Projekt "Wir im Wupperwandel - 180 Tage klimafreundlich leben"
Ein klimafreundlicher und nachhaltiger Lebensstil einzelner Haushalte leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität unserer Gesellschaft.
Die Stadt Wuppertal beteiligte sich aus diesem Grund an einem Pilotprojekt zum Thema klimaschonende Entscheidungen. Gemeinsam mit sieben weiteren Städten und einem Landkreis wurden ähnliche Projekt umgesetzt, um Menschen in NRW dabei zu unterstützen, einen nachhaltigen Lebensstil auszuprobieren.
Am 1. Oktober 2024 startete das Projekt "Wir im Wupperwandel - 180 Tage klimafreundlich leben".
Hier einige Eindrücke der Veranstaltungen und Angebote:
180 Tage in Bildern
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Die Abschlussveranstaltung
Bei der Abschlussveranstaltung am 14. März 2025 erhielten alle Anbietenden und Teilnehmenden eine Urkunde bzw. ein Teilnahmezertifikat.
Projektziele
Ziel des Projektes war es, 12 private Haushalte dabei zu unterstützen, klimafreundliche Verhaltensweisen auszuprobieren und im Alltag zu leben. Die Teilnehmenden haben ihre Ziele und Handlungen dabei selbst festgelegt.
Das Besondere an diesem Ansatz: Im Mittelpunkt steht dabei ein Marktplatzgedanke, der Anbieter*innen von klimaschonenden Produkten und Dienstleistungen mit Haushalten als mögliche Kund*innen zusammenbringt. Angebote wurden im Alltag ausprobiert und Unternehmen und Dienstleister*innen bekamen ein direktes Feedback potenzieller Kund*innen.
Anbieter*innen standen aber nicht nur Produkte und Dienstleistungen vor, sondern standen auch mit Fachinformationen und nützlichen Tipps und Tricks zur Verfügung.
In den Workshops ging es besonders um den Austausch und darum, voneinander und miteinander zu lernen.
Projektergebnisse
Hochgerechnet auf ein ganzes Jahr hat jede Person durchschnittlich 580 kg CO2 eingespart. Die Einzelergebnisse der Einsparungen lagen zwischen 153 kg CO2/a und 3.816 kg CO2/a.
Nehmen wir mal an...alle Wuppertaler*innen (Stand 2023: 359.000 Haushalte) hätten teilgenommen und dieses Durchschnittsergebnis erzielt, das würde einem Reduktionsbeitrag von 208.000 Tonnen CO2 pro Jahr entsprechen.
Die meisten Einsparungen gab es im Bereich Wohnen und Energie (ca. 1.300 kg CO2 pro Haushalt).
Im Bereich Mobilität gab es einen Haushalt, der 50% des bisherigen Verbrauchs einsparen konnte.
Die Umsetzungen waren unter anderem eine Reduzierung des Gasverbrauchs, Grünen Strom nutzen, Wechsel zur Wärmepumpe, weniger online bestellten, saisonale und regionale Produkte einkaufen, Lebensmittel selbst herstellen, Sammelbestellungen u.v.m.
Die oben genannten Daten und Ergebnisse wurden durch die Gertec GmbH (Öffnet in einem neuen Tab) ermittelt.
Der Zeitplan
Die wichtigsten Meilensteine des Projektes hier nochmal im Überblick.
Teilnehmende und Anbietende
Auf der Karte sind die ungefähre Verortung der Haushalte (blaue Punkte) die teilgenommen haben sowie die Standorte der Anbietenden (Logos) zu sehen.
Projektkoordination
Das Ressort Klima und Nachhaltigkeit der Stadt Wuppertal hat das Projekt organisiert und wurde dabei durch ein externes Beratungsbüro unterstützt.
Das Modellprojekt findet in enger Abstimmung mit dem Städtenetzwerk "Klimaschonende Entscheidungen" statt. Sieben weitere Städte und ein Kreis sind Mitglied dieses NRW weiten Netzwetzwerkes. Sie führen dieses Projekt ebenfalls durch.
