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Wuppertal / Programm

AUF DEM SPRACHGELÄNDE

MARCEL BEYER UND LUTZ SEILER IM (NICHT NUR) LYRISCHEN DIALOG
Moderation: Hubert Winkels

Marcel Beyer ©Jürgen Bauer
Lutz Seiler ©Jürgen Bauer

„also zerfallen die häuser / werden wir endlich / wieder klein & reiten zurück in die dörfer aus holz, aus / stroh, aus denen wir kamen, rissig & dünn /(…), abfahrt, zurück / in unsere dörfer / & ausfahrt der dörfer / über die äcker bei nacht...“, heißt es einmal bei Seiler, und bei Beyer anders und doch verwandt: „Wir machen los, noch unbelaubt / die Pappen hin zum Feld. Wer nannte / mich SEPPEL, dreißig Jahre her? / Vielleicht ein Jugendtrainer, einer, / von dem mir außer diesem Wort / sonst nichts geblieben ist.“ Aus Sprachfetzen, Gesten und Dingen entstehen hier Sprachgelände, über die sich Marcel Beyer und Lutz Seiler wechselseitig führen werden, über heimatliche und fremd anmutende Untergründe. So werden ihre Gedichte in den Dialog miteinander treten, was Heimat im Gedicht sein kann.


Marcel Beyer

Marcel Beyer, 1965 in Tailfingen geboren, hat sich so intensiv wie vielleicht kein anderer Autor seiner Generation mit dem „blinden (blindgeweihten) Jahrhundert“ beschäftigt, um seine Frankfurter Poetikvorlesung zu zitieren, in Romanen „Flughunde“ oder „Kaltenburg“ sowie Gedichtbänden wie „Falsches Futter“ und „Graphit“.Er wurde bereits mit einer Vielzahl von Preisen gewürdigt, zuletzt u. a. mit dem Kleist-Preis und dem Oskar Pastior Preis (beide 2014) und dem Düsseldorfer Literaturpreis 2016.

Lutz Seiler

Lutz Seiler, geboren 1963 in Gera, beackert eine literarische Dreifelderwirtschaft aus Lyrik, Prosa und Essays, und jedes dieser Felder hat er hochliterarisch und unterhaltsam zugleich bestellt. Vielfach preisgekrönt sind Seilers Lyrik wie Prosatexte, neuerdings u. a. mit dem Uwe-Johnson-Preis und dem Deutschen Buchpreis (beide 2014 für „Kruso“) und dem Marie-Luise-Kaschnitz-Preis 2015.

Hubert Winkels

Hubert Winkels, 1955 in Gohr bei Düsseldorf geboren, ist Journalist, Literaturkritiker und einer der besten Kenner zeitgenössischer Lyrik. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2007, seit 2010 ist er Juror beim Ingeborg-Bachmann-Preis, seit 2015 als Vorsitzender.

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Bildnachweise

  • Juergen Bauer
  • Juergen Bauer

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