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Der Grüne Zoo Wuppertal

Abschied von den Mönchsgeiern

Anfang der Woche mussten wir uns leider von unseren beiden Mönchsgeiern verabschieden, die mehr als 44 Jahre im Grünen Zoo Wuppertal lebten. Aufgrund stark fortgeschrittener altersbedingter Erkrankungen wie Arteriosklerose, schwerer Arthrose und weiteren orthopädischen Problemen wurden die beiden Greifvögel am 16. Dezember eingeschläfert.

Das Mönchsgeier-Paar stand bereits seit geraumer Zeit unter besonderer Beobachtung der Tierpflegenden und des Veterinärteams, da eine schmerzhafte Arthrose und Fußprobleme ihre Beweglichkeit einschränkten. Starke Schmerzmittel sollten so lange wie möglich ihre Lebensqualität erhalten. Zuletzt reichten diese Maßnahmen jedoch nicht mehr aus, sodass nach Rücksprache mit dem Koordinator des Europäischen Ex-situ-Programms (EEP) der Mönchsgeier und des tierärztlichen Beraters für Greifvögel entschieden wurde, die Geier einzuschläfern.

Die beiden Vögel kamen im Juli 1980 aus dem Tiergarten Nürnberg in den Zoo Wuppertal. Sie waren hier nicht nur Publikumslieblinge, sondern leisteten auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Art. Zwischen 2001 und 2006 wurden insgesamt vier Jungvögel des Paares erfolgreich in Frankreich ausgewildert. Nachdem Mönchsgeier in weiten Teilen ihres natürlichen Verbreitungsgebietes bereits ausgestorben waren, konnten sich dank dieser Wiederansiedlungsprojekte im Naturpark Grands Causses, im Parc des Baronnies und in der Verdon-Schlucht inzwischen wieder zahlreiche Brutpaare etablieren.
Auch nach ihrem Tod tragen unsere beiden Geier zum Artenschutz und zur Forschung bei. Gewebe- und Blutproben wurden in die EAZA-Biobank und die FOGS-Sammlung (Forensic Genetics for Species Protection – Sichere Herkunftszuordnung bei geschützten Tierarten) eingestellt, um wichtige Forschungsarbeiten zu unterstützen. Darüber hinaus werden ihre Körper an die wissenschaftlichen Sammlungen internationaler Naturkundemuseen übergeben, wo sie zur Forschung und in Ausstellungen zur zoologischen Bildung eingesetzt werden.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Birgit Klee

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