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Wuppertal / Programm

Eine Reise in spätkommunistische Zeiten - Literatur im Viertel: Jaroslav Rudiš liest aus "vom Ende des Punks in Helsinki"

Moderation: Ulrich Hufen
In Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal / Solingen /
Remscheid und der Viertelbar

Vom Ende des Punks in Helsinki erzählt Jaroslav Rudiš und
nimmt seine Leser mit auf die Reise in spätkommunistische Zeiten.
Helsinki meint hier nicht die finnische Hauptstadt, sondern ist
der Name einer kleinen, verrauchten Bar in einer wiederum namenlosen
(ost)deutschen Großstadt. In diese Welt des Umbruchs setzt
Rudiš seinen tragikomischen Helden: Ole ist 40, war früher Punk,
ein Frauenheld. Nun betreibt er das „Helsinki“. Außer der Bar, ein
paar Freunden und seinen Erinnerungen ist ihm wenig geblieben.
Doch die Welt um Ole verwandelt sich. Das „Helsinki“ wird zum
letzten Ort, der die Vergangenheit konserviert, zu einer Oase in
einem Kiez, der plötzlich schick und bio wird. Als seine Bar
wegen schadhafter Statik geschlossen wird, bricht Ole zu einer
Reise nach Tschechien auf. Es wird eine Zeitreise an den dunkelsten
Punkt seiner Vergangenheit.

Jaroslav Rudiš /©Jan Rasch

Jaroslav Rudiš, 1972 in Turnov (Tschechien) geboren, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Mit seinem tschechischen Verleger hat er die Band „The Bombers“ gegründet. Sein vierter Roman „Vom Ende des Punks in Helsinki“ (Luchterhand 2014) wurde von der Kritik begeistert aufgenommen und gilt als Rudiš‘ bestes Buch. 2012/13 hatte er die Siegfried-Unseld- Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne.

Ulrich Hufen, 1969 in Weimar geboren, studierte Slawistik und Osteuropäische Geschichte in Köln und St. Petersburg. Seit Ende der 1990er Jahre ist er als Journalist und Redakteur für Hörfunk, TV und Print tätig.

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Bildnachweise

  • JanRasch
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