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Ober­bürgermeister

Andreas Mucke ehrt verdiente Wuppertaler/innen

Am Tag der deutschen Einheit hat Oberbürgermeister Andreas Mucke fünf Menschen der Stadt mit dem „Wuppertaler“ ausgezeichnet. Die Geehrten haben sich auf vielfältige und besondere Weise ehrenamtlich eingesetzt.

Der „Wuppertaler“ ist eine Auszeichnung für das besondere Engagement von Wuppertalern in einem Ehrenamt. Die Stadt Wuppertal ehrt aufgrund eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 1999 alljährlich Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich über viele Jahre in einem Ehrenamt durch ihr außergewöhnliches Engagement verdient gemacht haben. Nominiert werden können einzelne Personen aus den Bereichen: Sport, soziales Engagement, Jugendarbeit, Kultur, Integration und Brauchtumspflege.


- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr verehrte Gäste,

liebe Wuppertalerinnen und Wuppertaler,

herzlich willkommen! ich freue mich, Sie alle hier im Ratssaal des Rathauses begrüßen zu dürfen. Und das an diesem ganz besonderen Feiertag, dem 29. Jahrestag des Tages der Deutschen Einheit!

Traditionell finden bei uns in Wuppertal am 3. Oktober immer zwei wirklich ganz besondere Veranstaltungen statt:

Vormittags das Benefizkonzert in unserer wunderbaren Stadthalle - da konnten sich heute Mittag der Kinderschutzbund Ortsverband Wuppertal und die Wuppertaler AIDS-Hilfe über den stattlichen Erlös aus dem Festkonzert freuen und jetzt hier in unserem Ratssaal, wo das Herz der Kommunalpolitik schlägt, diese so bedeutsame Feierstunde: die Ehrung der verdienten Wuppertaler. 

Dieser besondere Tag heute ist genau richtig, um ganz besondere Menschen zu würdigen, die Gutes tun. Die Menschen, die heute geehrt werden und im Mittelpunkt stehen, darf ich ganz besonders herzlich begrüßen! Das sind:

Foto (v.l.) Ulrike Hörster, Nilay Doğan, OB Andreas Mucke, Rainer Hakel, André Köther, Jürgen Nasemann
  • Nilay Dogan
  • Rainer Hakel
  • Ulrike Hörster
  • Andre Köther und
  • Jürgen Nasemann

mit ihren Familien, Freunden und Weggefährten.

Besonders schön finde ich, dass neben den aktuell zu Ehrenden auch wieder viele der in den Vorjahren ausgezeichneten Wuppertalerinnen und Wuppertaler gekommen sind. Viele von Ihnen habe ich ja zuletzt Ende Juni bei unserem Empfang zum Stadtgeburtstag im Opernhaus getroffen.

Ich begrüße die Vertreter aus allen Bereichen unseres öffentlichen Lebens, stellvertretend für alle nenne ich:

Den Bundestagsabgeordneten Helge Lindh

Die Landtagsabgeordneten Dietmar Bell und Andreas Bialas

Frau Bürgermeisterin Ursula Schulz und den Fraktionsvorsitzenden  Gerd-Peter Zielezinski

Den Vorstand der Stadtsparkasse Wuppertal, Herrn Axel Jütz

Ebenso herzlich begrüße ich natürlich die Jury, die die heute zu Ehrenden ausgewählt hat. Die Jurymitglieder, die die diesjährige Entscheidung getroffen haben, sind:

  • Ulrich Diederichs (Stadtverband der Bürger- und Bezirksvereine)
  • Guido Grüning (Deutscher Gewerkschaftsbund)
  • Monika Kindler (Frauenverbände)
  • Dr. Stefan Kühn (Sozialdezernent)
  • Sascha Schäfner (Jugendring)
  • Volkmar Schwarz (Stadtsportbund)

Herzlichen Dank an die Jury, die auch in diesem Jahr wieder eine hervorragende Wahl getroffen hat. 

An dieser Stelle möchte ich Sie bitten mit mir gemeinsam einen Moment inne zu halten und Kurt Florian zu gedenken, der im November letzten Jahres verstorben ist. Kurt Florian war nicht nur ein „Ronsdorfer“ mit Leib und Seele, er war ein im besten Sinne aktiver Wuppertaler und hatte als Ehrenvorsitzender des Stadtverbandes der Bürger- und Bezirksvereine immer die gesamte Stadt im Blick. Viele Jahre gehörte er der Jury für die Auswahl der verdienten Wuppertaler an und prägte deren Arbeit maßgeblich mit.

Wir werden Kurt Florian nicht vergessen und ihn in dankbarer Erinnerung behalten.

Meinen Damen und Herren,

seit 20 Jahren gibt es inzwischen diese Veranstaltung zur Ehrung der „Wupper-Taler“, bei der wir bisher 148  Menschen in  unserer Stadt ausgezeichnet haben, die sich ehrenamtlich in und für Wuppertal engagieren und mit ihrem Engagement einen wertvollen Beitrag zur Förderung des sozialen Miteinanders in unserer Stadt fördern.

Heute kommen 5 weitere hinzu! Das Ehrenamt stärkt unsere demokratische Gesellschaft und hält sie zusammen. So waren wir beispielsweise im Mai Kooperationspartner der Preisverleihung aus dem Bundeswettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“. Bei diesem Wettbewerb werden regelmäßig beispielhafte Aktionen für Demokratie- und Toleranzförderung gesammelt und vorgestellt - als besonders vorbildlich eingestufte Projekte werden dann mit einem Preis bedacht.

