Wie kam es?

Weil Freiheit! zur großen Tradition
unserer Stadt gehört

"Es reicht nicht aus, kräftig die Glocken zu läuten! Man muss auch wissen, wie man die Messe liest!", heißt ein deftiges altes Sprichwort. Scherzhaft auf die Wuppertaler Literatur Biennale 2012 übertragen: Da sind reichlich Glöckner, begabte Pastoren, Priester und Messdiener am Werk gewesen.
Ohne ein solches Netzwerk von Schriftstellern, Lehrern, Dramaturgen und dem Kulturbüro der Stadt, ohne die Zusammenarbeit aller Literaturvereinigungen wäre die Biennale nicht zustande gekommen. Bei der Planung saßen Kreativität und Mut an einem Tisch, da wurden neue Kontakte und Kooperationen gefunden. Die Ideen zum Biennale-Thema Freiheit! bezogen den Arabischen Frühling ebenso ein wie die Barmer Theologische Erklärung von 1934, arabische Autoren ebenso wie die Nobelpreisträgerin Herta Müller.

Ein mutiger Energieschub für die Wuppertaler Literaturszene!

Schriftsteller, Vereine, Theater, Kirchengemeinden und Schulen wurden als aktive Partner ins Boot geholt. An einem "Literaturtisch" wurden die Planungen besprochen - teilweise kräftig gestritten, personelle und finanzielle Möglichkeiten offen diskutiert. Bis man soweit war, gemeinsam Entscheidungen zu treffen - für ein buntes, lebendiges Programm.
Mit Überraschungen: Karl Otto Mühl, der Senior der Wuppertaler Autoren, bei einer "Generation-Stage". Oder der Programmpunkt "Vom Stehen über den Dingen". Wie steht es mit der Freiheit der Verleger - die doch auch Marktgesetzen unterliegen? Polnische Autoren im Gespräch mit Michael Zeller. Thomas Hoever liest aus "Lilli", einem faszinierenden, aber unveröffentlichtem Werk. Die erste Nummer der Literaturzeitschrift "Karussell" ist erschienen! Eine Lesung mit Christoph Ransmayr. Junge Dramatik auf der Bühne.
So wurde mit der Leidenschaft und den Kenntnissen von Schriftstellern, Dramaturgen, Filmemachern und Lehrern gemeinsam etwas für Stadt und Region Einmaliges auf die Beine gestellt. Alle zwei Jahre soll in Zukunft ein Literaturfest mit einem Leitthema stattfinden. Für 2012 waren sich alle angesichts der Ereignisse in der arabischen Welt und bei uns einig: Freiheit! Dafür gab es breite Übereinstimmung.
Ein offenes Programm wird vorgelegt. Internationale und nationale Autoren von Rang konnten gewonnen werden. Auch der Literatur dieser Stadt wurde ein angemessener Platz geboten; und zwischen dem 14. und 16. Juni sind die Autoren des Verbandes der Schriftsteller Nordrhein-Westfalen mit ihren Literaturtagen in Wuppertal zu Gast.
Die Mitwirkenden aus den Reihen der Wuppertaler Kultur fanden in den Partnern des Kulturbüros engagierte Träger und in den literarischen Vereinen die Bereitschaft zum Mitgestalten, jeder mit seinen Möglichkeiten. Damit sind Zeichen gesetzt, damit ist die Messlatte für hoffentlich viele Jahre hoch gelegt.
Hermann Schulz

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Weltcafé in der CityKirche Elberfeld
Kirchplatz 1

Öffnungszeiten:
Montag bis Samstag
von 09.30 - 18.00 Uhr

www.kirche-in-der-city.de

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