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Übergang Schule Beruf / für Schüler/innen

Berufliche Orientierung - Ab auf die Uni?!

Im Berufsorientierungsprozess bist du nun schon ganz schön weit fortgeschritten - und in der Schule auch.

Du bist in der Oberstufe angekommen und hast noch ein paar Jahre Schule vor dir. Da ist noch genügend Zeit, damit du eine Idee bekommst, was du später mal machen willst, oder? Aber die Zeit vergeht wie im Flug und du stehst plötzlich vor dem Abschluss und hast immer noch keinen Plan, was du machen willst… Damit dir das nicht passiert, wirst du auch in der Oberstufe verschiedene Maßnahmen zur Berufsorientierung durchlaufen. Dabei lernst du die verschiedenen Möglichkeiten kennen, wie duale Ausbildung, Berufsschule oder Hochschule. Und du erfährst auch, wie und wann du dich bewerben musst.  

Um deinen eigenen Weg zu finden, wirst du nochmal genau analysieren, was du bisher gemacht hast. Welche beruflichen Wünsche hattest du? Und wünscht du dir das immer noch oder hat sich etwas verändert? Um mehr Sicherheit zu bekommen, kannst du auch noch einmal in die Praxis hineinschnuppern. Das ist wichtig, denn am Ende sollst du wissen, was du wirklich willst. Und das wird dann am Ende zusammen mit deinen Lehrern wie eine Art Vertrag aufgeschrieben.

Dazu durchläufst du folgende Schritte:


Workshop

Standortbestimmung

Der erste Workshop dient der Standortbestimmung und findet zu Beginn der Sekundarstufe II statt. Für Schülerinnen und Schüler, die auf ein Gymnasium gehen, wäre das in der Einführungsphase. Bei den Gesamtschulen entspricht das der elften Jahrgangsstufe. Und bei den Berufskollegs wäre das zu Beginn der verschiedenen Bildungsgänge.
Standortbestimmung bedeutet, dass du dir darüber klar werden sollst, wo du auf deinem Weg der beruflichen Orientierung stehst. Schwankst du noch zwischen zwei Berufen? Oder weißt du schon genau, was du willst? Und wieso bist du dir (noch nicht) sicher? Im Workshop sollst du Antworten auf solche Fragen finden. Du versuchst, dir über deine Wünsche klar zu werden und guckst dir an, was du bisher schon gemacht hast. Dabei hilft dir der Berufswahlpass. Darin hast du seit der achten Klasse alle deine wichtigen Stationen aufgeschrieben.


Workshop

Stärkung der Entscheidungskompetenz 1

Ausbildung oder Studium? Dieser Workshop soll dir dabei helfen, solche Entscheidungen bewusst zu treffen. Also nicht zufällig auf A oder B zu zeigen, sondern dank vieler Informationen abzuwägen, um dann eine Wahl zu treffen. Hier kannst du herausfinden, was deine Wahl beeinflusst. Aus welchem Grund möchtest du eine Ausbildung im Gesundheitswesen machen? Weil du darin deine Stärken siehst? Oder weil deine Freunde das vor haben? Hinterfrage dich und finde es heraus. Außerdem planst du deine ganz eigenen, nächsten Schritte Richtung Beruf oder Studium.


Selbsterkundungstool Check-U

Die Bundesagentur für Arbeit hat das Selbsterkundungstool Check-U entwickelt. Dieses wird dir von deinen Lehrer*innen vorgestellt. Mit Check-U kannst du deine Interessen, Stärken und Fähigkeiten analysieren und bekommst dann Vorschläge für passende Berufe oder Studienfächer. Die Testergebnisse werden ausgewertet und im Anschluss wirst du von deinen Lehrer*innen beraten. Dabei werden sie von der Hochschule oder der Agentur für Arbeit unterstützt.


Praxiselemente

Du hast schon die Berufsfelderkundung und ein Praktikum hinter dir. Aber Praxiserfahrungen kann man gar nicht genug sammeln. Deshalb hast du noch einmal die Möglichkeit, mindestens fünf Tage lang Praxisluft zu schnuppern. Das muss aber nicht zwingend bei einem Unternehmen sein. Zu den Praxiselementen zählt alles, was dir den betrieblichen Alltag oder den Alltag im Studium näher bringt. Das können Workshops, Schnuppertage und Betriebs-, Auslands- oder Hochschulpraktika sein.

Du musst diese fünf Tage auch nicht auf einmal abarbeiten, wie bei einem Praktikum. Du kannst auch einzelne Veranstaltungen besuchen, wie Schnuppertage an Universitäten.  


Workshop

Stärkung der Entscheidungskompetenz 2

Der dritte und letzte Workshop schließt sich thematisch an Workshop 2 an. Auch hier geht es um deine Entscheidungsfindung und die Frage, wie es nach deinem Abschluss weitergeht. Was bedeutet es, wenn du dich für eine Ausbildung entschieden hast? Was kommt im Studium auf dich zu? Über solche Fragen wirst du informiert. Diese Infos sollen dir dabei helfen, eine bewusste Entscheidung zu treffen. Zudem bekommst du noch einmal die Gelegenheit, deine nächsten Schritte zu planen. Das hilft dir beim nächsten und letzten Step: der Anschlussvereinbarung.


Beratung und Anschlussvereinbarung

Die individuelle Beratung in der Schule kennst du schon aus der Sekundarstufe I. Diese Beratungsgespräche werden auch in der Oberstufe weitergeführt. Einmal im Halbjahr kannst du mit deinen Lehrer*innen über deine Pläne oder Sorgen sprechen. Diese Beratungen können auch an Terminen, wie Eltern- oder Schülersprechtagen, erfolgen.

Am Ende der Q1 füllst du zusammen mit deinen Lehrer*innen eine Anschlussvereinbarung aus. Das ist Pflicht. Aber keine Sorge, es ist nicht so ernst, wie es vielleicht klingt.
In der Anschlussvereinbarung wird dein gesamter Prozess der Beruflichen Orientierung seit der achten Klasse aufgeschrieben. Auch deine Pläne für die Zukunft werden hier notiert.
Die Anschlussvereinbarung wird online ausgefüllt und anonymisiert abgeschickt. Die Daten und eure Erfahrungen helfen bei der Planung von Angeboten zur Berufsorientierung für die nächsten Jahrgänge.
Deine Anschlussvereinbarung wird anschließend ausgedruckt, unterschrieben und im Berufswahlpass abgeheftet. Sie bietet dir eine Orientierungshilfe und dient der Übersicht deines bisherigen Werdegangs. Aber die darin festgehaltenen Pläne sind natürlich nicht rechtlich verpflichtend, das heißt, du kannst deine Pläne immer noch ändern, wenn du das möchtest.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
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