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Wuppertal / Literaturpreis 2014

Preisträger der Wuppertaler Literaturbiennale lesen in der Aula der Erich-Fried-Gesamtschule

„Woher nehmen Sie als Autor die Ideen?" oder „Wie lange schreiben Sie an einer Erzählung?" Auf diese und andere Fragen bekamen die Schülerinnen und Schüler des 12. Jahrgangs der Erich-Fried-Gesamtschule Antworten – und zwar exklusiv von den Autoren persönlich.

Konrad H. Roenne (Preisträger) und Daniel Zipfel (Anerkennungspreis)

Am Montagmorgen (19.05.2014, 10 Uhr) begrüßte die EFG in der Schulaula die beiden Literaturpreisträger der diesjährigen Wuppertaler Literaturbiennale, Konrad H. Roenne und Daniel Zipfel. Beide Autoren lasen ihre preisgekrönten, zum Biennale-Thema "unterwegs nach Europa" verfassten Erzählungen in voller Länge.

Den Beginn machte Daniel Zipfel mit seiner Kurzgeschichte „Istanbul", einer Erzählung mit gleichnamigem Schauplatz als Tor in die westliche Welt. Es geht um die Macht der Menschenschlepper, die sich in einem Istanbuler Cafè ihre Kundschaft zuschachern und dabei bis auf die Hauptfigur wenig Idealismus an Tag legen, was das Wohlergehen ihrer Schützlinge angeht. Daniel Zipfel erhielt für sein Werk den diesjährigen Anerkennungspreis des Literaturfestivals.

Konrad H. Roennes las „An unseren und an anderen Ufern", eine Kurzgeschichte über das Schicksal eines von ihren Eltern auf der Flucht an der Grenze zurückgelassenen Geschwisterpaares. Für seine Erzählung erhielt Roenne den mit 3.000 Euro dotierten „Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2014".

Einer höchst konzentriert lauschenden Zuhörerschaft standen die beiden jungen Autoren anschließend Rede und Antwort und waren erstaunt, wie interessiert die Jugendlichen sich auf das Gehörte einließen. Dementsprechend gab es für beide lang anhaltenden Applaus und viele Fragen. Großes Interesse zeigten die Schülerinnen und Schüler vor allem an der Arbeit als Autor. Sie wollten wissen, wie man das Schreiben lernt, woher die Ideen für eine Erzählung kommen und wie man mit einer Schreibblockade umgeht.

Das Erlebnis „Lesung" gehört für die wenigsten Jugendlichen zur Freizeitgestaltung, durch den Besuch der beiden Autoren erhielten die Schülerinnen und Schüler so neben dem normalen Deutschunterricht einen spannenden Zugang zu Literatur.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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