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Wuppertal / Programm

DAS FREI BLITZENDE

ULRIKE DRAESNER, CHRISTOPHER ECKER UND ARNE RAUTENBERG
IM (NICHT NUR) LYRISCHEN DIALOG
Moderation: Christoph Jürgensen
Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:30 Uhr | Eintritt: 6/3 €
TalTonTheater, Wiesenstraße 118, 42105 Wuppertal

Prof. Dr. Ulrike Draesner hat ihre Übertragungen von Shakespeare-Sonetten einmal als „Radikalübersetzungen“ bezeichnet, und wenn man so will, hat sie damit zugleich ihr originäres lyrisches Werk auf einen Begriff gebracht – und ebenso, wenn auch unwillentlich, diejenigen von Christopher Ecker und Arne Rautenberg. Denn als Radikalübersetzungen traditioneller Formen in experimentelle lyrische Fakturen lassen sich die Gedichte aller drei Autoren verstehen, die sich auf die Tradition beziehen, indem sie diese als Material für eine unbedingt moderne Lyrik nehmen. Bei allen Unterschieden en detail werden Lesung und Gespräch daher en gros so etwas wie eine literarische Wahlverwandtschaft erkennen lassen – und einen Einblick darin geben, was zeitgenössische, „frei Blitzende“ Lyrik (so Rautenberg einmal über Draesner) leisten kann.

Prof. Dr. Ulrike Draesner © Marie Noltenius

Prof. Dr. Ulrike Draesner

Prof. Dr. Ulrike Draesner, geboren 1962 in München, beackert eine literarische Dreifelderwirtschaft aus Lyrik, Prosa und Essays, und jedes dieser Felder hat sie hochliterarisch und unterhaltsam zugleich bewirtschaftet. Zuletzt brachte die promovierte Mediävistin u. a. den Roman Sieben Sprünge vom Rand der Welt (2014, platziert auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis) und ihre Version des Nibelungeliedes heraus (Nibelungen. Heimsuchung, 2016). Von den zahlreichen Auszeichnungen, mit denen Draesner Werk bedacht wurde, seien nur genannt der Joachim-Ringelnatz- Preis (2014) sowie der Nicolas-Born-Preis (2016), zudem hatte sie Poetik-Dozenturen in Bamberg und Frankfurt inne.

Christopher Ecker © Arne Rautenberg

Christopher Ecker

Christopher Ecker, geboren 1967 in Saarbrücken, hat sich mit seinen Romanen und Erzählungen den Respekt so unterschiedlicher Größen im Literaturbetrieb wie Denis Scheck und Alban Nikolai Herbst verdient. Scheck etwa urteilte über Eckers Fahlmann, 1000-Seiten-Roman sei eines „der großen Leseabenteuer der deutschen Gegenwartsliteratur“, und Herbst hat auf seinem legendären weblog wochenlang Lektüren von Eckers Erzählungen und Gedichten eingestellt. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit Gustav-Regler-Förderpreis (2005) sowie dem Friedrich-Hebbel-Preis (2015).

Arne Rautenberg © Birgit Rautenberg

Arne Rautenberg

Arne Rautenberg, geboren 1967 in Kiel, hat sich in fast allen literarischen Genres betätigt, vor allem aber schreibt er Gedichte – für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen. Veröffentlicht hat er entsprechend eine Vielzahl von lyrischen Einzelbänden für alle Altersgruppen, zudem haben seine Gedichte etwa Eingang in Reclams Buch der deutschen Gedichte oder Schulbücher gefunden. Ausgezeichnet wurde er u. a. mit der Liliencron-Poetik-Dozentur (2013) und mit dem Josef-Guggenmos-Preis (2016), dem ersten Preis für Kinderlyrik, der je in Deutschland vergeben wurde.

Christoph Jürgensen

Christoph Jürgensen

Christoph Jürgensen, geboren 1972, ist Privatdozent für Neuere deutsche Literaturgeschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Marie-Lisa Noltenius - Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Stadt Wuppertal
  • Stadt Wuppertal
  • © Fotostudio NeukoÃàlln, Mattescheck BernskoÃàtter GbR

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