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Oberbürgermeister

"Muckes Meinung" - Ohne Frauen ist kein Staat zu machen!

Die Kolumne von Andreas Mucke

Viel erreicht, noch mehr zu tun

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen! Das wussten schon die „Mütter des Grundgesetzes“. Darunter war auch die Wuppertalerin Helene Weber, als sie vor siebzig Jahren für die Aufnahme des Artikels „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ gekämpft hat. Seitdem wurde viel für die Gleichstellung der Geschlechter erreicht.

Wir dürfen uns aber keinesfalls auf den Erfolgen der Vergangenheit ausruhen. Denn noch immer erfahren Frauen strukturelle Benachteiligungen in der Arbeitswelt ebenso im Politikbetrieb. Frauen verdienen auch bei gleichwertiger Arbeit immer noch weniger als Männer. Sie leisten die überwiegende Sorgearbeit, arbeiten häufiger in Teilzeit und sind seltener in Führungspositionen. Auch in Parlamenten und Stadträten sind sie unterrepräsentiert. Soweit so bekannt.

Geschlechtergerechte Sprache

Strukturelle Benachteiligungen gehen noch auf bestimmte Haltungen zurück, die viel zu wenig hinterfragt werden. Das zeigt sich am offenkundigsten in der Sprache - wie die in diesen Tagen geführte Debatte über den angeblichen „Gender-Unfug“ zeigt. Für mich steht fest: Wir müssen konsequent auf eine geschlechtergerechte Sprache achten. Erst so werden beide Geschlechter sichtbar. Sprache strukturiert unser Denken. Und wenn die männliche Form genutzt wird, sind die Frauen eben nicht automatisch mitgedacht.

Stadt als Vorreiterin bei der Gleichstellung

Öffentliche Einrichtungen müssen die Vorreiterrolle bei der Gleichstellung übernehmen. Der neue Gleichstellungsplan der Wuppertaler Stadtverwaltung zeigt, wie es geht. Die Stadt meint es nämlich ernst. Der Gleichstellungsplan ist erstmals Teil unseres Personalentwicklungskonzeptes und läuft nicht nur nebenher. Dazu gehört eine wertschätzende Sprache genauso wie die Parität auf den Leitungssesseln in der Verwaltung. Ich will mehr Frauen für die technischen Bereiche ebenso wie mehr Männer für die sozialen Berufe gewinnen. Der Gleichstellungsplan hält dafür einen guten Instrumentenkasten vor.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Von der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden alle Beschäftigten profitieren. Da bin ich sicher. Immer mehr Männer wollen gleichberechtigt Sorgearbeit leisten – sich um Kinder kümmern oder Angehörige pflegen ohne berufliche Nachteile zu fürchten. Männer wollen nicht länger nur auf die Brötchenverdiener-Rolle reduziert werden. Das gehört genauso zu einer modernen Arbeits- und Führungskultur.

Übrigens wäre eine paritätische Besetzung unseres Wuppertaler Stadtrates auch eine schöne Sache. Das haben die Parteien und die Wähler/innen 2020 in der Hand.

Los geht`s!

GLEICHSTELLUNGSPLAN 2018 – 2021 DER STADTVERWALTUNG WUPPERTAL

ZIELE UND MASSNAHMEN FÜR DIE GLEICHSTELLUNG VON MANN UND FRAU

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