Bei dieser öffentlichen Preisvergabe wurde neben der Vielfalt der Projekte noch etwas besonders deutlich:  ob alt oder jung, männlich oder weiblich, allein oder in der Gruppe – wirklich jeder kann mitmachen, jeder kann etwas beitragen! Und ganz aktuell ist vor anderthalb Wochen ist die „Wodebuen“ – die Woche des bürgerschaftlichen Engagements – zu Ende gegangen. Unzählige Vereine, Organisationen, Initiativen, Privatpersonen und Unternehmen haben in eindrucksvoller Weise ihr Engagement vorgestellt. Ein voller Erfolg – und auch hier konnte man sehen: jeder kann sich beteiligen, jeder kann dabei sein.

Und auch Sie, liebe „verdiente Wuppertaler“, haben sich entschieden, Ihren Mitmenschen, Ihrer Umwelt und auch sich selbst mit Ihrem Wirken, Gutes zu tun.

"Unsere Demokratie lebt von einer funktionierenden Gesellschaft und an der müssen wir uns alle aktiv beteiligen."

Was treibt die Menschen, die sich einbringen, eigentlich an?

Die Motivation ist sicher vielfältig: Es ist das soziale Verantwortungsbewusstsein, der Glaube, das Bedürfnis „etwas zurückgeben zu wollen“, wenn man selbst begünstigt ist oder auch der Wunsch nach einer sinnvollen Beschäftigung.

Es ist ein Geben und Nehmen, denn wer sich für andere einsetzt, das werden Sie - liebe zu Ehrende - bestätigen können, bereichert auch die eigene Persönlichkeit. Oft arbeiten Sie in Bereichen, wo Aufgaben anfallen, die die öffentliche Hand alleine nicht oder nicht mehr leisten kann. Umso wichtiger sind Menschen wie Sie! Menschen, die sich ehrenamtlich vor Ort einsetzen und viel Engagement und Herzblut in Ihr Tätigkeitsfeld investieren. Eine Investition, die sich lohnt – denn Sie investieren in die Zukunft: andere Menschen profitieren von Ihrem Wissen, Ihrem Können und Ihren Erfahrungen.

Ob Engagement im Sportverein, bei der Integration von geflüchteten Menschen, ob in der freiwilligen Feuerwehr, als Vorleseoma oder Vorleseopa, in der Krankenbetreuung oder im Umweltschutz, gerade in Wuppertal sind wir sehr gesegnet mit engagierten Menschen, die sich dem Allgemeinwohl verpflichtet fühlen. Hierauf bin ich als Oberbürgermeister dieser Stadt wirklich ganz besonders stolz! Und wir dürfen eins nicht vergessen: auch die politische Arbeit in den Parteien wird häufig ehrenamtlich ausgeübt. Und immer häufiger werden gerade diese Personen, die sich für gute Lösungen und Kompromisse zum Wohle der Menschen   einsetzen, verspottet, als Nichtnutze dargestellt, beleidigt oder sogar tätlich angegriffen. Auf der anderen Seite scheint Politikverdrossenheit in der Öffentlichkeit geradezu auf breite Zustimmung zu treffen. Das machen sich die rechten Parteien zunutze und das ist die große Gefahr: Sie setzen auf Abschottung und Spaltung, Hass und Hetze und missbrauchen damit unsere Demokratie. Unsere Demokratie lebt von einer funktionierenden Gesellschaft und an der müssen wir uns alle aktiv beteiligen. So, wie Sie  - liebe zu Ehrende – das tun.

Ihr Engagement führt auch innerhalb der Gesellschaft zu einer Sensibilisierung für Ihre Themen und stärkt damit das Bewusstsein dafür vor Ort. Sie alle leisten eine unbezahlbare Arbeit im bürgerschaftlichen Engagement, Sie stoßen Ideen an und setzen Projekte um. Bei dieser praktischen Arbeit müssen Sie auch häufig Hindernisse überwinden und gegen Widerstände ankämpfen. Doch Sie beschreiben nicht lautstark die Probleme oder schauen stillschweigend zu, sondern Sie handeln. Sieht man auf die Ergebnisse Ihrer Arbeit, zeigt sich, was Einsatz, Ausdauer, Kompetenz, Überzeugungskraft und Begeisterung bewegen können.

"Sie gehen mit gutem Beispiel voran und sind Vorbilder für andere!"

Wir brauchen Menschen, die vor Ort tatkräftig anpacken!

Sie gehen mit gutem Beispiel voran und sind Vorbilder für andere! Und Vorbilder benötigen wir in unserer schnelllebigen Welt dringend. Ich wünsche Ihnen und uns allen, das Ihre Tatkraft und Ihr Einsatz noch lange anhalten, damit noch möglichst viele neue Ideen auf den Weg gebracht und erfolgreich umgesetzt werden können.

Wenn man etwas Gutes erreichen will, muss man handeln – wie Erich Kästner es formulierte: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es.“

Liebe verdiente Wuppertaler,

ich möchte Ihnen nun für Ihr besonderes Engagement in dankbarer Anerkennung den „Wupper-Taler“ unserer Stadt für 2019 verleihen. Ich werde Sie hierzu einzeln in alphabetischer Reihenfolge aufrufen und Ihre persönlichen Verdienste würdigen.

Ganz wichtig ist mir dabei: Jede einzelne Begründung, die ich verlesen werde, beschreibt ein ganz besonderes Engagement– nämlich Ihr Engagement! Damit machen Sie unsere Stadt ein Stück lebens- und auch liebenswerter! Vielen Dank dafür!

Die Geehrten in diesem Jahr sind:

Nilay Doğan

Rainer Hakel

Ulrike Hörster

André Köther

Johannes Nasemann

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Gerd Neumann, Stadt Wuppertal, Medienzentrum
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