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Wuppertal / Programm

Robert Menasse im Gespräch mit Prof. Jörn Rüsen - Die Rolle der Literatur in den europäischen Gesellschaften

Moderation: David Eisermann

Robert Menasse / ©Wolfgang Schmidt / Paul Zsolnay Verlag

Literatur war in Europa weit über die Mitte des vergangenen Jahrhunderts hinaus ein wichtiges gesellschaftliches Leitbild: Politik und Gesellschaft waren essentielle Betätigungsfelder der Protagonisten des Literaturbetriebs. Die Rolle der Literatur hat sich verändert: Ökonomisierung, Strukturwandel im Buchhandel, Medienkonkurrenz, Digitalisierung, funktionaler Analphabetismus und Illiterarizität sind nur einige der Stichworte, die diesen Wandel begleiten. Es stellt sich die Frage, wie Literatur in Zukunft ihre Rolle definiert. Und um das Problem durch eine aktuelle Fragestellung noch zu verschärfen: Ist herrschaftsfreie Kommunikation zwischen selbstbestimmten Bürgern im Zeitalter omnipräsenter Überwachung überhaupt noch vorstellbar?

Robert Menasse (*1954, Wien) studierte in seiner Heimatstadt sowie in Salzburg und Messina Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft. Er lebt als Romancier und Essayist zumeist in Wien. Für sein viel diskutiertes Essay Der Europäische Landbote (2012) wurde er u.a. mit dem Friedrich-Ebert-Preis und dem Heinrich-Mann-Preis ausgezeichnet.

Prof. Dr. Jörn Rüsen (*1938) leitete bis 2007 das Kulturwissenschaftliche Institut in Essen und ein vierjähriges Forschungsprojekt über den Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Menschen- und Bürgerrechte sowie Humanismus im Kulturvergleich.

David Eisermann arbeitet als Autor, Literaturkritiker und Moderator (WDR 3 Mosaik) für Kultursender und Verlage.

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