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Wuppertaler Literatur Biennale 2018

LÜGENSTAAT

WOLF BIERMANN PRÄSENTIERT „WARTE NICHT AUF BESSRE ZEITEN“
EINE AUTOBIOGRAFIE
Moderation: Andreas Öhler
Gelesen von Manuel Soubeyrand
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:30 Uhr | Eintritt: 12/6 €
Barmer Bahnhof, Winklerstraße 2, 42283 Wuppertal

Wolf Biermann © Hans Scherhaufer

In seiner ebenso spannenden wie humorvollen Autobiografie
beschreibt Biermann die untergegangene DDR als einen Staat,
der die Lüge zur Doktrin erhoben hat, seinen Bürgern zutiefst
misstraut und die Gesellschaft mit einem flächendeckenden Netz
aus Denunzianten überzieht. So entsteht ein Klima aus Angst und
Misstrauen, an dem nicht wenige Menschen zerbrechen. Nach
dem Mauerfall hat auch Wolf Biermann Gelegenheit, seine Stasi-
Akte zu lesen. Dabei zählt er mehr als siebzig Spitzel, die man
allein auf seine Person angesetzt
hatte. Und nicht wenige dieser
sogenannten „Inoffiziellen Mitarbeiter“
(IMs) entstammen
seinem engsten Freundeskreis.

„Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist.“ Helmut Qualtinger

Wolf Biermann

Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren. Der Vater, Kommunist und Jude,
wurde 1943 in Auschwitz ermordet. 1953 übersiedelte Biermann in die DDR. Erste
Lieder und Gedichte seit 1960. Seit November 1965 totales Auftritts- und Publikationsverbot.
1976 wurde Wolf Biermann - gegen alle Rechtsnormen - ausgebürgert.
Dies löste eine ungeahnt große Protestbewegung in Ost und West aus. Er kehrte
nach Hamburg zurück. Biermann wurde mit allen großen deutschen Literaturpreisen
ausgezeichnet.

Manuel Soubeyrand

Manuel Soubeyrand ist Regisseur und Intendant an der Neuen Bühne Senftenberg.

Andreas Öhler

Andreas Öhler, Liederdichter und Dokumentarfilmer, arbeitet als Literaturkritiker
und Kulturredakteur bei der Zeitschrift „Christ und Welt“.

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Bildnachweise

  • Hans Scherhaufer
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