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Ober­bürgermeister

90 Jahre Wuppertal

Rede des Oberbürgermeisters auf dem offiziellen Empfang und der Eintragung in das Goldene Buch anlässlich des Besuchs der Delegationen aus Wuppertals Partnerstädten und befreundeten Städten zum 90. Stadtgeburtstag am 29. Juni 2019 im Ratssaal.

Foto (v.l.) Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier (Schwerin), Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (Berlin Tempelhof-Schöneberg), Bürgermeister Abdallah Rjaibi (Tabarka), Oberbürgermeister Andreas Mucke, Stadtpräsident Krysztof Duszkiewicz (Liegnitz), Primator Jaroslav Polacek (Kosice), Bürgermeister Norman Dick (South Tyneside, sitzend), Irith Ovadia-Alsberg (Beer Sheva), Vertreterinnen der Freundeskreise Jekaterinburg und St-Étienne.

- Es gilt das gesprochene Wort - 

Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Gäste, liebe Freundinnen und Freunde der Städtepartnerschaften und Städtefreundschaften,

Ihnen allen ein herzliches willkommen! Ich freue mich, Sie alle hier in Wuppertal im Ratssaal begrüßen zu können.

Ein großes Dankeschön an Annika Boos, die uns gerade so hervorragend auf die Veranstaltung eingestimmt hat. Das war wirklich großartig. Wir werden Sie später noch einmal hören!

Es ist ein schöner Anlass, der uns heute alle hier zusammengebracht hat – der 90. Stadtgeburtstag Wuppertals, den wir später gemeinsam am „Langen Tisch“ ausgiebig feiern werden. Ich hoffe, Sie sind alle ausgeruht, es könnte nämlich eine kurze Nacht werden.

Begrüßung der Ehrengäste

Nun zu unseren Ehrengästen: Ich bin froh und stolz, dass wir Delegationen aus nahezu allen Partnerstädten und befreundeten Städten heute hier begrüßen können:

  • Aus unserer ältesten Partnerstadt South Tyneside: Bürgermeister Norman Dick und Mayoress Jean Williamson! Welcome to Wuppertal!
  • Aus unserer innerdeutschen Partnerstadt Berlin Tempelhof-Schöneberg, die bereits seit 1964 besteht begrüße ich Frau Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler mit ihrer Delegation.
  • Ich freue mich, dass die Stadt Beer Sheva heute durch die langjährige Vorsitzende des Freundeskreises Wuppertal in Beer Sheva und ehemalige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung Beer Sheva, Frau Irith Ovadia-Alsberg, vertreten ist.
  • Aus Kosice sind angereist: Herr Primator Jaroslav Polacek und Herr Marcel Giboda.
  • Ich begrüße Herrn Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier aus unserer zweiten innerdeutschen Partnerstadt Schwerin.
  • Aus Liegnitz heiße ich willkommen: den stellvertretenden Stadtpräsidenten Krysztof Duszkiewicz mit seiner Delegation.
  • Ich begrüße außerdem die aus der Partnerstadt angereisten Bürgerinnen und Bürger, die zu Gast beim Freundeskreis Liegnitz sind, sehr herzlich! 
  • Und zum ersten Mal überhaupt können wir einen offiziellen Vertreter aus der tunesischen Stadt Tabarka bei uns begrüßen: Herrn Bürgermeister Abdallah Rjaibi.
  • Und auch aus Tabarka haben wir weitere Gäste: Frau Latifa Khalfi und Frau Nadia Bejaoui, auch hier hat sich der Freundeskreis Tabarka bei der Vorbereitung des Besuchs sehr engagiert gekümmert.
  • Ich begrüße außerdem sehr herzlich die Vertreterinnen und Vertreter der „Bürgerreise“ aus St-Étienne, deren Besuch der Freundeskreis St.-Étienne so professionell vorbereitet hat. Bienvenue á Wuppertal, Mesdames et Messieurs.
  • Und last, but not least heiße ich zwei Gäste aus Jekaterinburg in Russland willkommen: Frau Marina Khalidova und Frau Vera Antonova.

Herzlich Willkommen auch den zahlreichen Vertreter/innen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Stellvertretend begrüße ich unsere Ehrenbürgerin und Alt-Oberbürgermeisterin Ursula Kraus, in deren Amtszeit viele unserer Städtepartnerschaften begründet wurden.

Meine Damen und Herren,

heute ist ein ganz besonderer Tag! Wir alle werden später gemeinsam am „Langen Tisch“ den 90. Geburtstag der Stadt feiern!  Wir alle wissen: eine Feier steht und fällt mit ihren Gästen…

…und um da auf der sicheren Seite zu sein und zu gewährleisten, dass es ein gelungenes Fest wird, haben wir Vertreter aus all unseren Partnerstädten und befreundeten Städten eingeladen, mit uns gemeinsam den Stadtgeburtstag zu feiern. Unsere Gäste haben den Weg zu uns gern auf sich genommen, um heute dabei sein können. Vielen Dank dafür!

Und wenn die Entfernungen teilweise auch sehr groß sind, so belegen die vielen Kontakte und Projekte zwischen unseren Städten doch, dass es letztlich nicht auf die Entfernung, sondern auf das Engagement interessierter Menschen ankommt. Und so lange es diese engagierten Menschen gibt, werden unsere Kontakte auch lebendig bleiben und die Partnerschaften mit Leben erfüllt werden.

