Wie wollen wir uns in Zukunft durch unsere Stadt bewegen? Und wie gestalten wir unsere Quartiere so, dass sie auch bei Hitze und Starkregen lebenswert bleiben? Unter dem gemeinsamen Motto „Mobil & Klimastark“ widmeten sich die Europäische Mobilitätswoche und die Woche der Klimaanpassung vom 16. bis 22. September diesen Fragen.
SpielZIMMER: Mehr Platz für gutes Klima
Das Highlight der gemeinsamen Aktionswoche war das Straßenfest „SpielZIMMER – Mehr Platz für gutes Klima“ am 20. September auf der Zimmerstraße am Ölberg. Für einen Tag wurde die Straße den Menschen zurückgegeben und zeigte, wie öffentlicher Raum anders genutzt werden kann.
Mobile Bäume und weitere Grünelemente machten erlebbar, wie Begrünung das Stadtklima verbessert und die Aufenthaltsqualität steigert. An verschiedenen Ständen gab es Mitmachangebote für Groß und Klein, Musik, Tanz und Informationen zu nachhaltiger Mobilität und Klimaanpassung. Auch Themen wie der Umgang mit Hitze und Trinkwasser wurden anschaulich vermittelt.
Ein weiterer Höhepunkt war die Eröffnung der neuen Fahrradgarage mit mehr als 30 sicheren Stellplätzen für Fahrräder und Lastenräder. Gemeinsam mit dem Verein Unternehmer/innen für die Nordstadt und der Initiative Mobiler Ölberg wurde deutlich: Eine lebenswerte Stadt entsteht dort, wo Menschen gemeinsam neue Ideen ausprobieren und ihren Stadtteil gestalten.
Gemeinsam Schritte sammeln – Wuppertal auf Platz zehn
Auch im Alltag war Bewegung gefragt: Bei der Europäischen Schritte-Challenge sammelten die Teilnehmenden über die kostenlose Walk15-App Schritte für ihre Stadt. Wuppertal erreichte dabei europaweit den zehnten Platz. Das zeigt, wie viele Menschen bereit sind, kurze Wege zu Fuß zurückzulegen und damit Bewegung und klimafreundliche Mobilität miteinander zu verbinden.
Sicher und eigenständig zur Schule
Parallel dazu rief das Team „Sicher zur Schule“ Grundschulen zum Sternesammeln auf. Für jeden Tag, an dem Kinder ohne Elterntaxi zur Schule kommen, gab es einen Stern, unabhängig davon, ob sie zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad, mit Bus oder Schwebebahn unterwegs waren. Die Aktion fördert selbstständige Mobilität und macht deutlich, dass schon kleine Veränderungen im Alltag einen Unterschied machen.
Mobilität neu denken und Klimaanpassung digital erleben
Auch der Austausch und neue Perspektiven kamen nicht zu kurz: Bei der Politischen Runde in der Bergischen VHS ging es unter dem Titel „Cycling Cities – Was kann Wuppertal von Europas Vorreiterstädten lernen?“ um Beispiele aus anderen Städten und die Frage, welche Ideen sich auf Wuppertal übertragen lassen.
Beim Workshop „Klimaanpassung digital erleben“ konnten Interessierte außerdem den DigiTal Zwilling kennenlernen und selbst erkunden, wo Hitze oder Starkregen im Stadtgebiet besonders relevant sind. Digitale Daten helfen dabei, Herausforderungen sichtbar zu machen und Maßnahmen für ein klimaresilientes Wuppertal gezielt zu planen.
Ein gemeinsames Ziel: ein lebenswertes Wuppertal
Die Aktionswoche hat gezeigt, wie eng nachhaltige Mobilität und Klimaanpassung zusammenhängen. Begrünte Straßen, sichere Wege, mehr Bewegung im Alltag und ein bewusster Umgang mit den Folgen des Klimawandels tragen dazu bei, unsere Stadt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür braucht es gute Ideen, engagierte Partner und Menschen, die mitmachen.
Die Aktionswochen wurden zusammen veranstaltet mit dem Mobilen Ölberg, Wuppertal Institut, Pina-Bausch-Zentrum „under construction“ und weiteren Partner:innen.