Der Austausch im Netzwerk ermöglicht, dass wir als die Städte und Kommunen voneinander lernen und Wissen darüber erhalten, wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz immer mehr Teil des alltäglichen Lebens werden können.
DANKE!
Das Ressort Klima und Nachhaltigkeit bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Anbietenden, die sich auf dieses Pilotprojekt eingelassen und ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben.
Ein weiterer Dank gilt der Gertec GmbH, die uns bei der Umsetzung des Projektes unterstützt hat.
Das Projekt „Wir im Wupperwandel – 180 Tage klimafreundlich leben“ ist Teil des integrierten Klimaschutzkonzepts für Wuppertal, in dessen Rahmen seit 2021 zahlreiche Maßnahmen in unterschiedlichen Handlungsfeldern wie Stadtentwicklung, Bildung, Industrie, Mobilität und Energie umgesetzt werden.
Ernährung und Klima
Nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung - Ein Thema besonders für Schulen und Kitas
"Bio" auf dem Teller? ?!
Ökologisch, regional, saisonal und vegetarisch oder sogar vegan soll unser Essen sein! Immer mehr Einrichtungen organisieren sich neu und schaffen eine oftmals sogar kostenneutrale Umstellung auf faire, gesunde und klimafreundliche Produkte. Das ist eine Entwicklung, von der alle etwas haben.
Es gibt Unterstützungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele, die zeigen, wie das gelingen kann. Bio für alle ist die Devise. Was zählt ist die praktikable Lösung vor Ort. Informieren lohnt sich!
Wieso umsteigen?
Dafür spricht…
- Unterstützung regionaler Landwirtschaftsbetriebe
- Klimafreundliche Produkte
- Ausgewogene, gesunde Ernährung der Kinder
- Frühes Heranführen an einen verantwortungsvollen Konsum
- Imagestärkung als moderne, nachhaltige Einrichtung
Orientierungshilfe für den Umstieg bietet zum Beispiel der Leitfaden der Verbraucherzentrale NRW (Öffnet in einem neuen Tab) zum Thema klimagesunde Schulverpflegung.
Angebote der Verbraucherzentrale NRW
Zum Thema klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung an Kitas und Schulen hat die Verbraucherzentrale NRW ein umfassendes Informations- und Beratungsangebot (Öffnet in einem neuen Tab) zusammengestellt.
Angebot der Verbraucherzentrale Bundesverband
Zu dem Thema „Klimabewusste Ernährung als Thema im Unterricht“ finden Sie unter den folgenden Link Beispiele und Unterrichtsmaterial.
Energieeffiziente Küche
Wenn es dann noch gelingt, die gesunden und klimafreundlichen Gerichte auch energieeffizient zuzubereiten, ist beim Thema Klimaschutz alles im grünen Bereich!
Link zum Projekt "KEEKS - Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen": https://www.keeks-projekte.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)
Praxis-Beispiele
Der Mensaverein Ronsdorf (Öffnet in einem neuen Tab) versorgt vier Wuppertaler Schulen mit frisch zubereiteten Menüs. 70 bis 75% der verarbeiteten Lebensmittel kommen aus ökologischer Erzeugung.
Auch das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium (Öffnet in einem neuen Tab) in Elberfeld engagiert sich für eine klimagesunde Schulverpflegung und wurde dafür ausgezeichnet.
Ein weiteres positives Beispiel ist die gemeinsame Mensa für die Landesfinanzschule NRW und Justizvollzugsschule NRW. Das Essen kommt aus der Frischküche und hat einen Bio-Anteil von rund 65 Prozent.
Weitere Erfolgsbeispiele finden sich in der Broschüre „Bio in Schulen und Vorschuleinrichtungen“, herausgegeben von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).
Weitere Interessante Beiträge
- Auf der „Karte von morgen“ (Öffnet in einem neuen Tab) finden sich Initiativen und Unternehmen, die sich in Wuppertal und anderen Orten für einen nachhaltigen Lebensstil stark machen, darunter Bio-, Hof- und Unverpacktläden.
