Wuppertaler Literatur Biennale 2026
Wuppertaler Literatur Biennale 2026
Die achte Ausgabe der Wuppertaler Literatur Biennale fand zwischen dem 7. und 16. Mai 2026 an verschiedenen Orten in Wuppertal statt, diesmal zum Thema „Die Wut“. In Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spaltung und Radikalisierung machte das Festival Wut nicht als destruktives Randphänomen, sondern als vielschichtige kulturelle, politische und emotionale Kraft sichtbar.
Mit Autor*innen wie Navid Kermani, Susanne Kaiser, Lütfiye Güzel, Helga Schubert, Anja Kampmann, Verena Keßler, Dana von Suffrin und Clara Leinemann bot das Programm wieder eine Mischung aus etablierten und jungen literarischen Stimmen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Die regionale Literaturszene war unter anderem durch Mehrandokht Feizi, Matthias Rürup, Hank Zerbolesch und Jost Baum vertreten. Erstmalig bot ein Familientag Begegnungen mit der Welt der Bücher für Kinder und Jugendliche ab 3 Jahren: mit Bilderbuchkino, Schreibwerkstätten, Manga-Workshop, Lesungen und Musik. Gastkuratorin Elisa Aseva moderierte zwei selbstkonzipierte diskursive Formate mit Gäst*innen wie Veronika Kracher, Johannes Franzen, Svea Mausolf und Barbara Juch.
Unter dem Titel „WTF – Wut trifft Freiraum“ lud erstmalig ein Festivalzentrum zu zwanglosen Begegnungen und einem niedrigschwelligen Rahmenprogramm ein, konzipiert und geplant von drei Studierenden der Literaturwissenschaften. Durch einen Open Call an lokale Akteur*innen fanden mehrere Schreibwerkstätten ihren Weg ins Programm, die geschützte Räume z.B. für Frauen und für trans* und nonbinäre Personen boten. Auch der mit 7.000 Euro dotierte Preis der Wuppertaler Literatur Biennale wurde wieder vergeben, diesmal an Nina Kiedrowicz.
Gefördert wurde die Wuppertaler Literatur Biennale 2026 von der Kunststiftung NRW, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Dr. Werner Jackstädt-Stiftung, der Sparkasse Wuppertal, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland sowie den Firmen Knipex und BarmeniaGothaer.
Über die WLB
Die Wuppertaler Literatur Biennale ist ein Festival für zeitgenössische Literatur, das im zweijährigen Rhythmus Texte und Themen der Gegenwart präsentiert, bekannte Autor*innen nach Wuppertal einlädt und der lokalen Literaturszene eine Plattform bietet. Veranstaltet wird das Format seit 2012 vom Kulturbüro der Stadt Wuppertal in Kooperation mit zahlreichen Akteur*innen der Kulturlandschaft und Stadtgesellschaft. Jede Ausgabe steht unter einem gesellschaftlich aktuell relevanten Motto, z.B. »Freiheit!« (2012), »#schönlügen« (2016), »Zuschreibungen. Geschichten von Identität« (2022) oder zuletzt »Vom Verschwinden« (2024).