Den Plan ins Rollen bringen
Mit dem Beschluss des Wärmeplans ist ein wichtiger Grundstein für eine klimafreundliche, zukunftsfähigen und verlässlichen Wärmeversorgung gelegt – entscheidend ist nun die konkrete Umsetzung. Gemeinsam mit Fachleuten, den Wuppertaler Stadtwerken und weiteren lokalen Akteur*innen wurden dafür 11 Maßnahmen erarbeitet, die die nächsten Schritte der Kommunalen Wärmeplanung festlegen und die Wärmewende in Wuppertal gezielt voranbringen sollen.
Die Maßnahmen gliedern sich in vier zentrale Handlungsfelder: Verwaltung und Regulatorik, Wärmeversorgung und Infrastruktur, Unterstützung und Förderung sowie die Dekarbonisierung von Einzelgebäuden.
Auf dieser Seite erhalten Sie einen Überblick über alle Maßnahmen der Kommunalen Wärmeplanung.
Verwaltung und Regulatorik
Einrichtung einer Koordinierungsstelle Kommunale Wärmeplanung
Mit der Fertigstellung des Kommunalen Wärmeplans entsteht für die Stadt eine dauerhafte Querschnitts- und Steuerungsaufgabe. Die bisherige Projektleitung soll daher in eine dauerhafte Koordinierungsstelle Kommunale Wärmeplanung überführt werden. Eine neue Organisationseinheit wird hierfür nicht geschaffen.
Die Koordinierungsstelle fungiert als zentrale Schnittstelle für die kommunale Wärmewende. Sie begleitet die Umsetzung der Maßnahmen, koordiniert Abstimmungsprozesse innerhalb der Verwaltung und mit externen Akteur*innen und verantwortet die Fortschreibung der Kommunalen Wärmeplanung. Darüber hinaus übernimmt sie eine wichtige Rolle in der Kommunikation mit Politik, Wirtschaft und Bürger*innen.
Durch die Bündelung der Aufgaben in einer zentralen Stelle sollen Verwaltungsprozesse effizienter gestaltet und die Umsetzung der Wärmewende langfristig gesichert werden.
Umsetzungsschritte
- Umwandlung der bestehenden Projektleitungsstelle in eine dauerhafte Koordinierungsstelle
- Aktualisierung des Aufgabenprofils
- Einrichtung eines strukturierten Monitorings und Datenmanagements für den Wärmeplan
- Aufbau regelmäßiger Abstimmungsformate mit relevanten Akteur*innen
- Vorbereitung der Fortschreibung des Kommunalen Wärmeplans
- Etablierung einer klaren Kommunikationsstruktur gegenüber Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Strategische Spartenkoordination zur Wärmewende
Aufgrund der vielfältig anstehenden Baumaßnahmen im Energiebereich erfolgt eine Fortführung und Intensivierung der strategischen Spartenkoordination als regelmäßiger Austausch zwischen Energieversorgungsunternehmen und den planungsverantwortlichen Ressorts. Das Ziel ist eine langfristige Synchronisation und Ökonomisierung der Energie- und Infrastrukturplanung, sowie Beschleunigung der Umsetzung.
