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Übergang Schule Beruf Aktuelles | 24.11.2025

Bowling-Aktion bringt Jugendliche und Unternehmen zusammen

Über 80 Schüler*innen nutzten die Chance, um Ausbildungsbetriebe kennenzulernen.

Volle Bahnen, viele Gespräche und jede Menge Möglichkeiten: Über 80 Schüler*innen aus Wuppertal nutzten gestern die Bowling-Aktion der Kommunalen Koordinierung, um Arbeitgeber aus Handwerk, Industrie, Verwaltung und Pflege persönlich kennenzulernen. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal, die die Jugendlichen ermutigte: „Hier sind so viele unterschiedliche Unternehmen vertreten. Probiert euch aus und fragt, was ihr immer schon wissen wolltet.“

Mit dabei waren 18 Arbeitgeber, unter anderem die Diakonische Altenhilfe, WERA Werkzeuge, der Kabelproduzent Prysmian, die Feuerwehr Wuppertal, die Bergische Volksbank und Policks Backstube.

Dass Berufsorientierung heute neue Formate braucht, bestätigt Monika Küster, Ausbildungskoordinatorin beim Tapetenhersteller Erfurt & Sohn. Vor allem im gewerblichen Bereich werde es immer schwieriger, freie Ausbildungsstellen zu besetzen.

„Im kaufmännischen Bereich läuft es noch ganz gut, aber gewerblich ist es deutlich schwieriger“, so Küster. „Wir suchen zum Beispiel dringend Papiertechnolog*innen, aber viele Jugendliche können sich darunter schlicht nichts vorstellen.“

Gerade deshalb sei die Bowling-Aktion so wertvoll. Erfurt & Sohn war bereits mehrfach dabei – mit Erfolg:
Vor zwei Jahren wurde über dieses Format ein Auszubildender zum Industriemechaniker gewonnen.

Und bei den Jugendlichen kam die Aktion durchaus an. Ein Schüler der Peter-Härtling-Schule erzählt:
„Die Stadt Wuppertal bietet viele Ausbildungsberufe an, das ist schon interessant. Und bei der Diakonischen Altenhilfe arbeitet man viel mit Menschen, das finde ich gut.“

Ein anderer Schüler von der Gesamtschule Langerfeld berichtet von seinen Gesprächen:
„Ich war bei Knipex, Gebrüder Jaeger und Barmenia. Mir ist wichtig, dass ich mich im Team wohlfühle. Und bei diesen Unternehmen ist es wie in einer großen Familie.“

Zum ersten Mal nahm die KERN LIEBERS Spezialfedernfabrik teil. Das Unternehmen war früher unter dem Namen Gebrüder Schmidt bekannt und muss nach der Umfirmierung nun erneut an seiner Sichtbarkeit arbeiten. Ausbildungsleiter Adrian Georgiev zeigte sich zuversichtlich:

„Wir haben viele gute Gespräche geführt. Ob daraus konkrete Bewerbungen entstehen, wird sich zeigen – aber der erste Kontakt ist gelegt und nimmt Jugendlichen die Hemmschwelle.“

KERN LIEBERS möchte jährlich drei Auszubildende einstellen, vor allem im gewerblich-technischen Bereich, zum Beispiel als Maschinen- und Anlagenführer. „Wir bilden aus, um zu übernehmen“, betont Georgiev.

Events wie die Bowling-Aktion schaffen niedrigschwellige Zugänge und helfen, Berührungsängste abzubauen. Sie ersetzen jedoch nicht den realen Einblick in betriebliche Abläufe und Arbeitsprozesse.
Deshalb ergänzt die Kommunale Koordinierung solche Formate durch vertiefende Berufsorientierungsangebote.

Bereits im Dezember steht ein solches Event an: KERN LIEBERS richtet ein Schülerfrühstück aus, bei dem eine Kleingruppe von rund 15 Jugendlichen einen Vormittag lang den Betrieb besucht und die dortigen Ausbildungsmöglichkeiten kennenlernt. 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Wirtschaftsförderung Wuppertal

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