-
Auf der Plattform biospeiseplan.de (Öffnet in einem neuen Tab) haben Sie die Möglichkeit, Ihre wöchentlichen Speisepläne zu erstellen und zu verwalten. Darüber hinaus erhalten Sie detaillierte Informationen zur Kostenkalkulation, Einkauf und Lagerung sowie zu den Nährwerten der einzelnen Gerichte.
-
(Öffnet in einem neuen Tab)Bio kann (Öffnet in einem neuen Tab)jeder (Öffnet in einem neuen Tab) informiert über eine nachhaltige Ernährung in Kitas und Schulen.
- Klimafreundliche Gerichte für die Gemeinschaftsverpflegung und 30 beliebte Rezepte für ein klimafreundliches und leckeres Essen finden Sie unter https://www.kita-schulverpflegung.nrw/klimafreundliche-rezepte (Öffnet in einem neuen Tab)
- Den CO2-Rechner des Umweltbundesamtes, mit Angaben zur CO2-Bilanz in der Ernährung und im Sonstigen Konsum finden Sie unter: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/food (Öffnet in einem neuen Tab)
Auswahl an Biocaterern und Biohöfen
Die unten genannten Unternehmen entsprechen ausgewählten Kriterien nachhaltiger Gemeinschaftsverpflegung: Sie befinden sich in nicht mehr als 70 km Entfernung von der Stadt Wuppertal entfernt, verfügen über eine staatliche Bio-Zertifizierung und bieten eine Belieferung an Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung an. Diese Auswahl ist nicht abschließend. Sollten Sie sich als regionaler Bio-Caterer aus dem Wuppertaler Umland hier nicht wiederfinden, wenden Sie sich gern an den untenstehenden Kontakt.
Rebional GmbH
Anschrift: Gerhard-Kienle-Weg 4, 58313 Herdecke
Zertifikate: Bio-AHVV, DGE Zertifikat, ZNU-Zertifizierung, HACCP
https://www.rebional.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)
inforebionalde
Tel: (02330) 98 98 115
Vitaminreich Biocatering GmbH
Anschrift: Grünstraße 35, 42551 Velbert
Zertifikate: Bio-AHVV, DGE-Zertifikat, HACCP
https://www.vitaminreich-biocatering.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)
info@vitaminreich-biocateringde
Tel: (02051) 800 4756
BioDare
Anschrift: Looker Straße 2-4, 42555 Velbert
Zertifikate: Bio-AHVV, BGN-Zertifikat, HACCP
https://bio-dare.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)
inf@obio-darede
Tel: 02052 – 50 28 420 / 0170 – 167 558 4
Catering & Partyservice Wunderlich
Anschrift: Enneper Str. 19, 58135 Hagen
Zertifikate: DE-ÖKO-006, HACCP
https://www.partyservice-wunderlich.de/ (Öffnet in einem neuen Tab)
infopartyservice-wunderlichde
Tel: (02331) 400368
Haaner Felsenquelle
Anschrift: Flurstraße 140, 42781 Haan
Zertifikate: DE-ÖKO-013, HACCP, IFS
www.haanerfelsenquelle.de (Öffnet in einem neuen Tab)
E-Mail: info@haanerfelsenquellede
Tel: 02129 94940
Für die Gemeinschaftsverpflegung kann eine Versorgung mit Bioprodukten im Direkteinkauf auch eine gute Lösung sein, beispielsweise durch Biohöfe. Eine Auswahl an Biohöfen aus der Region ist auf der Seite der Biohöfe Windrather Tal (Öffnet in einem neuen Tab) und bei Radio Wuppertal (Öffnet in einem neuen Tab) zu finden.
Förderung des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).
Kontakt
Ort
Frau Sandra Bieler
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal
Kontakt
Klimagourmet Wuppertal
Wanderausstellung zum Thema Ernährung und Klima
Klimagourmet ist eine interaktive Ausstellung, die in Frankfurt am Main entwickelt und von der Deutschen UNESCO-Kommission mehrfach ausgezeichnet wurde. Wir haben die erfolgreiche Initiative aufgegriffen und die Ausstellung in Anlehnung an das Frankfurter Original als Klimagourmet Wuppertal neu aufgelegt.
