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Oberbürgermeister

Mobilität und saubere Luft

Bisher konnten Diesel-Fahrverbote in Wuppertal vermieden werden. Viele Fahrzeughalter fürchten sich dennoch weiterhin vor Fahrverboten und dem Wertverlust ihres Autos. Gleichzeitig muss die Luft in der Stadt sauberer werden.

Die Bezirksregierung Düsseldorf überarbeitet unter Beteiligung der Stadt den Luftreinhalteplan, in dem viele Maßnahmen zur Schadstoffreduktion vorgesehen sind. Gebündelt sind die Maßnahmen im Green City Plan.  Der Green City Plan sieht u.a. vor, den Verkehr zu verflüssigen, Staus zu reduzieren und die umweltbelastenden LKWs, die in belastungsreichen Zeiten in die Stadt einfahren, besser zu koordinieren. Die Wuppertaler Stadtwerke haben zehn Wasserstoffbusse bestellt und rüsten ihre Busflotte ebenso wie die Stadt ihren Fuhrpark auf schadstoffarme Antriebe um.


Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes

Wuppertals Topografie macht es nicht immer leicht. Viele Höhenmeter sind zu überwinden und  Radfahrende müssen kräftig in die Pedale treten. 2003 wurden die ersten systematischen Radverkehrsstrategien entwickelt. Einen richtigen Aufschwung erlebt der Radverkehr erst durch die Nordbahntrasse. Viele haben das Fahrrad als Alternative zum Auto entdeckt. Das schont Nerven und Zeit, ist unschlagbar günstig und verbrennt ordentlich Kalorien anstatt klimaschädliches CO2. Schon zum zweiten Mal haben die Wuppertaler/innen an der Kampagne „Stadtradeln“ teilgenommen und sind im Aktionszeitraum 381.327 Kilometer geradelt.

Der Radverkehrsanteil im Modal Split soll von derzeit knapp 1,5 Prozent deutlich erhöht werden. Ein Baustein dafür ist das neue Radverkehrskonzept, mit dem Radfahren sicherer und attraktiver werden wird. Die Planungen sehen die Erweiterung des innerstädtischen Radwegenetzes, das Schließen der Netzlücken, das Anbringen von Markierungen und Beschilderungen sowie die Errichtung sicherer und trockener Abstellanlagen vor. Zudem werden Kommunikation, Information und Serviceelemente verbessert. In Planung ist auch der Talachsenradweg. 2020 wird die Schwarzbachtrasse fertig. 

Im Vergleich zu 2019 (200.000 Euro) wurden im Doppelhaushalt 2020/2021 die investiven Mitteln für den Radverkehr verdoppelt (400.000 Euro). Im Vergleich zu 2018 (100.000 Euro) sogar vervierfacht. 

Wuppertal erhält viel Anerkennung dafür, „Fahrradstadt“ zu werden, und ist deswegen 2019 in die „Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in NRW“ aufgenommen worden.


Vernetzte Mobilität

Die Wuppertaler/innen sind heute „multimodal“ unterwegs. Sie wollen auf ihrem Weg mehrere Verkehrsmittel miteinander kombinieren. Durch eine intelligente Vernetzung mit dem Bus & Bahn-Angebot, den Rad- und Fußwegen, können noch mehr Menschen zum Verzicht auf das Auto bewegt werden. Deshalb werden an den Bahnhöfen Vohwinkel, Steinbeck, Barmen und Oberbarmen Radabstellanlagen in Form von Radboxen gebaut. Diese Radboxen werden vom Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) gefördert. Der Eigenanteil wird aus der Stellplatzrücklage finanziert, die sich aus den Ablösesummen für nicht-nachgewiesene Autoparkplätze bei Bauvorhaben speist. Auch am Döppersberg wird es im Parkhaus 160 sichere Stellplätze für Fahrräder geben.

Eine schöne Initiative ist die neue Mobilstation Am Ölberg, die Carsharing, Fahrradgarage, Taxi und Bushaltestelle miteinander mitten im Quartier verbindet. Die Stadt hat die private Initiative aus Mitteln der Stellplatzrücklage unterstützt.


Nahverkehr

Schon im vergangenen Jahr mehrten sich die Beschwerden über Verspätungen, Ausfälle und schlechte Fahrgastinformation im Schienenverkehr. Durch großen Druck auf den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als Aufgabenträger und die Eisenbahnunternehmen gibt es mittlerweile einige Qualitätsverbesserungen. Trotzdem bleibt die Situation weiter unbefriedigend.

Zum letzten Fahrplanwechsel ist der neue Busbahnhof am Döppersberg in Betrieb gegangen. Der Busbahnhof erfüllt alle Ansprüche an ein leistungsfähiges Fahrgastdrehkreuz: Es ist hell, sicher und barrierearm. Bis zu 65.000 Fahrgäste können dort täglich ein-, aus- und umsteigen. Kritisiert habe ich im Zusammenhang mit der Eröffnung den Wegfall von Busverbindungen. Um mehr Menschen zum Umsteigen auf Bus & Bahn zu motivieren, müssen die Busverbindungen ausgebaut werden. Darum arbeitet die Verwaltung an einem neuen Nahverkehrsplan. Die Ergebnisse werden voraussichtlich 2021 vorliegen.  

Die Wuppertaler/innen haben sich in einer Befragung mehrheitlich gegen den Bau einer Seilbahn vom Hauptbahnhof auf Südhöhen entschieden. Die Verwaltung prüft derzeit Alternativen, um die Bergische Universität besser an den Bus- und Hauptbahnhof anzubinden.

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