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Der Grüne Zoo Wuppertal

Der Brillenpinguin

Der Grüne Zoo Wuppertal pflegt insgesamt drei Pinguinarten, darunter auch die stark bedrohten Brillenpinguine.

Brillenpinguin

Verbreitungskarte der Brillenpinguine

Southern African Foundation for the Conservation of Coastal Birds (SANCCOB)

Die Organisation SANCCOB führt in Südafrika zwei international anerkannte Rehabilitationszentren für Brillenpinguine und andere Seevögel. Sie wird schon seit vielen Jahren vom Grünen Zoo und Zoo-Verein Wuppertal e.V. gemeinsam mit anderen Zoos und dem Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) für ihre Arbeit und den Weiterbau der Stationen finanziell  unterstützt.

Die Brillenpinguine (Spheniscus Demersus) sind eine von insgesamt 18 Pinguinarten, die in küstennahen Kolonien brüten und sich auch schon mal Richtung Mosambik verirren. Grundsätzlich allerdings leben sie an den Küsten Südafrikas und Namibias. Ihren Namen verdanken die Vögel der rosa Färbung über ihren Augen: über den unbefiederten Hautfleck wird die Körpertemperatur der Tiere abgesenkt, wenn sie sich an Land befinden.

Der Bestand der Brillenpinguine weist einen alarmierenden Rückgang auf. Die Tiere sind stark bedroht und ihre Population nimmt trotz Schutzmaßnahmen weiter ab. Hauptgründe sind die Verschmutzung des Meeres und ein nimmersatter Konkurrent: Kommerzieller Fischfang insbesondere von Sardinen und Sardellen lässt die  Brillenpinguine oft erfolglos ihre Hauptnahrungsquelle suchen. Werden sie von freiwilligen Helfern gefunden, landen sie mit etwas Glück dann in den Stationen von SANCCOB. 

Untersuchung eines verletzten Brillenpinguins auf der Veterinärstation

Auswilderung nach Aufnahme

Das SANCCOB-Rehabilitationszentrum in Kapstadt verfügt über eine professionell ausgestattete Veterinärstation, in der angelieferte Pinguine und andere Seevögel behandelt werden: sie sind geschwächt, verletzt oder lebensbedrohlich mit Öl verschmutzt. Für jeden Seevogelpatient wird ein individueller Therapieplan erstellt. Wann wieviel gefressen wird, welche Medikamente nötig sind – und manche brauchen eben auch spezifische Schwimmpläne. Können die Pinguine wieder in eine Kolonie ausgewildert werden, erhalten sie zuvor noch einen Tracking-Transponder. Er wird unter die Haut implantiert und erlaubt die Weiterverfolgung der Brillenpinguine auf ihren Reisen. Die über den Transponder ausgewerteten Tracking-Daten werden für Forschungs- und Überwachungszwecke genutzt.

Vernetzung und Forschung

Das Engagement der Mitarbeiter von SANCCOB hat vielerlei Auswirkungen. Durch die Vernetzung mit anderen Organisationen und Institutionen, wie zum Beispiel SANParks, CapeNature oder dem Robben Island Museum, konnten gemeinsam geeignete Seevogelnistplätze errichtet werden. Den Partnern steht außerdem ein von SANCCOB ausgebildetes Rettungsteam über einen 24-Stunden-Notrufdienst zur Verfügung. Aber auch an der Erforschung von Krankheiten und im Bereich der Risikobewertungen sind die Biologen und Tierärzte von SANCCOB maßgeblich beteiligt: ihre Ergebnisse werden regelmäßig veröffentlicht und sind wichtiger Bestandteil des ersten entwickelten Biodiversitätsmanagementplans (BMP) für den Afrikanischen Pinguin.


Gehege der Brillenpinguine im Grünen Zoo Wuppertal

Im Grünen Zoo Wuppertal ist eine Kolonie Brillenpinguine sowohl an Land als auch im Wasser zu beobachten. Das Gehege ist einem südafrikanischen Strandabschnitt nachempfunden, der mit Felsen, Sand und Büschen den natürlichen Lebensraumes zeigt. Außerdem kann der Besucher durch große Beobachtungsscheiben einen Einblick in den Lebensraum Meer gewinnen und die Pinguine beim "Fliegen" im Wasser bestaunen.

Die Weltnaturschutzunion stuft den Brillenpinguin in der Roten Liste als stark gefährdet ein.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Wuppertal
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