Ziel ist es, auf die Zusammenhänge von Ernährung und Klimawandel hinzuweisen und für klimafreundliche und gesunde Gerichte mit möglichst regionalen Bioprodukten zu werben. Angesprochen sind dabei besonders Schulen und weitere Einrichtungen mit Mensen oder Kantinen.
An 10 Stationen werden folgende Aspekte der Ausstellung beleuchtet und durch interaktive Elemente erlebbar gemacht:
Station 1: Was treibt das Gas im Haus?
Einführung in die Ausstellung und das Thema Treibhausgase
Station 2: Klimaschnäppchen
Betrachtung und Wiegen des CO2-Fußabdrucks unterschiedlicher Lebensmittel
Station 3: Reisefieber
Auswirkungen der Faktoren Transport, Saisonalität und Anbauweise am Beispiel Tomate, Erleben durch Hochziehen von Tomaten mit unterschiedlicher CO2-Bilanz
Station 4: Rindvieh
Durch die richtige Anordnung von Legekarten entlang der Produktions- und Lieferkette zeigt sich, warum der CO2-Fußabdruck von Fleisch- und Milchprodukten häufig höher ist als von pflanzlichen Lebensmitteln
Station 5: Besiegelt
In einem Quiz werden verschiedene Aspekte des landwirtschaftlichen Anbaus und der Tierhaltung nach unterschiedlichen Bio-Siegeln und konventionellem Anbau miteinander verglichen
Station 6: Unverpackt
Betrachtung der CO2-Bilanz unterschiedlicher Lebensmittelverpackungen
Station 7: Deckel drauf
Die CO2-Bilanz unterschiedlicher Herd- und Kocharten sowie Tipps zum energieeffizienten Kochen können entdeckt werden
Station 8: Ver(sch)wendet
Durch Öffnen von Mülleimern wird deutlich, in welchen Bereichen und warum es zu Lebensmittelverschwendung kommt
Station 9: Durchschaut
Klapptafeln geben Informationen zu Greenwashing
Station 10: Klimatipps
Kleine Tafeln liefern Tipps für den Alltag, Besucher*innen können selbst Vorschläge verfassen
Informationen zur Ausleihe und Buchung
Für Verleihanfragen bitte die Funktionsadresse verwenden:
verleih.klimaschutzstadt.wuppertalde
+++Aktuell ist eine Ausleihe der Wanderausstellung Klimagourmet Wuppertal aus Kapazitätsgründen leider nicht möglich. Sollten sich hierzu Änderungen ergeben, werden wir diese Information umgehend anpassen.+++
Weitere Informationen
Weiterführende Links zur Station Durchschaut
- BUND: Bio, öko, regional: Welche Bio-Siegel wirklich bio sind (Öffnet in einem neuen Tab)
- Verbraucherzentrale: Regionale Lebensmittel (Öffnet in einem neuen Tab)
- Verbraucherzentrale: Lebensmittelklarheit - Extrakt oder natürliches Aroma - wo die Unterschiede liegen (Öffnet in einem neuen Tab)
- Verbraucherzentrale: Wenn der Produktname zu viel verspricht (Öffnet in einem neuen Tab)
- Verbraucherzentrale Hessen: Verpackungen mit grünem Anstrich: Mehr Schein als Sein (Öffnet in einem neuen Tab)
Informationsangebote
Hier finden Sie einen Überblick zu Beratungs- und Informationsangeboten der Verbraucherzentrale NRW rund um das Thema „Klimafreundliche Gemeinschaftsverpflegung“:
Der Hof Kotthausen hat außerdem ein bauernhofpädagogisches Angebot für Schulklassen und andere Gruppen
Fördermittel des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).
Kontakt
Ort
Frau Sandra Bieler
Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal
Kontakt
Klimafreundlich is(s)t besser!
