Inhalt anspringen

Wuppertal / Pressemeldung – 26.04.2021

"Bundes-Notbremse" und NRW-Verordnung: Diese Regeln gelten für Wuppertal

Das vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite sowie eine entsprechende NRW-Coronaschutzverordnung sind in Kraft getreten. Damit ändern sich auch für Wuppertal die Corona-Maßnahmen und -Einschränkungen. Ein Überblick über die aktuellen Regelungen, Stand 26. April.

Bundesnotbremse und NRW-Verordnung

Die bundesweiten Beschränkungen der „Bundes-Notbremse“ gelten seit Samstag, 24. April 2021, in Kreisen und kreisfreien Städten, die an drei Tagen in Folge den 7-Tages-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überstiegen haben. Dazu zählt Wuppertal.

Darüber hinaus gelten die bisher in Nordrhein-Westfalen bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen fort. Die Landesregierung hat die nordrhein-westfälische Coronaschutzverordnung bis zunächst einschließlich 14. Mai 2021 verlängert. Dies bedeutet für Kreise und kreisfreie Städte mit einer Inzidenz über 100, dass neben den Schutzmaßnahmen der Bundesnotbremse weitergehende Schutzmaßnahmen aus der Coronaschutzverordnung fortgelten. So ist sichergestellt, dass das bisherige Schutzniveau in Nordrhein-Westfalen nicht abgesenkt wird.

Die aktuellen Regeln für Wuppertal im Überblick

Die sich aus dem Infektionsschutzgesetz und der Coronaschutzverordnung ergebenden Regelungen für Wuppertal finden Sie nachfolgend im Überblick (Stand 26. April und Inzidenzwert von mehr als 200). Bitte haben Sie Verständnis, dass es sich um eine Zusammenfassung handelt und deshalb nicht jedes Detail der neuen Regelungen aufgeführt werden kann. Alle Vorgaben können in Gänze in der Coronaschutzverordnung des Landes nachgelesen werden.

Ausgangsbeschränkungen von 22 Uhr bis 5 Uhr mit Ausnahmen

Der Aufenthalt außerhalb einer Wohnung oder einer Unterkunft und des befriedeten Besitztums (z.B. Gärten, Innenhöfe) ist von 22 Uhr bis 5 Uhr untersagt. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr bleibt körperliche Bewegung, also z.B. Spazierengehen, Radfahren, Joggen, im Freien für Einzelpersonen erlaubt. Außerdem sind triftige Gründe für eine Ausnahme von der Ausgangssperre etwa

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten,
  • (veterinär)medizinische Notfälle,
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
  • die Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen oder Minderjähriger,
  • die Begleitung Sterbender,
  • die Versorgung von Tieren.

Kontaktbeschränkungen

Treffen im öffentlichen und privaten Raum sind nur erlaubt für Angehörige des eigenen Haushalts plus eine Person eines weiteren Haushalts. Ausgenommen bei der Zählung der Personen sind Kinder unter 14 Jahren.

Schulen und Kitas

Präsenzunterricht für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen, Hochschulen und außerschulische Einrichtungen der Erwachsenenbildung untersagt. Ausnahmen: Abschlussklassen und Förderschulen. Alle Infos zum Nachlesen gibt es beim NRW-Schulministerium.

Einkaufen für den täglichen Bedarf

Es dürfen ausschließlich folgende Geschäfte des täglichen Lebens öffnen:

  • Lebensmittelhandel einschl. Direktvermarktung
  • Getränkemärkte
  • Reformhäuser
  • Babyfachmärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Optiker
  • Hörakustiker
  • Tankstellen
  • Zeitungsverkaufsstellen
  • Buchhandlungen
  • Blumenfachgeschäfte
  • Tierbedarfsmärkte
  • Futtermittelmärkte
  • Gartenmärkte
  • der Großhandel

Für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche Begrenzung auf ein/e Kundin/Kunde pro 20 Quadratmeter. Bei Verkaufsflächen größer als 800 Quadratmeter Begrenzung auf ein/e Kundin/Kunde pro 40 Quadratmeter.

Einkaufen über den täglichen Bedarf hinaus

Bei einem Inzidenzwert über 150: Geschäfte sind geschlossen. "Click und Collect" (Bestellung und möglichst kontaktlose Abholung der bestellten Ware) ist weiterhin erlaubt. (Bei einem Inzidenzwert von 101-150: Einkauf im Geschäft nach vorheriger Terminbuchung möglich, max. ein/e Kundin/Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche, tagesaktuelles negatives Testergebnis erforderlich.)

Sport

Erlaubt bleibt im Freien (auch auf Außensportanlagen) die kontaktlose Ausübung von Individualsportarten allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Hausstands. Bei Kindern unter 14 Jahren ist Sport in Gruppen von maximal fünf Personen zulässig. Die Anleitungspersonen müssen ein negatives Testergebnis vorlegen können.

Kultur

Konzerte und Aufführungen in Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern und Kinos mit Ausnahme von Autokinos sind untersagt. Auch der Betrieb von Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Schlössern, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen ist untersagt.

Zoos und Botanische Gärten

Außenbereiche von Zoos und Botanischen Gärten bleiben bei angemessenen Schutz- und Hygienekonzepten geöffnet. Voraussetzung für den Zutritt ist ein tagesaktuelles negatives Testergebnis.

Weitere Freizeiteinrichtungen/-aktivitäten

Fitnessstudios, Freizeitparks, Indoorspielplätze, Schwimmbäder, Klubs, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen, Solarien, Prostitutionsstätten sind geschlossen. Stadt-, Gäste- und Naturführungen aller Art sind untersagt.

Körpernahe Dienstleistungen

Körpernahe Dienstleistungen sollen nur zu medizinischen, therapeutischen, pflegerischen oder seelsorgerischen Zwecken in Anspruch genommen werden. Ausnahme: der Friseurbesuch und Fußpflege, allerdings nur, wenn die Kundinnen und Kunden einen tagesaktuellen negativen Corona-Test vorlegen können – und natürlich nur mit Maske.

Büroarbeit

Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz gilt: Firmen müssen ihren Beschäftigten im Fall von Büroarbeit anbieten, diese in der eigenen Wohnung auszuführen, sofern keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Beschäftigten müssen das Angebot annehmen, soweit ihrerseits keine Gründe entgegenstehen. Arbeitgeber sind verpflichtet, Mitarbeitern zwei Tests pro Woche anzubieten.

Beherbergung

Die Zurverfügungstellung von Übernachtungsangeboten zu touristischen Zwecken ist untersagt.

Weiterführende Links

Erläuterungen und Hinweise

Seite teilen