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Der Grüne Zoo Wuppertal

Kleines Projekt mit großer Wirkung

Auch kleine Projekte, welche zum Teil neben Größeren untergehen, zeigen die fortschreitende Entwicklung des Grünen Zoo Wuppertals. Solche kleineren Projekte erzählen viel über Haltung, Anspruch und Zukunft des Zoos. So können Besucherinnen und Besucher momentan die Entstehung eines neuen Bereichs vor dem Menschenaffenhaus beobachten: Aus einer in die Jahre gekommenen und unscheinbaren Teich-Anlage mit Betonbecken im Stil der 1970er Jahre wächst ein neuer, lebendiger Bereich für Mensch und Natur.

Jahrzehntelang lagen vor dem Menschenaffenhaus drei wenig einladende Teiche, welche der Natur und den „Tieren zwischen den Gehegen“ nicht viel attraktiven Lebensraum spendeten. Dies soll sich jetzt grundlegend ändern.
Zwei der drei Teiche bleiben erhalten, werden jedoch vollständig umgestaltet. Statt grauem Beton prägen künftig Pflanzen, natürliche Materialien und strukturreiche Ufer das Bild. Die Wasserflächen werden wieder zu kleinen Lebensräumen und zugleich für Besucherinnen und Besucher deutlich attraktiver und besser erlebbar. Der dritte Teich wird vollkommen umgestaltet: An seiner Stelle entsteht ein naturnaher Spielplatz – ein Ort, der Kinder einlädt, Natur zu entdecken, zu begreifen und spielerisch zu erleben.

Genau darin liegt ein zentraler Gedanke dieses Projekts. Der Zoo versteht sich bewusst als Ort, an dem Kinder nicht nur Tiere sehen, sondern eine Beziehung zur Natur aufbauen können. Wer früh lernt, wie faszinierend und schützenswert unsere Umwelt ist, trägt diese Haltung weiter. Dass Kinder im Zoo Wuppertal freien Eintritt haben, ist daher mehr als ein familienfreundliches Angebot. Der Zoo soll ein Ort für alle sein, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter oder Einkommen. Ein Ort, an dem man Zeit verbringen und die Natur genießen kann.

Genau dazu trägt auch die Neugestaltung dieses Bereichs bei. Die frei zugängliche Fläche für Gäste wird vergrößert, neue Aufenthaltsmöglichkeiten entstehen. Direkt neben dem Menschenaffenhaus liegt außerdem die Gastronomie. Somit ist der Standort sehr günstig und die Aufenthaltsmöglichkeiten rund um das Zoorestaurant Okavango werden ausgeweitet.
Besonders wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit dem Zoo-Verein, durch dessen Unterstützung das Projekt ermöglicht wurde. Mehr als 2.000 Mitglieder engagieren sich in dem Verein – ein starkes Zeichen für ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement in der Stadt. Durch die stetige Unterstützung des Zoo-Vereins kann sich der Zoo schnell und flexibel weiterentwickeln.

Ein Großteil der Arbeiten vor dem Menschenaffenhaus wird übrigens von den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoos umgesetzt. Wie bereits bei vielen vorigen Projekten zeigt dies den Einsatz der zooeigenen Kräfte erneut.
Am Ende steht mehr als ein neuer Spielplatz und zwei schönere Teiche. Es ist ein weiterer Schritt in einer kontinuierlichen Entwicklung. Ein Zoo ist kein statischer Ort, er muss sich immer wieder verändern, verbessern und anpassen. Aufgrund der rapiden Veränderungen und Entwicklungen, welche wir tagtäglich in der Welt beobachten können, ist diese flexible Anpassung essentiell und ermöglicht die bestmögliche Erfüllung der Aufgaben, welche uns als Zoo aufgetragen und wichtig sind.

Text: Antonia Colán Bräunig (Naturschutzkuratorin des Grünen Zoo Wuppertal)

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