Umsetzungsschritte
- Zuständigkeiten und relevante Akteure identifizieren
- Regelmäßiges Koordinationsformat einrichten
- Gemeinsames Zielbild entwickeln
- Gemeinsame Datengrundlagen und Planungsprozesse abstimmen
- Schnittstellen zwischen Strom, Gas, Wärme, Wasser und Verkehr systematisch analysieren
- Strategische Projekte und Prioritäten zur Wärmewende gemeinsam festlegen
- Ergebnisse dokumentieren und in kommunale Planungen integrieren
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung, Wuppertaler Stadtwerke
Wärmeversorgung- und Infrastruktur
Vorbereitung und Beantragung von BEW-Studien für Wärmenetzeignungsgebiete
Ziel der Maßnahme ist die Durchführung von Detailstudien für Wärmenetze in den identifizierten Eignungsgebieten, um deren Umsetzung vorzubereiten. In den Bestandsnetzen werden Transformationspläne entwickelt, welche die Erweiterung und „Umstellung auf Versorgung mit ausschließlich aus erneuerbaren Energien oder aus unvermeidbarer Abwärme erzeugter Wärme prüfen. In den weiteren Eignungsgebieten soll durch (BEW-geförderte) Machbarkeitsstudien die Umsetzbarkeit neuer Wärmenetze geprüft werden. Die Gebiete Röttgen, Domagkweg, Hilgershöhe, Eckbusch und Stahlsberg wurden anhand ihrer Quartiersstruktur identifiziert und sollen neben dem Fernwärmenetz als nächstes untersucht werden. Im Rahmen dieser Studien sollen unter anderem folgende Aspekte untersucht werden: - Technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit - Prüfung möglicher Netzverläufe und Trassenführungen - Festlegung geeigneter Vorlauftemperaturen und gegebenenfalls erforderlicher Übergabestationen - Interessenabfragen zur Ermittlung potenzieller Anschlussquoten - Identifikation und Einbindung potenzieller Ankerkunden - Analyse möglicher Wärmequellen und Speichermöglichkeiten.
Umsetzungsschritte
- Priorisierung der Eignungsgebiete durch Stadt und Stadtwerke
- Erstellung einer Projektskizze für das Netz
- Beantragung von Fördermitteln und Ausschreibung
Verantwortliche Akteure
Wuppertaler Stadtwerke, Stadtverwaltung
Untersuchung der Potenziale von Tiefengeothermie
Ziel der Maßnahme ist die Erweiterung der Fernwärmeerzeugung durch die Nutzung tiefer Geothermie als klimafreundliche Energiequelle. Die Wuppertaler Stadtwerke verfügen bereits über ein genehmigtes Aufsuchungsfeld im Norden der Stadt, in dem nach aktuellem Kenntnisstand devonische Massenkalke in Tiefen von bis zu 2.500 Metern vorhanden sind. Diese geologischen Strukturen bieten grundsätzlich geeignete Voraussetzungen für die Nutzung hydrothermaler Ressourcen. Bei der hydrothermalen Nutzung wird warmes Thermalwasser aus der Tiefe gefördert, abgekühlt und wieder reinjeziert. Von der Anlage oberirdisch aus wird die Wärme, je nach Tempertaturniveau mit einer Wärmepumpe auf eine geeignete Temperatur angehoben und ins Fernwärmenetz eingespeist. Hierfür ist ein Umbau des Teilnetzes Barmen auf Heizwasser notwendig. Erwartete Wirkung und Beitrag zur Energiewende: Die Maßnahme leistet einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in Wuppertal. Durch die Integration tiefer Geothermie in das Fernwärmenetz wird die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern reduziert und die Versorgungssicherheit erhöht. Zudem stärkt das Projekt die regionale Wertschöpfung und fördert die technologische Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien.
Umsetzungsschritte
- Machbarkeitsstudie: Beauftragung einer Studie zur technischen und wirtschaftlichen Realisierbarkeit der geothermischen Nutzung.
- Geophysikalische Erkundung: Durchführung einer 2D-Seismik zur Identifikation potenzieller Standorte für eine geothermische Anlage. Nach Auswahl eines geeigneten Standortes folgt eine detaillierte 3D-Seismik.
- Bohrung und Erschließung: Abteufen einer hydrothermalen Doublette (Förder- und Reinjektionsbohrung) zur Nutzung des Thermalwassers.
- Anlagenbau und Netzanbindung: Errichtung einer geothermischen Anlage zur Wärmegewinnung und Einspeisung in das bestehende Fernwärmenetz. Ziel ist die Erhöhung der Vollbenutzungsstunden und die Besicherung der Anlagenleistung.
