stehen, so dürfen Sie bei jeder Firma unter Berücksichtigung der arbeitsrechtlichen Vorschriften arbeiten (Tätigkeit, Dauer, Einkommenshöhe flexibel). Gleichzeitig bedeutet dies, dass keine Selbständigkeit gestattet ist.

Falls bei Ihnen "Beschäftigung nicht erlaubt" oder "Erwerbstätigkeit nicht gestattet" in der Aufenthaltserlaubnis steht, sollten Sie bei einer beabsichtigten Beschäftigung einen Antrag auf eine Arbeitserlaubnis bei der Ausländerbehörde stellen. Die Ausländerbehörde kann Ihnen in der Regel zum einen die Erlaubnis zur Beschäftigung erteilen, wenn Sie sich seit drei Jahren ununterbrochen erlaubt, geduldet oder mit einer Aufenthaltsgestattung aufgehalten haben und jetzt eine Aufenthaltserlaubnis besitzen.

Zum anderen kann eine Arbeitserlaubnis erteilt werden, wenn Sie seit zwei Jahren eine versicherungspflichtige Beschäftigung (kein Minijob) in Deutschland ausüben und eine Aufenthaltserlaubnis besitzen. Die Voraussetzungen müssen Sie entsprechend nachweisen können. Eine weitere Möglichkeit zur Prüfung der Arbeitserlaubnis besteht darin, eine Stellenbeschreibung (erhalten Sie in der Terminvergabe der Ausländerbehörde) in der Ausländerbehörde einzureichen.

Arbeitserlaubnis für Personen mit Duldung oder Aufenthaltsgestattung

Die Ausländerbehörde kann Ihnen in der Regel die Erlaubnis zur Beschäftigung für alle Firmen erteilen, wenn Sie sich seit vier Jahren durchgehend in Deutschland erlaubt, geduldet oder mit einer Aufenthaltsgestattung aufhalten.

Die Ausländerbehörde kann Ihnen in der Regel die Erlaubnis zur Beschäftigung für eine bestimmte Firma erteilen, wenn Sie sich seit drei Monaten erlaubt in Deutschland aufhalten und die Arbeitsagentur in einem internen Verfahren der Ausländerbehörde die Zustimmung erteilt hat. Hierfür ist es erforderlich, dass Sie das Formular "Stellenbeschreibung" in der Terminvergabe der Ausländerbehörde abholen und ausgefüllt von einem konkreten Arbeitgeber per Post bei der Ausländerbehörde schnellstmöglich einreichen.

Bitte beachten Sie, dass auch Beschäftigungsverbote gelten. So darf zum Beispiel die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht erlaubt werden, wenn Sie Staatsangehöriger eines sicheren Herkunftsstaates (Stand 2016: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal und Serbien) sind und Ihr nach dem 31.08.2015 gestellter Asylantrag abgelehnt wurde.

Arbeitserlaubnis für Asylsuchende (BüMA)

Wenn Sie im Besitz einer Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchender (BüMA), eines Ankunftsnachweises (AKN) oder einer Aufenthaltsgestattung sind und sich bereits seit über drei Monaten im Bundesgebiet aufhalten, dann haben Sie die Möglichkeit, das Formular "Stellenbeschreibung" in der Terminvergabe der Ausländerbehörde abzuholen. Nachdem der konkrete Arbeitgeber die Stellenbeschreibung vollständig und leserlich ausgefüllt hat, reichen Sie diese bitte per Post bei der Ausländerbehörde ein.

Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, bei der Ausländerbehörde eine Arbeitserlaubnis für Praktika, zum Beispiel zur Berufsorientierung, von bis zu drei Monaten zu beantragen. Hierzu sollten Sie von der Firma einen schriftlichen Nachweis zum Ablauf des Praktikums (Zeitraum, Tätigkeiten, Zweck und Bezahlung) vorlegen.

Bitte beachten Sie, dass auch Beschäftigungsverbote gelten. So darf zum Beispiel die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht erlaubt werden, wenn Sie Staatsangehöriger eines sicheren Herkunftsstaates (Stand 2016: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal und Serbien) sind und Ihr nach dem 31.08.2015 gestellter Asylantrag abgelehnt wurde.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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