Das klassische Ziel einer Städtepartnerschaft, die Völkerverständigung, wird durch Jugend- und Kulturaustausch, Kooperationen in Wirtschaft und Wissenschaft und vor allem durch die Arbeit der Freundeskreise erreicht. Während unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg der Wunsch nach Versöhnung im Vordergrund stand, lag lange Zeit der Sinn der Städtepartnerschaften darin, auf kommunaler Ebene einen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas und auch darüber hinaus zu leisten. Die kulturelle Annäherung durch die echte Begegnung hat viel zum friedlichen Miteinander über Grenzen hinweg in den letzten Jahrzehnten beigetragen. Das sollten wir uns immer wieder vor Augen führen.

Und die Geschichte und die aktuellen Entwicklungen lehren uns:

Für Demokratie und Frieden müssen wir beständig arbeiten und uns engagieren. Deshalb sind Städtepartnerschaften heute genauso wichtig wie vor 68 Jahren, als unsere erste Städtepartnerschaft mit South Tyneside begründet wurde. Gerade in der heutigen Zeit, in der Europa wieder an Bedeutung zu verlieren scheint, sind Städtepartnerschaften und kommunale Kooperationen gefragter denn je.

Und die Europaarbeit wird zunehmend wichtiger. Immer mehr kommunale Aufgaben- oder Zuständigkeitsbereiche werden von der europäischen Politik beeinflusst. Diese Entwicklung erfordert von den Kommunen eine Umstellung, sie müssen sich mit dem Thema Europa mehr als bisher auseinandersetzen. Die Städtepartnerschaften sind DAS Mittel der Kommune, sich europapolitisch zu engagieren. Denn häufig kann man auf dieser Ebene mehr erreichen als die sogenannten „große Politik“ es vermag.

Aber was macht überhaupt eine funktionierende Städtepartnerschaft aus?

Die Städtepartnerschaften durchleben einen permanenten Wandel in ihrer Ausgestaltung, die Arbeit geht zunehmend in Richtung Projekt- oder Themenpartnerschaft und auch die internationale Vernetzung mit Städten in verschiedenen Kontinenten in der globalisierten Welt gewinnt an Bedeutung. Und es werden weiterhin unzählige Schulpartnerschaften mit Städten auf allen Kontinenten mit großem Engagement gepflegt.

Wir sind froh, dass unsere Städtepartnerschaften  gerade nicht nur aus offiziellen Begegnungen und Austauschprogrammen bestehen, sondern im Wesentlichen durch das ehrenamtliche Engagement der Wuppertaler Bürgerinnen und Bürger getragen werden.

Denn wenn Menschen miteinander reden, sich begegnen, werden Vorurteile und Grenzen - auch in den Köpfen - überwunden. Natürlich ist es nicht immer einfach, eine solche Partnerschaft dauerhaft lebendig zu halten und erloschenes Interesse wieder zu entfachen, Generationswechsel und Finanzierungsprobleme bei Begegnungen und Projektarbeit tun ihr übriges. Dies sind in der Tat große Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Deshalb bin ich froh und stolz, dass es so viele engagierte Menschen in unserer Stadt gibt, die sich ehrenamtlich in den Freundeskreisen der Partnerstädte engagieren. Bei dieser wichtigen Arbeit müssen wir uns künftig verstärkt um Nachwuchs bemühen.

Ich denke, ich spreche im Namen aller Freundeskreise, wenn ich sage: hier werden dringend Menschen gesucht und gebraucht, die die Partnerschaftsarbeit mitgestalten, die sich einbringen und später einmal auch Verantwortung für diese so wichtige Arbeit übernehmen. Und ich bin zuversichtlich, dass es bereits heute beim „Langen Tisch“, wo sich die Freundeskreise gemeinsam in ihrem „Städtepartnerschaftsdorf“ ideenreich präsentieren, schon gelingen wird,  für die Arbeit der Vereine im Sinne der Völkerverständigung zu werben.

Schon jetzt möchte ich hierfür allen engagierten Akteuren sehr herzlich danken, ohne Ihr Tun, ohne Ihre Unterstützung wäre das alles so nicht möglich.

Ich wünsche uns allen ein rundum gelungenes „Stadtgeburtstags-Wochenende“ mit jeder Menge Spaß, vielen tollen Eindrücken und Erlebnissen, und spannenden Begegnungen.

Herzlichen Dank!

Die Delegationen tragen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Aufrufen der Delegationsleiter/innen

Ich möchte nun nacheinander die einzelnen Delegationsleiter/innen zu mir nach vorne bitten, damit sie ihrerseits die offiziellen Delegationsteilnehmer/innen vorstellen und einen kurzen Gruß sprechen können, bevor dann der Eintrag in das Goldene Buch der Stadt erfolgt:

  • South Tyneside: Mayor Norman Dick
  • Berlin Tempelhof-Schöneberg: Frau Bezirksbürgrmeisterin Angelika Schöttler
  • Beer Sheva: Irith Ovadia-Alsberg 
  • Kosice: Primator Jaroslav Polacek
  • Schwerin: Oberbürgermeister Dr. Rico Badenschier
  • Liegnitz: stellvertretender Stadtpräsident Krysztof Duszkiewicz 
  • Tabarka: Bürgermeister Abdallah Rjaibi

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Antje Zeis-Loi
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