Verantwortliche Akteure
Wuppertaler Stadtwerke
Ausarbeitung von Quartierslösungen für Gebiete mit Einzelversorgung (mit Finanzierungsvorbehalt)
Im Rahmen der Maßnahme sollen Wärmeversorgungslösungen für Quartiere erarbeitet werden, die trotz einer hohen Wärmebedarfsdichte nicht eindeutig einem zukünftigen Wärmenetz zugeordnet werden konnten und in denen Einzellösungen nur begrenzt umsetzbar sind. Dabei sind insbesondere innerstädtische Quartiere von Interesse, wo sich Synergien mit der (energetischen) Gebäudesanierung und der Behebung städtebaulicher Missstände, z.B. Leerstand, ergeben. Konkret soll untersucht werden, wie eine wirtschaftlich tragfähige, sozial verträgliche und klimaneutrale Wärmeversorgung ausgestaltet werden kann. Die Prüfung der technischen Umsetzungsmöglichkeiten für gemeinschaftliche Wärmelösungen soll durch eine gezielte Kommunikationsstrategie zur Aktivierung und Beratung der privaten Gebäudeeigentümer*innen begleitet werden. Sofern die Fördermöglichkeiten es zulassen, sollte ein integrierter Ansatz verfolgt werden, der auch die Gebäudesanierung in den Blick nimmt und Synergien mit den Maßnahmen 6, 7 und 10 sucht.
Umsetzungsschritte
- Erweiterte Bestandsaufnahme (Gebäude, Eigentümer) und Quartiersauswahl
- Eigentümerbefragung und Interessenbekundung
- Fördermittelakquise
- Entwicklung Beratungsmodell und Kommunikationsstrategie
- Entwicklung Wärmeversorgungslösung(en)
- Eigentümeraktivierung und Umsetzung
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Pilotprojekt Nahwärmeversorgung im Quartier Ölberg
Im Rahmen des bereits laufenden Förderprojektes SInBa werden Lösungswege für eine Nahwärmeversorgung auf dem Ölberg entwickelt und erprobt. Das Projekt geht auf eine von Bewohner*innen des Ölbergs gestartete Bürgerinitiative zur lokalen Wärmewende zurück. Bis 2027 wird für mindestens einen Baublock eine Machbarkeitsstudie für eine Nahwärmeinsel erstellt und ein Betreibermodell entwickelt. Die Gebäudeeigentümer*innen werden in den Entwicklungsprozess eng eingebunden. Im Rahmen der Umsetzungsstrategie der Kommunalen Wärmeplanung soll das Nahwärmevorhaben auf dem Ölberg in die Umsetzung begleitet werden. Im Vordergrund steht dabei die Koordinierung der in der Umsetzungsplanung einzubeziehenden städtischen Stellen. Das Pilotprojekt soll als Modell dienen, um weitere Projekte im Rahmen der Umsetzung der Kommunalen Wärmeplanung zu initiieren und das Potential engagierter Eigentümer*innen in Quartieren systematisch zu nutzen. Die Erfahrungen auf dem Ölberg fließen darüber hinaus in die Ausgestaltung der Maßnahmen 7 und 8 ein.
Umsetzungsschritte
- Koordinierung städtischer Stellen in der Umsetzungsplanung
- Begleitung während des Baus des Wärmenetzes
- Anfängliche Begleitung des Betriebs des Wärmenetzes
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Unterstützung und Förderung
Beratung durch Quartierswärmelotsen (mit Finanzierungsvorbehalt)
Mit den „Quartierswärmelotsen“ soll ein niedrigschwelliges Beratungsangebot für Bürgerinnen und Bürger geschaffen werden, die sich in Nachbarschaften zusammenschließen und gemeinsam eine klimafreundliche Energieversorgung entwickeln möchten. Angesprochen sind Eigentümer:innen von mindestens fünf benachbarten Wohngebäuden (z. B. Ein- und Zweifamilienhäuser, Wohnungseigentümergemeinschaften oder private Mehrfamilienhäuser). Die Beratung unterstützt u. a. bei: - gemeinschaftlichen Wärmelösungen (dezentral oder als Wärmenetz) - Nutzung erneuerbarer Energien wie Solarenergie - einfachen energetischen Optimierungen an Gebäuden im Quartier Das Angebot wird mehrstufig aufgebaut: Von einer telefonischen Erstabklärung über Vor-Ort-Termine bis hin zur Entwicklung erster technischer Lösungsansätze. Ziel ist es, Nachbarschaften zu befähigen, konkrete Projekte zur Energieversorgung umzusetzen oder individuell passende Alternativen zu prüfen. Erfahrungen aus Maßnahme 5 und dem Förderprojekt SInBa (Ressort Stadtentwicklung und Städtebau) sollen als Grundlage der Ausgestaltung dieser Maßnahme dienen. Das lokale Handwerk soll frühzeitig in die Maßnahme eingebunden werden, insbesondere bei der Erstellung von Informationsmaterialien.