Das Thema klimaverträgliche, gesunde Ernährung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Denn was auf unseren Teller kommt, hat einen Einfluss auf den CO2-Fußabdruck, den wir beim Einkauf und Verzehr von Lebensmitteln hinterlassen. Dabei kommt es auf jeden einzelnen an. Auch Großküchen und Cateringunternehmen können einen wichtigen Beitrag zu einer vollwertigen und klimagesunden Ernährung leisten, da sie viele Menschen mit Speisen versorgen. Dass das geht, auch ohne steigende Kosten, zeigen engagierte Mensabetreiber in Wuppertal und anderen Städten.
Vor allem in der industriellen Landwirtschaft, gekennzeichnet durch Massentierhaltung, Monokulturen, intensive Bodennutzung, Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden werden umfangreich Treibhausgase freigesetzt, die unserem Klima schaden. Hinzu kommt: Viele Lebensmittel, die in unseren Supermärkten angeboten werden, haben lange Transportwege hinter sich, insbesondere Flugwaren (Öffnet in einem neuen Tab). Verpackungen, Lagerung und Kühlung verursachen weitere klimaschädliche Emissionen. Die Umstellung unserer Ernährung auf regionale Bioprodukte, basierend auf einer nachhaltigen Landwirtschaft ist daher ein wichtiger Schritt, um Umwelt und Klima zu schonen.
Die verstärkte Verwendung vegetarischer und möglichst sogar veganer Kost anstatt tierischer Lebensmittel spart ebenfalls CO2. Sofern saisonales Obst und Gemüse eingekauft werden kann, sollte dies auch gemacht werden. Nicht saisonale Produkte werden meist über mehrere hundert bis tausende Kilometer transportiert und schaden dem Klima enorm. Ein Saisonkalender für heimisches Obst und Gemüse findet sich zum Beispiel auf der Website der Verbraucherzentrale.
Zudem kommt es auf die Verwertung der eingekauften Lebensmittel an. Selber machen ist hier der Leitsatz. Die Zubereitung frischer Lebensmittel verursacht weniger Treibhausgase und ist auch gesünder als Fertignahrung.
Glücklicherweise gibt es schon mehrere Projektträger, die bei der Umstellung auf Bio-Produkte unterstützen und Leitfäden anbieten. Einer dieser Unterstützer ist die Verbraucherzentrale NRW, die das Projekt „Mehrwertkonsum“ (Öffnet in einem neuen Tab) ins Leben gerufen hat.
Umstellung von Schulverpflegung auf klimaschonende und gesunde Ernährung
Eine Umstellung auf Bio-Produkte erfordert erfahrungsgemäß Zeit und erfolgt oft schrittweise. Entscheidet sich eine Schulmensa für den Umstieg, ist der enge Kontakt mit Schüler*innen, Eltern und Lehrkräften wichtig. Zusammenhänge der Ernährungsumstellung sollten erklärt und Feedback aufgenommen werden. Nur wenn die Essenszahlen und der Preis pro Mahlzeit konstant bleiben, kann von einem Erfolg gesprochen werden.
Grundsätzlich gilt natürlich, dass beim Einkauf auf saisonale Produkte geachtet werden sollte. Weiter macht es einen Unterschied, ob die Mahlzeiten frisch zubereitet oder die Produkte nur erhitzt werden. Dabei spielt wiederum die Ausstattung der Küche eine Rolle. Hier ist gegebenenfalls eine Umrüstung beziehungsweise Anschaffung neuer Küchengeräte erforderlich. Für Kitas und Schulen besteht aktuell im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative/ Kommunalrichtlinie die Möglichkeit, für den Austausch von veralteten Elektrogeräten in Schul- und Lehrküchen sowie Kindertagesstätten Fördermittel zu beantragen.
In Wuppertal geht zum Beispiel der Mensaverein Ronsdorf e.V. (Öffnet in einem neuen Tab) mit gutem Beispiel voran. Der Verein besteht bereits seit 1984 und bietet Schüler*innen gesunde und schmackhafte Mahlzeiten, überwiegend in Bioqualität: 70 bis 75 % der Lebensmittel, die verarbeitet werden, stammen aus ökologischer Landwirtschaft.
