Gute Nachrichten aus Madagaskar: Dank internationaler Zusammenarbeit konnten kürzlich erneut Rote Varis in den geschützten Farankaraina-Wald umgesiedelt werden. Der Grüne Zoo Wuppertal unterstützte das Umsiedlungsprojekt mit einer Spende von 1.000 Euro.
In einem stark degradierten, ungeschützten Waldgebiet in Ambolohosy (Madagaskar) wurde vor einigen Jahren eine Gruppe Roter Varis entdeckt. Durch die zunehmende Umwandlung ihres Lebensraums in Plantagen war ihr Bestand akut gefährdet.
Um das Überleben der Tiere zu sichern, werden sie schrittweise in den Farankaraina-Wald umgesiedelt – ein Schutzgebiet, das von der Naturschutzorganisation Antongil Conservation gepachtet wurde.
Bereits in den Jahren 2018, 2019 und 2024 wurden die ersten Tiere dorthin umgesiedelt. Im Jahr 2025 haben die Teams von Antongil Conservation (Öffnet in einem neuen Tab) und IMPACT Madagascar (Öffnet in einem neuen Tab) die vierte Translokation erfolgreich durchgeführt. Zwei männliche und ein weiblicher Roter Vari wurden eingefangen, tierärztlich untersucht und zunächst in eine Eingewöhnungsvoliere verbracht.
Nach einer Quarantänezeit erfolgte nun ihre Auswilderung im Farankaraina-Wald. Wie im Video zu sehen ist, wurden die Tiere zuvor mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Diese ermöglichen es, die Roten Varis im Auswilderungsgebiet zu überwachen. Die Wiederauswilderung fand in Anwesenheit von Impact Madagascar, dem Maroantsetra Forest District und Antongil Conservation statt.
Insgesamt leben nun zwölf Rote Varis in dem 1.600 Hektar großen Schutzgebiet – inklusive Nachwuchs.
Der Bestand des Roten Varis ist in der Natur vor allem durch massive Regenwaldabholzung für Landwirtschaft und Holzgewinnung sowie durch Wilderei gefährdet. In der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN wird der Rote Vari als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft.
Auch im Grünen Zoo Wuppertal lebt ein Paar Roter Varis, das zum Erhalt dieser bedrohten Primaten beitragen soll.