Umsetzungsschritte
- Aufbau einer zentralen Anlaufstelle „Quartierswärmelotse“
- Definition von Zugangskriterien (z. B. Mindestgröße 5 Wohngebäude)
- Einrichtung eines dreistufigen Beratungsprozesses: 1.Telefonische Erstprüfung 2.Vor-Ort-Gespräch mit der Nachbarschaftsinitiative
- Entwicklung von Informationsmaterialien (Leitfäden, Förderübersichten, Checklisten)
- Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung des Angebots in Stadtteilen und Quartieren
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Unterstützung zur Gründung von Bürgerenergiegemeinschaften
In Wuppertal gibt es viele Gebiete mit Potential für Wärmenetze. Die Stadtwerke können jedoch nicht jedes theoretisch geeignete Gebiet mit Wärmenetzten versorgen (begrenzte personelle und zeitliche Ressourcen). Um diese Versorgungslücken zu schließen, sollen Bürgerenergiegemeinschaften neu gegründet werden. Sie ermöglichen gemeinschaftlich getragene Investitionen, die flexible Nutzung erneuerbarer Energiequellen und die Beteiligung der Anwohner*Innen an der Wärmewende. Der Schwerpunkt liegt auf der Beratung und organisatorischen Unterstützung von Eigentümern mit dem Ziel nachbarschaftliche Nahwärmelösungen zu realisieren. Das Förderprojekt SInBa leistet dabei konzeptionelle Zuarbeit. Im Rahmen dieser Maßnahme soll auch untersucht werden inwiefern finanzielle Unterstützung der Gemeinschaften durch die Stadt Wuppertal möglich ist.
Umsetzungsschritte
- Initiierung von Informationsveranstaltungen zur Genossenschaftsgründung
- Identifikation und Ansprache potentieller Initiator*Innen von Bürgerenergiegenossenschaften
- Bereitstellung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Gründung und Betrieb von Bürgerenergiegenossenschaften
- Unterstützung bei der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten für nachbarschaftliche Nahwärmenetzte
- Kooperation mit WSW zur Einbindung genossenschaftlicher Wärmeprojekte in bestehende Infrastruktur
- Begleitung von Startprojekten und Pilotvorhaben zur Demonstration der Machbarkeit
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Wärme-Forum der Wohnungsbaugesellschaften
Zur Förderung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen der Stadt, den örtlichen Wohnungsbaugesellschaften und weiteren relevanten Akteuren wird ein regelmäßiges Wärme-Forum in Anknüpfung an existierende Formate eingerichtet. Ziel ist es, nachhaltige Energiekonzepte insbesondere im Neubau frühzeitig gemeinsam zu entwickeln und Erfahrungen aus bereits bestehenden Projekten zu nutzen. Einige Genossenschaften verfügen bereits über entsprechende Energiekonzepte, die im Rahmen des Stammtisches vorgestellt und als Best-Practice-Ansätze auf weitere Bauvorhaben übertragen werden können. Das Wärme-Forum bietet damit eine Plattform, um Synergien zwischen den Akteuren zu erschließen und gemeinsame Standards für klimafreundliche Wärmeversorgungsstrategien zu erarbeiten. Die Stadt übernimmt die organisatorische Verantwortung und bindet lokale Energieversorger aktiv ein, um technische Expertise und Infrastrukturfragen einzubeziehen.
