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Wuppertal / Programm

Terézia Mora liest aus „Das Ungeheuer“

Moderation: Hubert Spiegel

Terézia Mora/ ©Peter von Felbert

Der Roman „Das Ungeheuer“ ist eine Road Novel durch das südöstliche Europa und zugleich radikale Seelenschau seiner Protagonisten. Auf beeindruckende Weise gelingt es Terézia Mora, zwei Textsorten zusammenzubringen: Reiseerzählung und Tagebuch – grafisch getrennt von einem schwarzen Strich. Zugleich ist „Das Ungeheuer“ eine Diagnose der Zeit. Der Mauerfall, der Europa wirtschaftlich und gesellschaftspolitisch neu ordnet, ist Bezugspunkt des Romans und geht ein in die Biographien seiner Helden: Darius Kopp, aufgewachsen in der DDR, war IT-Manager und verantwortlich für den Vertrieb drahtloser Netzwerke in Südosteuropa; nun ist er arbeitslos. Flora, seine Frau, hat sich umgebracht; in den 1990er Jahren war sie aus Ungarn nach Berlin gekommen. Darius begibt sich auf Spurensuche, stößt dabei auf die Tagebuchdateien seiner Frau – und beschließt in ihre Heimat aufzubrechen.

Stilistisch virtuos nimmt Terézia Mora ihre Leser mit auf die Reise ihres Helden durch Südosteuropa, lässt Darius Kopp an entlegene Orte nahe der Grenze Asiens stoßen und gibt parallel dazu der verstorbenen Flora eine Stimme.


Terézia Mora, 1971 in Sopron (Ungarn) geboren, lebt seit 1990 in Berlin. 1999 begeisterte sie das Feuilleton mit ihrem literarischen Debüt „Seltsame Materie“ und wurde u.a. mit dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis (2000) ausgezeichnet. 2004 erhielt sie den Preis der Leipziger Buchmesse für ihren Roman „Alle Tage“; für „Das Ungeheuer“ (Luchterhand 2013) den Deutschen Buchpreis.

Hubert Spiegel, 1962 in Essen geboren, arbeitet seit 1988 für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, seit 1993 als Redakteur im Feuilleton. 2005 wurde er mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.

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