Inhalt anspringen

Schulpsychologische Beratung

Einzelfallberatung

In der Einzelfallberatung nehmen wir uns Zeit für Ihre ganz individuellen Probleme oder Schwierigkeiten und erarbeiten gemeinsam Lösungsstrategien. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über typische Themen, mit denen Schülerinnen, Schüler und Eltern zu uns in die Beratung kommen.

Lern- und Leistungsschwierigkeiten

Wenn Kinder mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten zu uns in die Beratung kommen, ermitteln wir durch gezielte Fragen und eine passende Testdiagnostik mögliche Ursachen. Im weiteren Verlauf erarbeiten wir gemeinsam mit allen Beteiligten Lösungsmöglichkeiten. Eine der häufigsten Ursachen von Lernschwierigkeiten und Schulproblemen sind fehlende Motivation und/oder Konzentrationsschwierigkeiten. Manchmal verfügen Kinder auch noch nicht über geeignete Lernstrategien. Schülerinnen und Schüler können zudem darin unterstützt werden, ihre eigenen Lernziele zu bestimmen, ihr Lernen selbst zu organisieren, Lernfortschritte zu bewerten und ihre Lernstrategien zu verändern.

 

Hinweis zur außerschulischen Förderung bei Lese-Rechtschreib- bzw. Rechenschwierigkeiten:

Die Schulpsychologische Beratung erstellt keine Gutachten zur Förderung bei Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten (u. a. Lese-Rechtschreibstörung, Rechenstörung) im Rahmen des § 35a Sozialgesetzbuch VIII Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche. Ansprechpartner hierfür ist der Fachdienst Eingliederungshilfe (Ressort 208.51).

Hinweis zum sogenannten Nachteilsausgleich bei Lese-Rechtschreibschwierigkeiten:

In der Regel stellt die Schulpsychologische Beratung keine Bescheinigungen über das Vorliegen von besonderen Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens im Sinne des sogenannten LRS-Erlasses aus. Laut Erlass sind die Schulen selbst in der Lage, das Vorliegen der Schwierigkeiten festzustellen (Abschnitt 3.1) und gegebenenfalls bei der Leistungsfeststellung und ‑beurteilung zu berücksichtigen (Abschnitt 4). Eine Bescheinigung einer außerschulischen Stelle ist dazu nicht notwendig.

Verhaltensauffälligkeiten

Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives Verhalten, Mobbing, mangelnde Fähigkeit der Impulskontrolle (zum Beispiel Wutausbrüche), aktive Schulverweigerung, motorische Unruhe oder aber Ängste, Depressivität, sozialer Rückzug, mangelndes Selbstvertrauen und psychosomatische Beschwerden stellen eine große Herausforderung für den Schulalltag dar. In einem gemeinsamen Gespräch geht es darum herauszufinden, womit die Verhaltensauffälligkeiten des Kindes in Zusammenhang stehen und wie Lösungsansätze aussehen können. Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen sollten dabei weniger als Persönlichkeitseigenschaften wahrgenommen werden, sondern eher als eine Reaktion auf eine zu verbessernde Situation. Gegebenenfalls und mit Erlaubnis aller Beteiligten kontaktieren wir daher auch die Schule und hospitieren in der Schulklasse, um so ein umfassendes Bild über die Situation zu gewinnen und auch den Lehrkräften unterstützend zur Seite zu stehen.

Mobbing

In einem Gespräch mit der betroffenen Schülerin/dem betroffenen Schüler und den Eltern wird zunächst geklärt, ob tatsächlich eine Mobbing-Situation vorliegt oder es sich um eine andere Problemlage (zum Beispiel einen Konflikt) handelt. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten zur Beendigung der Situation besprochen und gemeinsam entschieden, wie weiter vorgegangen werden soll. Wenn es von den Beteiligten gewünscht wird, nehmen wir Kontakt zur Schule auf und beraten Lehrkräfte bei der Auflösung der Mobbing-Situation. Das vorrangige Ziel der Beratung ist es, die Mobbing-Situation an der aktuell besuchten Schule zu beenden.

Schulangst

Im Zusammenhang mit Schulbesuch und schulischem Lernen gibt es verschiedene Ängste. Kommen Kinder und Jugendliche mit Ängsten zu uns in die Beratung, versuchen wir erst einmal herauszufinden, unter welcher Angst die Schülerin/der Schüler leidet. Abhängig von der Situation und den Ängsten versuchen wir in gemeinsamen Gesprächen zu erarbeiten, wie die Schülerin/der Schüler unterstützt werden kann und was die Schülerin/der Schüler selber tun kann, um die Ängste zu überwinden. Hilfreich kann es sein, sowohl die individuellen Bewältigungskompetenzen zu stärken, als auch die Schaffung von Erfolgserlebnissen zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Manchmal ist eine psychologische Leistungs- und Intelligenzdiagnostik notwendig. In den meisten Fällen ist eine gezielte Zusammenarbeit von Eltern, Lehrkräften und Kindern und evtl. Therapeutinnen oder Therapeuten wünschenswert und hilfreich.

Schulvermeidung/Schulabsentismus

Beim „Schulschwänzen“ handelt es sich um unerlaubtes Fernbleiben vom Unterricht, welches häufig ohne Kenntnis der Eltern stattfindet. Dabei sind anfangs häufig nur die sogenannten Randstunden betroffen oder der Besuch einzelner Unterrichtsfächer wird gemieden. Der chronische Absentismus zeichnet sich durch monate- teilweise jahrelanges „Schulschwänzen“ einzelner Stunden beziehungsweise durch das komplette Fernbleiben von der Schule aus. Die Ursachen für Schulvermeidung sind vielfältig und können sowohl in der Schule als auch innerhalb der Familie liegen. Mögliche Gründe sind beispielsweise Konflikte mit Mitschülerinnen, Mitschülern und/oder Lehrkräften bzw. Misserfolge in der Schule oder Trennungsangst. Im gemeinsamen Gespräch versuchen wir zu erarbeiten, was zum Fernbleiben vom Unterricht geführt hat und was helfen könnte, die Schule wieder regelmäßig zu besuchen.

Hochbegabung

Bei hochbegabten Kindern lassen sich häufig frühe Anzeichen für eine sehr gute Begabung erkennen, wie zum Beispiel eine frühreife Entwicklung der Motorik und des Sprechens oder ein außergewöhnliches Gedächtnis. Die beschleunigte geistige Entwicklung setzt sich im Grundschulalter meist fort. Hier kann das Kind beispielsweise durch überdurchschnittliche Konzentrationsfähigkeit und ein starkes Unabhängigkeitsbedürfnis auffallen. Eine frühe Identifikation von  Hochbegabung kann dazu beitragen, die Begabungsentfaltung optimal zu fördern, aber auch auffälliges Verhalten in der Schule besser zu verstehen und nach anderen Umgehensweisen zu suchen. Wir führen sowohl Gespräche mit den Eltern und dem Kind als auch gegebenenfalls eine Intelligenztestung durch, um die Stärken des jeweiligen Kindes besser identifizieren zu können. Auf Wunsch können die Ergebnisse der Testung auch den unterrichtenden Lehrkräften erklärt werden.

Fragen zur Schullaufbahn

Bei Fragen zur Schullaufbahnberatung, beispielsweise der Auswahl einer sich gut eignenden weiterführenden Schulform  bieten wir individuelle Einzelfallberatungen an. Mögliche Themen des Gesprächs könnten u. a. die Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft sowie die Lernmotivation  des Kindes sein.

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.

Seite teilen