Eigentlich ist die sich derzeit noch im Bau befindliche Anlage „Rivers of Sulawesi“ aktuell noch nicht mit Tieren besetzt. Erst im Laufe des Jahres sollen hier Sulawesi-Hirscheber und Kurzkrallenotter einziehen. Am vergangenen Wochenende wurde die Anlage dennoch schon einmal tierisch getestet – allerdings ungeplant von unserem Roten Panda "Liam".
In der Nacht nutzte das Rote Panda-Männchen vermutlich die durch Schneelast geknickten Äste von Bäumen und Büschen, um sein Gehege zu verlassen. Am Morgen fiel dem Tierpflegeteam auf, dass "Liam" sich nicht mehr in seiner Anlage befand. Pfotenspuren im Schnee verrieten seinen Ausflug.
Das Team entdeckte ihn schließlich auf der Baustelle von „Rivers of Sulawesi“ . Dort hatte er es sich auf einem Baum, direkt oberhalb eines Bambusbusches, gemütlich gemacht und schlief friedlich.
Ein erster Versuch, "Liam" wieder einzufangen, blieb leider erfolglos, sodass bei Einbruch der Dunkelheit entschieden wurde, die Fangaktion erst am nächsten Tag fortzusetzen.
Sorgen um seine Versorgung musste sich niemand machen: Da sich Rote Pandas überwiegend von Bambus ernähren und dieser im Zoo reichlich wächst, war für ausreichend Futter gesorgt. Auch der Schnee stellte kein Problem dar, da Rote Pandas ursprünglich aus dem Himalaya stammen und dank ihres dichten Fells perfekt an die Kälte angepasst sind.
Umso größer war die Überraschung am nächsten Morgen: "Liam" saß wieder wohlbehalten in seiner eigenen Anlage. Er war selbstständig dorthin zurückgekehrt. Zuhause ist es eben doch am schönsten!