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Politik

Seit der Fluchtbewegung der letzten Jahre nach Deutschland steht Integration heute mehr denn je im Zentrum der politischen Debatte. Dabei ist Deutschland schon lange ein Einwanderungsland.

22% der deutschen Bevölkerung haben einen sogenannten Migrationshintergrund, d. h. dass sie selbst oder mindestens ein Elternteil aus dem Ausland hierhergekommen sind.  Trotzdem gab es lange Zeit in Deutschland kein politisches Konzept für die Integration der neuen MitbürgerInnen. Dies änderte sich erst 2005, als Integrationspolitik durch das neue Zuwanderungsgesetz als staatliche Aufgabe definiert wurde.

Seither hat sich einiges in diesem Bereich getan. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat seine Aufgaben von der Bearbeitung von Asylanträgen zu Programmen zur Gestaltung von Zuwanderung und der Förderung von Integration erweitert.

Die deutsche Integrationspolitik steht unter dem Motto „Fördern und Fordern“. Zuwanderer haben dabei Anspruch auf eine Reihe staatlicher Leistungen, müssen im Gegenzug aber auch bestimmte Auflagen in Bezug auf die sprachliche und kulturelle Integration bestehen. Ein Beispiel ist die Teilnahme an den staatlich geförderten Integrationskursen. Im Zuge der Fluchtbewegung wurde 2016 ein Integrationsgesetz verabschiedet, das Regelungen für die Unterbringung, Sprachförderung und berufliche Integration der Neuankömmlinge festlegte.

In den letzten Jahren wurde aber auch verstärkt Wert darauf gelegt, dass Integration ein beidseitiger Prozess ist. Viele Integrationsprogramme richten sich daher nicht nur an Neuzuwanderer, sondern auch an die Aufnahmegesellschaft.

Im Nationalen Aktionsplan Integration wurden 2006 verbindliche Zielvorgaben für den Integrationsprozess festgelegt. Im weltweiten Vergleich wird die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund positiv bewertet. Dennoch haben Menschen mit Migrationshintergrund hierzulande noch immer nicht die gleichen Chancen wie Menschen ohne Migrationshintergrund, vor allem in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt und politische Teilhabe.

Mehr Informationen zur Integrationspolitik in NRW:

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