Hitzeaktionsplan für Wuppertal
Der Wuppertaler Hitzeaktionsplan - Gemeinsam aktiv gegen die Hitze
Der Klimawandel und die damit einhergehende globale Erwärmung haben eine Zunahme an extremen Wetterereignissen zur Folge. Hitzewellen zählen zu den Extremwetterereignissen, die in Zukunft noch häufiger und intensiver auftreten werden und damit eine zunehmende Gesundheitsgefährdung für die Bevölkerung darstellen. Hitze wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden aller Menschen aus. Einige vulnerable Bevölkerungsgruppen sind aber besonders gefährdet, denn in den letzten Jahren wurde ein Anstieg an hitzebedingten Todesfällen und Krankheiten, wie Dehydrierung, Hitzschlag und Herz-Kreislauferkrankungen erfasst.
Die Erstellung eines Hitzeaktionsplans dient zur Prävention dieser gesundheitlichen Folgen, da er umfassende Interventionsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz berücksichtigt. Er verfolgt einen integrativen Ansatz, der kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen zum Gesundheitsschutz in einem gemeinsamen Rahmen vereint. Dazu gehören zum Beispiel das Nutzen von Frühwarnsystemen und das rechtzeitige Aufklären der Öffentlichkeit. Besonders berücksichtigt werden hier auch betroffene Einrichtungen, wie zum Beispiel Altenheime und Pflegeheime, Krankenhäuser und Kindertageseinrichtungen, um die vulnerablen Personengruppen zu erreichen.
Die Stadt Wuppertal hat gemeinsam mit den Büros GreenAdapt und der Gesellschaft für sozioökonomische Forschung (GSF) einen Hitzeaktionsplan erarbeitet. Der Hitzeaktionsplan wurde im Frühjahr 2025 den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt und im April 2025 durch den Rat der Stadt beschlossen.
Für den Erfolg des Hitzeaktionsplans war die gemeinsame Erarbeitung als Stadtgesellschaft essenziell. Hitzeereignisse haben eine große Auswirkung auf den Alltag der Bürgerinnen und Bürgern sowie Gäste der Stadt Wuppertal. Es war damit unerlässlich, die Stadtgesellschaft in den Prozess zu integrieren, Vorschläge und Anregungen, aber auch besondere Bedürfnisse aufzugreifen und gemeinsam zu diskutieren.
Die Online-Befragung zum Hitzeaktionsplan hat vom 19.04.2023 – 10.05.2023 stattgefunden. Am 12. Juni wurde in der Pauluskirche eine öffentliche Beteiligungsveranstaltung zum Hitzeaktionsplan durchgeführt.
Insgesamt haben sich über 700 Menschen sowohl online als auch bei dem Präsenztermin in der Pauluskirche aktiv an der Erstellung des Hitzeaktionsplans beteiligt. Das Engagement und Interesse der Bürger*innen Wuppertals zeigen deutlich, wie wichtig das Thema Hitze ist und dass die Wuppertaler*innen einen maßgeblichen Beitrag zur Entwicklung einer nachhaltigen und klimaresilienten Stadt Wuppertal leisten möchten. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung flossen in die weitere Erarbeitung des Hitzeaktionsplans ein. Dabei wurden auch Expertinnen und Experten hinzugezogen, um die fachliche Expertise zu gewährleisten. Ergänzend hierzu wurden noch mehrere Fachworkshops, sowie Vernetzungs- und Verstetigungsworkshops durchgeführt.
Ein wichtiger Bestandteil des Hitzeaktionsplans – das Hitzeportal der Stadt Wuppertal - wurde bereits in einem ersten Aufschlag realisiert. Das Hitzeportal hält für die Bürgerinnen und Bürger ausführliche Informationen rund um das Thema Hitze bereit. Das Hitzeportal wird fortlaufend aktualisiert und zu ergänzt.
Hitzeportal der Stadt Wuppertal
Die Erstellung des Hitzeaktionsplans für Wuppertal wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
Fördermittel des Bundes
Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).
Begrünung eines Buswartehäuschens
WSW Bushaltestelle Loher Brücke hat ein Gründach
Gründächer verbessern das Lebensumfeld der Bürger*innen und steigern das Verständnis für die Bedeutung der Natur, des Klimaschutzes sowie Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung.
Extensive Dachbegrünungen sind naturnah angelegte Vegetationsflächen mit geringen Flächenlasten und minimalem Pflegebedarf.
Als Pflanzung haben sich Sedumarten bewehrt, die mit trockenresistenten Kräutern und Stauden kombiniert werden können.
Der positive Effekt von Dachbegrünung auf das urbane Klima sowie die Flora und Fauna der Stadt ist bedeutend. Begrünte Dächer speichern Wasser, filtern Staub, mindern Lärm und gleichen Temperaturunterschiede aus. Sie sind Ersatzlebensraum für Tiere und Pflanzen in der Stadt.
An der Bushaltestelle Loher Brücke steht die erste Wartehalle mit einem Gründach
WSW und Stadt Wuppertal testen eine Dachbegrünung im innerstädtischen Bereich.
Am 25. Juli 2022 wurde die erste WSW-Wartehalle an der Bushaltestelle Loher Brücke mit einem Gründach ausgestattet. Das Gründach verfügt über eine speziell entwickelte Pflanzkassette, die neben 16 verschiedenen Sedumarten und blütenreichen Stauden, unter anderem Echtem Salbei, Oregano und Katzenminze, vorbepflanzt ist. Die zahlreichen Pflanzen bieten ein Lebensraum und ein Nahrungsangebot für Bienen, Hummeln und andere Insekten und tragen so zur biologischen Vielfalt bei.
