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Der Grüne Zoo Wuppertal

Aralandia

Neue Maßstäbe in der Haltung und Zucht bedrohter Aras

Mit ARALANDIA realisierte der Zoo-Verein Wuppertal e.V. das bislang größte Projekt seiner Geschichte. In der fast 1.100 Quadratmeter großen und bis zu 10 Meter hohen Freiflugvoliere erhalten Hyazinth-Aras, Sonnensittiche, Chile-Flamingos und Pudus in einer der größten Ara-Volieren Europas ein attraktives Zuhause. 

Außergewöhnlich und einmalig ist auch das zoologische Konzept hinter ARALANDIA, die als "Hochzeitsvoliere" dient: Die hochbedrohten Hyazinth-Aras sollen hier auf Partnersuche gehen und sich zu passenden Paaren zusammenfinden.

ARALANDIA öffnet für die Gäste des Zoos ab dem 23. Juli 2021.


Die Bewohner von ARALANDIA

Hyazinth-Ara

Hyazinth-Aras sind mit rund einem Meter Länge die größten Papageien. Die einheitlich kobalt-blau gefiederten Vögel haben um die Augen und am Unterschnabel leuchtend gelbe, unbefiederte Hautbereiche. Wie alle Aras sind sie gewandte Kletterer.

Hyazinth-Aras gelten durch Lebensraumzerstörung und illegalem Handel als gefährdet. Der Wildbestand wurde 2003 auf rund 6.500 Individuen geschätzt, davon etwa 4.300 erwachsene Vögel; der Grüne Zoo setzt sich zusammen mit dem Zoo-Verein für den Schutz von Aras und ihrer Lebensräume in Südamerika ein.


Sonnensittich

Zu Zwecken des Tierhandels wurde der Sonnensittich lange verfolgt, so dass die Bestände massiv abgenommen haben; 2016 gab es nur noch einen geschätzten Bestand von 1.000 – 2.500 erwachsenen Vögeln, daher gilt der Sonnensittich als stark gefährdet.


Chileflamingo

Der Chileflamingo ist der kleinste Vertreter der Echten Flamingos. Der natürliche Bestand ist abnehmend und gilt daher als potentiell gefährdet.


Mit den in Aralandia lebenden Vögeln möchte der Grüne Zoo Wuppertal zur Erhaltung der Art beitragen und auf ihre Gefährdung und die Notwendigkeit von Schutzprojekten hinweisen. 


Pudu (Südpudu)

Pudus zählen mit einer Größe von bis zu 40 cm zu den kleinsten Hirschen der Welt. Männliche Tiere tragen ein bis zu 8 cm langes, unverzweigtes Geweih. Bejagung, wildernde Haushunde und Lebensraumzerstörung in ihrer Heimat am Fuße der Anden in Chile und in Argentinien bedrohen die Bestände im Freiland. In Wuppertal werden seit 1973 Pudus gehalten, der Grüne Zoo führt das Internationale Zuchtbuch und koordiniert das EEP.


ARALANDIA im Detail

Die außergewöhnliche Bogenkonstruktion von ARALANDIA, die zusammen mit dem Architekturbüro dan pearlman entwickelt wurde, ist mit ihren teilweise über 30 Meter langen Stahlbögen ein echter Hingucker. 

Die Architektur orientiert sich an der Form eines Vogelflügels und stellt zugleich eine Reminiszenz an die historische Voliere an gleicher Stelle dar.


Mit Pflanzen, Kletter- und Sitzmöglichkeiten für die Vögel, einer Wasserfläche für die Flamingos und einem Bachlauf wurde die Voliere landschaftlich gestaltet. Die umgebende Vegetation blieb erhalten und wurde als Hintergrund genutzt.


Der Freiflugvoliere ist ein Besucherzentrum angeschlossen. Hier informieren wir anschaulich mit großen Schautafeln über das Zuchtprogramm für Aras und Natur- und Artenschutz.

Wer eine Stärkung braucht, erhält im Besucherzentrum auch einen Kaffee und kann sich auf einer kleinen Terrasse ausruhen.

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Zoo-Verein Wuppertal e.V. / Barbara Scheer
  • Der Grüne Zoo Wuppertal
  • Barbara_Scheer
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  • Claudia Philipp
  • Barbara Scheer
  • Architekturbüro dan pearlman
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