Es gibt kein Patentrezept für die Umstellung der Gemeinschaftsverpflegung, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Dies zeigt sich beim Mensaverein und anderen Engagierten, die sich für eine nachhaltige Ernährung entschieden haben. Im Rahmen des Projekts MehrWertKonsum bietet die Verbraucherzentrale NRW zudem Schulen, Kitas und weiteren Interessierten einen Leitfaden als Orientierungshilfe und Beratung an. Wichtig ist herauszufinden, welche Möglichkeiten in Betracht kommen. Es kann schon bei der Fleischreduktion oder beim Einkauf von saisonalem Obst und Gemüse angefangen werden. Vorschläge für gesunde und klimafreundliche Rezepte, geeignet für Schulküchen finden sich zum Beispiel über das Projekt „KEEKS – Klima- und energieeffiziente Küche in Schulen“ (Öffnet in einem neuen Tab). Der CO2-Rechner Klimatarier ermöglicht zudem einen Vergleich der CO2-Bilanz unterschiedlicher Lebensmittel. Hier können u.a. Rezepte zusammengestellt werden, die aufzeigen wie viel Treibhausgasemissionen dabei ausgestoßen werden. Zudem können so auch Alternativen bei der Rezeptzusammenstellung gefunden und ausprobiert werden.
Kurzum: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten und Hilfestellungen für eine Umstellung auf eine gesunde und klimafreundliche Ernährung, einfach machen und ausprobieren ist die Devise!
Informations- und Veranstaltungshinweise
Online-Tool von PSLifestyle
Das Online-Tool von PSLifestyle (Öffnet in einem neuen Tab) hilft Nutzer*innen, sich über die Auswirkungen ihrer alltäglichen Aktivitäten auf die Umwelt zu informieren. Es regt dazu an, über derzeitige Gewohnheiten nachzudenken und zu überlegen, wie diese durch kluges Handeln im Alltag geändert werden können. Nutzer*innen können persönliche Pläne entwickeln und ihre Fortschritte verfolgen.
Der Lifestyle Test wurde gemeinsam mit Bürger*innen in einer Reihe von Living Lab-Workshops in acht europäischen Ländern entwickelt: Estland, Finnland, Deutschland, Griechenland, Italien, Portugal, Slowenien und der Türkei.
Weitere Informationen zum Projekt und dem PSL Tool finden Sie hier: Protected link (Öffnet in einem neuen Tab).
Mach mit: Refill-Stationen in Wuppertal
Wer in Wuppertal unterwegs ist, kann Trinkwasserflaschen an öffentlichen Trinkwasserstellen oder an einer Refill-Station auffüllen. Bei Hitze viel zu trinken und dabei auch noch Plastik einzusparen – ein doppeltes Plus!
Wo kann ich kostenlos meine Trinkwasserflasche auffüllen?
Die Standorte der Refill-Stationen finden Sie in der Karte von Morgen von atip:tap e.V.
Wie kann ich Refill-Station werden?
Refill-Stationen sind Geschäfte oder Einrichtungen mit klaren Öffnungszeiten, unabhängig von ihrer Art oder Lage, die das Auffüllen von Trinkgefäßen ermöglichen. Das Auffüllen der Trinkflasche soll hygienisch (ohne Kontakt zur Trinkflasche) erfolgen. Sie werden durch einen Refill-Aufkleber an der Tür gekennzeichnet und listen sich auf der "Karte von Morgen", um Nutzenden die Suche nach der nächsten Station zu erleichtern. In nur zwei Schritten sind Sie dabei:
1. Registrieren Sie Ihre Refill-Station über die „Karte von morgen“ (QR-Link siehe unten) und machen Sie sie damit sichtbar für andere. Eine kleine Anleitung dazu gibt es unter https://refill-deutschland.de/werde-refill-station/.
2. Melden Sie sich unter sandra.bielerstadt.wuppertalde und erhalten einen Refill-Sticker, den Sie gut sichtbar an z.B. Tür oder Fenster anbringen, um die Refill-Station für Passant:innen sichtbar zu machen und sie einzuladen, sich ihr Trinkgefäß auffüllen zu lassen.
Förderung des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 31.08.2024 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).