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Wuppertal / Programm

CHRONIST UND ARCHIVAR DES VERSCHWUNDENEN

SAŠA STANIŠIĆ LIEST AUS „DER FALLENSTELLER“
Moderation: Hubert Spiegel

Saša Stanišić ©Katja Sämann

Saša Stanišic´ ist ein begnadeter Geschichtenerzähler. In seinen Romanen „Wie der Soldat das Grammofon reparierte“ (2006) und „Vor dem Fest“ (2014) begegnet einem Heimat geradezu physisch in den Beschreibungen der Landschaften und ihrer Bewohner. Heimat ist die Erinnerung von Geborgensein, von Kindheit, von vertrauten Gerüchen und Geräuschen. Zugleich ist Heimat aber auch das Verlorene, das Zerstörte. Im Erzählen nähert sich Saša Stanišic´ diesem Verschwundenen an, schafft für dieses ein Raum- Zeitgefüge und wird so zu dessen Bewahrer und Erneuerer.

„Der Fallensteller“ (Luchterhand Mai 2016) ist der Titel seines neusten Werks. Georg Horvath ist einer, dessen Leben nicht glatt läuft. 50 gescheiterte Beziehungen zählt er. Unter Pseudonym veröffentlicht er aus Liebeskummer einen Gedichtband. Für seine Lektorin, eine ältere Frau, ist es Kriegslyrik. Horvath vermag ihr nicht zu widersprechen.


Saša Stanišić

Saša Stanišić, 1978 in Višegrad (Bosnien-Herzegowina ) geboren, flüchtete 1992 mit seinen Eltern vor dem Bürgerkrieg nach Deutschland. Sein Debütroman „Wie der Soldat das Grammofonreparierte“ wurde Finalist für den deutschen Buchpreis. Für seinen zweiten Roman „Vor dem Fest“ erhielt er den Alfred-Döblin-Preis sowie den Preis der Leipziger Buchmesse.

Hubert Spiegel

Hubert Spiegel, 1962 in Essen geboren, studierte Soziologie, Politikwissenschaft, Germanistik und Geschichte in Tübingen und Freiburg. Seit 1988 arbeitet er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und ist seit 1993 Redakteur im Feuilleton.

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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