Umsetzungsschritte
- Konzeption & Vorbereitung (Ziele, Themen, Akteure festlegen)
- Einbindung der Wohnungsbaugesellschaften und Energieversorger
- Organisation und Durchführung der ersten Sitzung
- Regelmäßige Etablierung & Dokumentation
- Weiterentwicklung und Vernetzung mit anderen Prozessen
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Dekarbonisierung von Einzelgebäuden
Stärkung der Energieberatung für Gebäudeeigentümer*innen
Eine zentrale Grundlage für die Wärmewende ist die umfassende Information und Sensibilisierung von Bürgerinnen und Bürgern zu energetischen Sanierungen, effizienten Heizsystemen und erneuerbaren Energien. Mit der Maßnahme soll die Energieberatung auf lokaler Ebene gestärkt, sichtbarer gemacht und besser vernetzt werden. Dazu sollen bestehende Beratungs- und Informationsangebote zur Gebäudesanierung und Heizsystemen auf Fortführung und Ausbau geprüft werden. Im Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) wurde hierzu mit der „Haus-zu-Haus-Beratung“ ein praxisnaher Ansatz verfolgt. Dieser kann im Rahmen des kommunalen Wärmeplans fortgeführt und ausgebaut werden. Ergänzend verweist die städtische Klimaschutz-Microsite bereits auf diverse Beratungsangebote und weiterführende Informationen. Die Beratungsstelle Wuppertal der Verbraucherzentrale NRW macht ebenfalls Angebote zur Energieberatung. Diese bestehenden Strukturen sollen gebündelt und durch neue Angebote ergänzt werden, um die Reichweite und Wirksamkeit der Energieberatung zu erhöhen. Zum Beispiel können durch den Einsatz digitaler Beratungsformate neue Personengruppen niedrigschwellig erreicht werden. Flankierend soll der während der Erstellung des Wärmeplans etablierte Austausch mit Vertreter*innen der relevanten Handwerksinnungen fortgeführt und in Teilen ausgeweitet werden.
Umsetzungsschritte
- Bestehende Angebote erfassen und bündeln
- Kommunikations- und Öffentlichkeitsarbeit intensivieren
- Ausbau niedrigschwelliger Beratungsformate
- Fortführung des Austauschs mit den relevanten Innungen
- Etablierung regelmäßiger Informations- und Schulungsangebote für die Handwerkerschaft
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung
Festlegung Finanzierung, Umfang, Grenzen Sanierungsfahrplan für kommunale Gebäude
Die kommunalen Gebäude sind ein zentraler Hebel der Stadt für Energieeinsparungen und Klimaschutz. Mit einem Sanierungsfahrplan wird eine systematische Grundlage geschaffen, um den Gebäudebestand schrittweise zu modernisieren, die Energieeffizienz zu steigern, CO₂-Emissionen zu senken und langfristig Betriebskosten einzusparen. Ein solcher Fahrplan dient als strategisches Instrument: Er bündelt Informationen über den aktuellen Zustand, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf, strukturiert Sanierungsmaßnahmen zeitlich und legt Prioritäten fest. Damit schafft er Transparenz für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit und unterstützt eine vorausschauende Steuerung des Immobilienportfolios. Kaum verzichtbar ist in diesem Zusammenhang eine umfassende, idealerweise digitalisierte Erfassung und Bewertung der Bestandsgebäude. Auf dieser Datengrundlage lassen sich allgemeine Sanierungsbelange mit Maßnahmen zur Treibhausgasreduktion verknüpfen und anschließend priorisieren.
Umsetzungsschritte
- Festlegung eines jährlichen Budgets für Sanierungsmaßnahmen
- Festlegung des zeitlichen Horizonts, der Ziele und der Grenzen eines kommunalen Sanierungsfahrplans
- Schätzung der benötigten finanziellen Mittel für die Sanierung des Gebäudebestandes mit der zuvor festgelegten Zielsetzung
- Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten (Fördermöglichkeiten) für die Umsetzung einzelner Sanierungsprojekte
- Bestimmung der benötigten finanziellen Mittel für eine digitale Erfassung des Bestandes
Verantwortliche Akteure
Stadtverwaltung