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Aktualisierung

Heckinghausen hat nach der Erstellung des ISEK aus dem Jahre 2014 und der Fortschreibung 2015 bereits eine wahrnehmbare Entwicklung genommen. Das Planungsgebiet in seiner ursprünglichen Größe/Dimension aus dem ISEK 2014 bleibt erhalten.

Heckinghausen hat nach der Erstellung des ISEK aus dem Jahre 2014 und der Fortschreibung 2015 bereits eine wahrnehmbare Entwicklung genommen. Seit 01.02.2016 ist das Quartiersbüro eröffnet und wird sehr gut angenommen. Die etablierten Einrichtungen wie der Stadtteiltreff oder das Café Johannis sind weiterhin gut besucht. Parallel fanden in Heckinghausen deutlich mehr Flüchtlinge Wohn- und Lebensraum. Beispielsweise durch die Umnutzung des ehemaligen „Art-Fabrik Hotels“ als Landesaufnahmestelle für Geflüchtete. Dort leben aktuell ca. 300 Menschen. Heckinghausen ist nunmehr einer der neuen „Ankunftsorte“ für Zugewanderte in Wuppertal.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation mit guten Fortschritten, aber auch neuen Herausforderungen, wurden alle, auf Grundlage der im ISEK 2014, geplanten Maßnahmen erneut kritisch betrachtet. Die zu engen Platzsituationen an vielen Stellen und die andauernden Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmemissionen des Bolzplatzes führten zur Überarbeitung des Maßnahmenkatalogs. Mit der Entwicklung eines Rahmenplanes für das Programmgebiet soll die Gesamtsituation verbessert, alte und neue Maßnahmen zusammengebracht und sich aktuell bietende Chancen und Risiken in Einklang gebracht werden. Der beginnende Trading-Down Prozess soll gestoppt und eine positive Entwicklung angestoßen werden.

Das Planungsgebiet in seiner ursprünglichen Größe/Dimension aus dem ISEK 2014 bleibt erhalten. Die Ortseingänge wurden näher betrachtet und neu gesetzt. Die Grundidee, die „neue“ Mitte“ primär am Gaskessel zu gestalten, wurde hinterfragt und funktional auf weitere Teilbereiche des Planungsgebiets entzerrt. So entsteht ein in sich funktionierender, natürlicher und schlüssiger Ortskern, der eine Vielfalt an Angeboten und gleichzeitig in determinierten Achsen eine Identität schafft.

Der Grundgedanke der Attraktivierung und der Imageverbesserung für Heckinghausen hat weiterhin Bestand. Ebenso sind die Leitideen wie Aufwertung der Umgebung des Gaskessels und der öffentlichen Grünflächen sowie Schaffung neuer Anlagen für alle Altersgruppen unverändert geblieben.

Die vielen qualitativen Projekte im und um den Bereich des Gaskessels verteilen sich nun auf die drei Achsen Bewegung, Begegnung und Besinnung. Die Achsen weisen für sich Schwerpunkte auf, sind aber dennoch ein Teil des Gesamtkomplexes und durch die Grün- und Verbindungsachsen miteinander verbunden.

Problematische brachliegende unattraktive Straßenzüge wie die Widukind- und die Mohrenstraße sind Bestandteile der Grünachsen und werden durch die Maßnahmen aufgewertet. Das Erscheinungsbild der Straßen verbessert sich und wird positiv von den Menschen wahr genommen.

Weiterhin bleibt die Heckinghauser Straße als wichtige Verbindungsachse für das Planungsgebiet und somit für den Einzelhandel bestehen. Mit dieser Aktualisierung werden die umliegenden Straßen mit betrachtet und aufgewertet, damit die Straßenräume ebenso wie die Fassaden davon profitieren können.

Alle Maßnahmen dienen zur Stärkung der Identifizierung der Menschen mit ihrem Stadtteil, der Imageaufwertung Heckinghausens und einem verstärkten Engagement der BürgerInnen im Quartier. Dieser Gedanke setzt sich innerhalb aller Maßnahmen in den drei Achsen fort. So ist der Platz der Bewegungen für alle Kinder und Jugendliche offen, ebenso der Platz der Begegnungen sowie der Platz des Wassers. Jeder Bürger, jede Bürgerin, unabhängig von der Herkunft, der Religion, des Alters oder der sozialen Schicht hat Zugang zu allen Plätzen und kann seinen/ihren „Lieblingsort“ finden. In dem Projekt „Urban Gardening“ sind Flüchtlinge genauso zur Mitgestaltung und Mitarbeit aufgerufen, wie die BewohnerInnen vor Ort.

Viele der Heckinghauser BürgerInnen identifizieren sich bereits mit ihrem Stadtteil und beteiligen sich an Diskussionsprozessen über die Entwicklungen im Quartier. Es gibt mehrere Bürgerinitiativen, die sich aktiv einbringen. Hierzu zählen der Bezirksverein Heckinghausen, das Bürgerforum Heckinghausen, die evangelische Kirchengemeinde Heckinghausen mit ihrem Café Johannis, der Stadtteiltreff und nun auch das Quartiersbüro. Deshalb werden die städtebaulichen Maßnahmen durch neue Einrichtungen der sozialen Infrastruktur ergänzt. Der Stadtteiltreff wird durch einen Neubau zum Stadtteilzentrum erweitert und zusätzliche Kitas werden errichtet.

Der Leitgedanke Heckinghausen grüner zu gestalten wird zum einen durch die drei Achsen sowie die Gestaltung mehrerer Außenflächen als Grün-, Sport- und Freitzeitflächen umgesetzt und zum anderen als ökologischer Grundgedanke in der Planung der Neubaumaßnahmen mit aufgenommen (etwa bei der Planung des neuen Stadtteilzentrums). Neben den Spiel- und Freiflächen schaffen die zukünftigen Plätze neue innerstädtische Naherholungsbereiche und Anziehungsorte für „Auswärtige“.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal R. 101.21
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