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Klimaschutz Wuppertal Studie

Studie der Strategischen Behördenallianz

„Anpassung an den Klimawandel“ Veränderte Niederschläge beeinflussen Einsatzgeschehen und urbane Lebensräume

Die im August 2021 veröffentlicht Studie der Strategischen Behördenallianz „Anpassung an den Klimawandel“ präsentiert Ergebnisse, wie veränderte Niederschläge das Einsatzgeschehen und urbane Lebensräume verändert.

Die wichtigsten Ergebnisse des Projektes zeigen Zusammenhänge auf, dass bei steigenden Temperaturen der Erdatmosphäre Niederschlagsveränderungen auftreten. Statt großflächigem Dauerregen wird es häufiger kleinräumigen Starkregen geben. Außerdem wird kurzer extremer Starkregen deutlich großflächiger und etwas intensiver werden. 

Klimaprojektionen deuten darauf hin, dass sich die Zahl von Extremwetterereignissen durch den globalen Klimawandel in Zukunft noch weiter erhöhen könnte und diese intensiver werden.

Extremwetterereignisse wie Starkniederschläge sind sowohl für den Bevölkerungsschutz und die Katastrophenvorsorge als auch für die Stadt- und Raumplanung eine enorme Herausforderung.



Projekt KlamEx

Um hierzu valide und fundierte Erkenntnisse zu gewinnen, wurden in dem Projekt „Klassifikation meteorologischer Extremereignisse zur Risikovorsorge gegenüber Starkregen für den Bevölkerungsschutz und die Stadtentwicklung (KlamEx)“ die Niederschlagsdaten von 2001 bis 2020 analysiert.

Durch die statistische Auswertung der Starkregenereignisse und die Analyse von Einzelereignissen mittels Indizes sowie der Einbeziehung weiterer meteorologischer und nicht-meteorologischer Daten sollen die Kernfragen des Projekts angegangen werden:

  • Wie lässt sich der Zusammenhang zwischen extremem Niederschlagsereignis und Einsatzgeschehen sowohl qualitativ als auch quantitativ beschreiben?
  • Welche Quartiere und Siedlungstypen waren seit 2001 von Starkregen besonders betroffen?
  • Welche meteorologischen und nicht-meteorologischen Wirkkomponenten bestimmen die räumlich unterschiedlichen Auswirkungen eines Starkregenereignisses?
  • Welche Maßnahmen können die Risikovorsorge gegenüber Starkregen im Bevölkerungsschutz und in der Stadtentwicklung unterstützen?


An dem Projekt KlamEx beteiligten sich das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK (Öffnet in einem neuen Tab)), das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR (Öffnet in einem neuen Tab)), die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW (Öffnet in einem neuen Tab)) und der Deutsche Wetterdienst (DWD (Öffnet in einem neuen Tab)).



Fallstudiengebiet Wuppertal

Aufgrund der besonderen topographischen Lage und der konzentrierten Siedlungsdicht in der Tallage ist die Stadt Wuppertal bezüglich des Einsatzgeschehens besonders betroffen und wurde als Fallstudiengebiet untersucht. 

Der Ereigniskatalog, der in der Studie KlamEx erstellt wurde, liefert umfangreiche Möglichkeiten für die Analyse und die Blickwinkel auf Starkregenereignisse, die zu einer Gefahr für die öffentliche Ordnung werden können bzw. ein hohes Schadenspotenzial haben: Hier auf dieser Karte werden meteorologische, geografische und demografische Informationen mit dem Einsatzgeschehen während der Starkregenereignisse in Wuppertal in den Jahren 2006 bis 2018 zusammengeführt. Die roten Flächen zeichnen sich dabei insbesondere durch die Lage in einer Senke, aber auch durch eine hohe Siedlungsdichte und einen hohen Versiegelungsgrad aus.

Detaillierte Informationen zur Studie stehen im KlamEx–Abschlussbericht (Öffnet in einem neuen Tab). Die Ergebnisse zum Fallstudiengebiet Wuppertal werden auf den Seiten 134-144 beschrieben.

Weitere Links zur Studie der Strategischen Behördenallianz:

DWD-Aktuelle Meldung: Studie zur Analyse von Starkregenereignissen veröffentlicht (Öffnet in einem neuen Tab)

DWD Pressemitteilung: Studie der Strategischen Behördenallianz „Anpassung an den Klimawandel“ (Öffnet in einem neuen Tab)

Projekt KlamEx: Bedeutung von Starkregen für den Bevölkerungsschutz (Öffnet in einem neuen Tab)



Experten-Info für Ausschüsse und Bürger*innen in Wuppertal

Gutachten zur Klimaentwicklung und Vortrag zur Klimafolgenanpassung 

Am 27. Oktober 2021 fand eine Online-Veranstaltung zum Klimawandel und zur Klimafolgenanpassung statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Koordinierungsstelle Klimaschutz. 

An der Veranstaltung nahmen als geladene Gäste Vertreter der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Bauen, für Umwelt, sowie für Wirtschaft, Arbeit und Nachhaltigkeit teil. Im Weiteren konnten per Youtube auch interessierte Bürger*innen teilnehmen. 

Referiert wurde die Veranstaltung von Herrn Guido Halbig vom Deutschen Wetterdienst in Essen und Frau Luise Willen, Projektleiterin beim Deutschen Institut für Urbanistik. 
Herr Halbig referierte über die Auswirkungen des Klimawandels auf Wuppertal. Frau Willen informierte über die Möglichkeiten, die Kommunen bei der Klimafolgenanpassung haben.

Für alle, die keine Gelegenheit hatten an der Veranstaltung teilzunehmen, können dies auf dem Youtube-Kanal der Stadt Wuppertal noch nachholen: 

https://www.youtube.com/user/StadtWuppertal (Öffnet in einem neuen Tab)

 

Wichtige Informationen vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastropenhilfe

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK (Öffnet in einem neuen Tab)) informiert über die Vorsorge und das Verhalten in bedrohlichen Extremsituationen wie Hochwasser und Unwetter.

Informationen finden Sie unter:

Warn-App NINA (Öffnet in einem neuen Tab)

Vorsorge und Verhalten bei Hochwasser (Öffnet in einem neuen Tab)  

Vorsorge und Verhalten bei Unwetter (Öffnet in einem neuen Tab)

Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen (Öffnet in einem neuen Tab)


 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
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