Ziel der WSW ist, an einem Musterstandort längerfristige Erfahrungen mit Dachbegrünungen an Bushaltestellen zu sammeln.
An den Aushangflächen der Haltestelle werden den Fahrgästen weiterführende Informationen über Dachbegrünungen und ihren Beitrag zum Klimaschutz bereitgestellt.
Weiterführende Informationen finden Sie unter Modellprojekt: WSW-Bushaltestelle bekommt blühendes Dach (Öffnet in einem neuen Tab)
Fördermittel des Bundes
Die Beteiligung an dem Projekt zur Begrünung von Wartehallen erfolgte im Rahmen des Klimamanagements. Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).
Woche der Klimaanpassung 2024
Gemeinsam für Klimaanpassung
Gemeinsam für Klimaanpassung – das ist erneut das Motto der bundesweiten Woche der Klimaanpassung vom 16. bis zum 20. September 2024. Auch die Stadt Wuppertal möchte in diesem Zeitraum zeigen, wie sich Stadt und Mensch vor zunehmender Hitze und Starkregenereignissen schützen können. Das kostenlose Programm reicht von einer Fahrradtour über Klima-Experimente für Kinder, Pflanzaktionen, der Vorstellung von Forschungsprojekten bis hin zu einem Hitze-Glücksrad mit kleinen Gewinnen. Beteiligt sind auch das Wuppertal Institut, der Wupperverband und die Wuppertaler Stadtwerke.
Ein Großteil der Veranstaltungen findet am Pop-Up Park an der Schwebebahnhaltestelle am Alter Markt in Barmen statt. Dort werden zwischen dem 16. und 20. September täglich auch die gesammelten Ideen für die Platzgestaltung – wie z.B. neue Beete und Sitzgelegenheiten – umgesetzt.
Programm 2024
Montag, 16.09.
16 Uhr: Ausstellungseröffnung DER WALD & DER STURM von Christian v. Grumbkow, im Wuppertal Institut
Dienstag, 17.09.
15 bis 19 Uhr: Gemeinsam für Klimaanpassung – Aktionen am Pop-Up Park Barmen
Mittwoch, 18.09.
15 bis 19 Uhr: Klimaanpassung spielerisch erleben – Aktionen am Pop-Up Park Barmen
Donnerstag, 19.09.
16 bis 19 Uhr: 20 °C kühler - Entsiegelungsworkshop am Pop-Up Park Barmen
17 bis 19:15 Uhr: Fahrradtour „Klimaanpassung in Wuppertal“
Freitag, 20.09.
14 bis 15:30 Uhr: Gemeinschaftliche Pflanzaktion am Pop-Up Park Barmen
Außerdem täglich von 10 bis 18 Uhr: Offene Baustelle Pop-Up Park
Der Pop-Up Park an der Schwebebahnhaltestelle am Alter Markt versteht sich als Reallabor für klimaresiliente Stadtentwicklung. Die im Juni gesammelten Ideen für die Platzgestaltung - wie z.B. Beete und weitere Sitzgelegenheiten - werden zwischen dem 16. und 20. September täglich von 10 bis 18 Uhr im Rahmen der „Offenen Baustelle“ umgesetzt.
Hintergrund
Die Woche der Klimaanpassung geht auf eine Initative vom Zentrum Klimaanpassung und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) zurück. Ziel ist es, dass Kommunen, Vereine und Initiativen gemeinsam mehr Aufmerksamkeit für das Thema der Klimaanpassung schaffen. Im Zentrum steht die Frage, wie wir unsere Umwelt gestalten können, um uns möglichst gut an die Veränderungen des Klimas anzupassen. Die Woche der Klimaanpassung findet 2024 zum dritten Mal statt.
Rückblick und Impressionen
Im September haben wir zum ersten Mal bei der bundesweiten Woche für Klimaanpassung (Öffnet in einem neuen Tab) mitgemacht. Unter dem Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung“ war es unser Ziel, durch unterschiedliche Aktionen zu zeigen, wie sich Stadt und Mensch vor zunehmender Hitze und Starkregenereignissen schützen können.
Am „Pop-Up Park“ Barmen konnten Besucher:innen z.B. am Hitzequiz teilnehmen, Klimaexperimente machen oder aktiv beim Entsiegeln einiger Flächen und dem Bau von Hochbeeten unterstützen. Viel Freude bereitet haben uns außerdem die Fahrradtouren, bei denen wir unterschiedliche Projekte der Klimaanpassung wie z.B. das Rückhaltebecken am Bornberg (Öffnet in einem neuen Tab)
besucht haben.
Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich beim Wuppertal Institut, beim Wupperverband, den Wuppertaler Stadtwerken und beim Studio Quack für die aktive Mitgestaltung des Programms.
Auch allen Besucher:innen möchten wir für das Interesse und den netten Austausch danken.
Fördermittel des Bundes
Die Beteiligung an dem Projekt zur Begrünung von Wartehallen erfolgte im Rahmen des Klimamanagements. Dank der Fördermittel des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie der Nationalen Klimaschutzinitiative startete im September 2021 das Vorhaben "KSI: Klimamanagement Stadt Wuppertal, Umsetzung des vorliegenden Klimaschutzkonzeptes mit integriertem Handlungsfeld Anpassung an den Klimawandel".
Für die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ist der Zeitraum 01.09.2021 bis 30.04.2025 vorgesehen (Förderkennzeichen: 67K15165).