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Der Grüne Zoo Wuppertal

Trauer um Löwe Massino

Am 09.02.22 mussten wir leider Abschied von unserem Afrikanischen Löwenkater "Massino" nehmen, der im Alter von fast 16 Jahren während einer Narkose verstarb.

"Massino" wurde am 12.06.2006 im Allwetterzoo Münster geboren. Im Mai 2007 zog er zusammen mit seinen Wurfbrüdern "Tamo" und "Shawano" in die neu eröffnete Löwenanlage des Grünen Zoo Wuppertal, wo die drei Kater zwei Jahre später mit den beiden Löwinnen "Maisha" und "Malaika" vergesellschaftet wurden. Nach dem Tod der beiden Löwenweibchen im letzten und vorletzten Jahr bewohnten die drei Kater alleine die 1 Hektar große Anlage.

Vor drei Wochen kam es unter den Brüdern zu einigen Auseinandersetzungen, wobei "Massino" mehrere Bissverletzungen erlitt. Als es ihm trotz mehrtägiger medikamentöser Behandlung – zunächst über das Futter, dann auch per Blasrohr – zunehmend schlechter ging, wurde er am 9. Februar zur weiteren Diagnostik und Therapie in Narkose gelegt. Dabei kam es durch eine allgemeine Kreislaufschwäche zu einem Narkosezwischenfall, in dessen Folge "Massino" verstarb. 

Nach dem Tod wurde der Tierkörper zur Justus-Liebig-Universität Gießen gebracht, um dort pathologisch untersucht zu werden. Die ersten Befunde aus der Pathologie ergaben, dass "Massino" unter einem Milztumor litt, was bei älteren Großkatzen, wozu "Massino" mit seinen fast 16 Jahren zählte, relativ häufig vorkommt. Zudem bestätigte sich die in der Narkose bereits festgestellte Blutarmut, die zu der allgemeinen Kreislaufschwäche und damit zum Tod des Löwenkaters führte. Diese Befunde zeigen, dass eine Heilung "Massinos" nicht mehr möglich gewesen wäre, sodass er uns also die Entscheidung zur Euthanasie abgenommen hat, die wir ein paar Tage später sowieso hätten fällen müssen. 

Durch die Übermittlung des Tierkörpers an die Universität Gießen konnten zudem zwei Großkatzen-Studien unterstützt werden. Ein Zahn des Löwenkaters wird der Universität Wuppertal für eine Studie über Materialhärte bei Zähnen von verschiedenen Tierarten zur Verfügung gestellt. 

"Massino" hatte eine sehr enge Bindung zu seinem Bruder "Tamo". Die beiden streiften meist gemeinsam über ihre große Außenanlage, die die Löwen seit August letzten Jahres auch nachts nutzen können. Bei Regen blieb "Massino" jedoch lieber drinnen im Trockenen. Er wird den Tierpflegern und Tierpflegerinnen als ein sehr umgänglicher Löwe in Erinnerung bleiben, der sich mit viel Appetit stets die größte Portion Fleisch sicherte. Nach seinem Tod bekamen "Tamo" und "Shawano", die nun noch die einzigen Löwen im Grünen Zoo sind, die Möglichkeit, sich von ihrem Bruder zu verabschieden. 

 

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Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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