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Wuppertal / Programm

Geschichten aus Galizien - Manuel Rivas - Die Zunge der Schmetterlinge

Moderation: Lutz Kliche

Manel Rivas / ©De Sol Mariño

Die Erzählungen Manuel Rivas‘ wurzeln in seiner galizischen Heimat und in der Vergangenheit. Und doch: Seine Figuren wirkenso lebendig und überraschend wie die eigenen Nachbarn. Viele seiner Themen berühren die große Geschichte, den spanischen Bürgerkrieg, die Zeit des Franco-Regimes, den langsamen gesellschaftlichen Wandel und die Integration in Europa. Aber den Erzähler interessieren vor allem die feinen Lichter und Schatten, die diese Geschichte in das Gedächtnis wirft. Die Erinnerung von Gemeinschaften, von Familien und nicht zuletzt einzelnen Menschen, deren leise Geschichten einen unverwechselbaren Grundton bilden. „Wir wissen nicht genau, was Literatur ist“, schreibt Rivas, „aber wir können ihren

Ton erkennen. Er klingt wie ein Brummen. Wie ein Murmeln. Er kann anstößig, hemmungslos, rätselhaft, unverschämt, stammelnd sein…“. Und wie die Waschfrau, die im vorbeiziehenden Fluss einen Film zu sehen meint, und der Schüler, der seine Kenntnisse über die Zunge der Schmetterlinge – wider Erwarten – in einer dramatischen Situation nützen kann, klingen viele seiner Stimmen lange nach.

Manuel Rivas, 1957 in La Coruña (Spanien) geboren, hat Journalismus studiert und schreibt auch heute noch regelmäßig für die Tageszeitung El País. Sein umfangreiches literarisches Werk umfasst neben Essays – unter anderem zu den kulturellen Perspektiven Galiziens in Europa – Romane, Gedichte, Kurzgeschichten und Jugendbücher. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. 2001 den Literaturpreis von Amnesty International für den Roman „Der Bleistift des Zimmermanns“.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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