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Der Grüne Zoo Wuppertal

Nachwuchs beim Edwardsfasan

Wir freuen uns über einen besonderen Zuchterfolg: Erstmals haben wir Nachwuchs bei den Edwardsfasanen.

Das Küken schlüpfte am 28. Mai und folgte, als sogenannter Nestflüchter, seinen Eltern schon kurz nach dem Schlupf und kann in der Voliere am Zoorestaurant Okavango beobachtet werden.

Der Edwardsfasan ist eine Hühnervogelart, dessen natürliches Verbreitungsgebiet in den Wäldern Zentral-Vietnams liegt. Allerdings wurde er seit dem Jahr 2000 nicht mehr in der Natur gesichtet, sodass zu befürchten ist, dass die Art dort bereits ausgerottet ist. Die Rote Liste der Weltnaturschutzunion IUCN stuft den Edwardsfasan als „vom Aussterben bedroht“ ein –  mit dem Zusatz: möglicherweise in der Natur ausgestorben!

Waldrodungen, Wilderei und der Einsatz chemischer Entlaubungsmittel während des Vietnamkriegs in den 1960er Jahren führten zu einem dramatischen Rückgang der Population.

Dank der Zuchtbemühungen in Zoos und durch private Haltungen konnte die Art glücklicherweise erhalten werden. Auch der Grüne Zoo Wuppertal beteiligt sich mit seinem Zuchtpaar im Rahmen des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) aktiv am Aufbau einer Reservepopulation.

Zudem gibt es konkrete Pläne, Edwardsfasane wieder in der Natur anzusiedeln. Dafür werden Tiere aus zoologischen Einrichtungen zunächst in eine Zuchtstation in Vietnam gebracht. Nachzuchten dieser Vögel sollen dann in geeigneten, geschützten Gebieten ausgewildert werden. Vorab finden Feldforschungen im ehemaligen Lebensraum der Vögel statt, um mögliche Habitate für eine Wiederansiedlung zu ermitteln. Ein zentraler Aspekt des Projektes ist die enge Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung, um Akzeptanz zu schaffen und langfristigen Schutz zu gewährleisten.

Der Edwardsfasan, auch Vietnamfasan genannt, ist eine der Flaggschiffarten der aktuellen Artenschutz-Kampagne vietnamazing der EAZA (europäische Zoo- und Aquarienvereinigung). Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein für den Edwardsfasan und seine Bedrohung zu schärfen. Erlöse aus der Kampagne fließen direkt in das Wiederansiedlungsprojekt.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Claudia Philipp

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