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Der Grüne Zoo Wuppertal

Erfolgreiche Zucht der Mallorca-Geburtshelferkröten

Am 16. Mai 2023 zogen 12 adulte Mallorca-Geburtshelferkröten sowie 11 Kaulquappen im Grünen Zoo Wuppertal ein. Mit dieser bedrohten Krötenart beteiligen wir uns an den Artenschutzbemühungen von citizen.conservation – einem Netzwerk aus Zoos, Forschungseinrichtungen und privaten Tierhaltungen, das sich zum Ziel gesetzt hat, stabile Populationen bedrohter Arten in menschlicher Obhut aufzubauen.

Die Zucht der Mallorca-Geburtshelferkröten verlief so erfolgreich, dass wir nun bereits zum dritten Mal eigene Nachzuchten im Rahmen des Zuchtprogramms weitergeben konnten. Am 7. April verließen 126 Kröten in kleinen Plastikboxen den Grünen Zoo – ein toller Erfolg für den Erhalt dieser stark gefährdeten Art!

In ihrem natürlichen Lebensraum kommt die Mallorca-Geburtshelferkröte heute nur noch in wenigen, schwer zugänglichen Schluchten im Norden der Mittelmeerinsel Mallorca vor.

Einst war sie auf der gesamten Insel weit verbreitet. Eingeschleppte, nicht-heimische Tierarten, die bereits in der Antike durch den Menschen auf die Insel gelangten, dürften maßgeblich zum Rückgang der Bestände beigetragen haben. Hinzu kommt der Verlust geeigneter Lebensräume durch zunehmende menschliche Besiedlung. Eine weitere Bedrohung stellt der Chytridpilz Batrachochytrium dendrobatidis (Bd) dar, der bei Amphibien eine oft tödlich verlaufende Krankheit auslösen kann. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Mallorca-Geburtshelferkröte deshalb auf ihrer Roten Liste als stark gefährdet ein.

Ihr Fortpflanzungsverhalten ist, wie bei allen Geburtshelferkröten, besonders: Die Eiablage erfolgt an Land, wobei das Männchen währenddessen das Weibchen umklammert und die Laichschnur um seine Hinterbeine wickelt. Anschließend trägt es die Eier für mehrere Wochen mit sich, bis es schließlich ins Wasser geht. Dort schlüpfen die etwa zwei Zentimeter langen Kaulquappen und schwimmen davon.

Die Mallorca-Geburtshelferkröte ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Zoos in Zusammenarbeit mit engagierten Privathaltern zur Erhaltung bedrohter Tierarten beitragen können.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal

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